Die „Lauschtour“-App steht bereit, doch die Stadt bewirbt sie noch nicht

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Eine neue App namens „Lauschtour“ führt Besucher zu Sehenswürdigkeiten in Bergkamen. Allzu viele Nutzer hat sie aber noch nicht, denn die Stadt macht noch keine Werbung für das Angebot

Bergkamen

, 18.07.2019, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die „Lauschtour“-App, die eine akustische Führung zu Bergkamener Sehenswürdigkeiten bietet, steht in den einschlägigen App-Stores bereit. Einige Neugierige haben sie wohl auch schon heruntergeladen. Wie viele das sind, will die Firma Lauschtour aber nicht verraten. Sie würde damit ihren Auftraggeber verärgern – die Stadt Bergkamen.

Tourismusförderung setze andere Prioritäten

Deren Tourismusförderin Simone Reichert hat es bisher nicht geschafft, das Projekt abzuschließen und der Öffentlichkeit vorzustellen. Eine zunächst beim Hafenfest geplante Präsentation hatte sie ebenso verschoben wie eine Vorstellung beim „Weingenuss am Wasser“, der sich an diesem Wochenende in der Marina abspielt. Ihre Abteilung, die zur Wirtschaftsförderung gehört, sei derzeit vollkommen mit den Vorbereitungen für den Bau eines Breitbandnetzes ausgelastet, sagte die Tourismus-Förderin.

Die „Lauschtour“-App steht bereit, doch die Stadt bewirbt sie noch nicht

Für die App haben die „Lauschtour“-Leute Klaus Holzer und andere Bergkamen-Kenner interviewt. © Lauschtour


Interviews mit Fachleuten

Dabei ist die App eigentlich komplett funktionsfähig. Sie führt die Nutzer zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten in Bergkamen wie zum Beispiel zur Halde, zur Öko-Station, zum Beversee oder in den Römerpark. Die Besitzer eines Smartphones können an den einzelnen Stationen Interviews mit Experten lauschen, die den jeweiligen Ort erklären. Auf der Halde haben die „Lauschtour“-Leute zum Beispiel ein Interview mit Gästeführer Klaus Holzer geführt, im Römerpark erläutert Museumschef Mark Schrader die antike Geschichte Oberadens.

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Auf der „Lauschtour“-Homepage steht Bergkamen schon

Den Link, über den sich die „Bergkamener Lauschpunkte“ im App-Store herunterladen lassen, findet man auf der Homepage www.lauschtour.de unter der Rubrik „Produktionen“ und dem Stichwort „Wander- und Radtouren.“ Da das neue Angebot darüber hinaus noch nicht beworben wird, dürfte die Zahl der Zugriffe allerdings überschaubar sein. Der Plan der Tourismusförderung sieht vor, an den insgesamt zehn Stationen der Lauschtour Schilder aufzustellen, die Informationen enthalten sowie einen QR-Code, mit dem sich die App aufrufen lässt.

Tourismus-Förderin wagt keine Prognose

Die Texte für die Tafeln sind wohl auch schon seit einiger Zeit fertig. Angesichts der Prioriäten-Setzung in ihrem Ressort will Reichert aber lieber keine Prognose wagen, ob sie noch während der Hochzeit der Urlaubs- und Tourismus-Saison aufgestellt werden können. Allerdings funktioniert die digitale Lauschtour im Zweifelsfall auch ohne diese analogen Hinweise, meint die Tourismus-Förderin: „Wir werden den Nutzern empfehlen, die App herunterzuladen, bevor sie sich auf die Tour begeben.“

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