L 821n-Gegner wollen wieder demonstrieren – diesmal mit Pappnase und Narrenkappe

dzNeue Straße

Die Bürgerinitiave „L 821n – Nein!“ ruft wieder zu einem Protestmarsch auf. Anlass ist die bevorstehende Rodung für den zweiten Bauabschnitt. Dabei wollen die Straßengegner passend zu Karneval kommen.

Bergkamen

, 18.02.2020, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bürgerinitiative „L 821n – Nein!“ und die Grünen rufen nach einer etwas längeren Pause wieder zu einem Protestmarsch gegen die neue Straße L 821n auf. Treffpunkt für die Demonstranten ist am kommenden Sonntag, 23. Februar, um 15 Uhr wie gewohnt die Brücke über den Kuhbach an der Realschule Oberaden.

Diesmal wollen die Demonstranten aber eine andere Route laufen: Sie wollen den Protestmarsch auf den geplanten zweiten Bauabschnitt der L 821n ausweiten und laufen deshalb in Richtung Heideweg.

Schon im vergangenen Jahr hatte die BI zu mehreren Sonntagsspaziergängen gegen die Straßenplanung eingeladen.

Schon im vergangenen Jahr hatte die BI zu mehreren Sonntagsspaziergängen gegen die Straßenplanung eingeladen. © Stefan Milk

Motto der Demonstration: „Es kütt wie es kütt“

Außerdem ruft die Initiative dazu auf, sich zur Demonstration zu verkleiden, wie Sprecherin Lucie Kleinstäuber mitteilt. Im Hinblick auf den Karneval hat die Initiative dem Protest das Motto „Es kütt wie es kütt“ gegeben. Die Demonstranten sollen sich mit Pappnase und Narrenkappe kostümieren. Die hätten einige der Bergkamener Kommunalpolitiker ohnehin für die Bürger vorgesehen, meint die Initiative.

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Einen Kostümzwang gibt es aber nicht. Wer will kann auch ohne Verkleidung zum Protestmarsch kommen.

In diesem Bereich an der Erich-Ollenhauer-Straße soll die L 821n an der Erich-Ollenhauer-Straße münden. Im Südabschnitt wird sie schon gebaut.

In diesem Bereich an der Erich-Ollenhauer-Straße soll die L 821n an der Erich-Ollenhauer-Straße münden. Im Südabschnitt wird sie schon gebaut. © Marcel Drawe

Beginn der Rodungsarbeiten steht noch nicht fest

Wann die Rodungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitte für die L 821n zwischen der Erich-Ollenhauer-Straße und dem Pantenweg beginnen, konnte der Projektleiter Frank Hausendorf von Straßen NRW noch nicht sagen. Der Auftrag sei erteilt. Die Firma, die ihn bekommen hat, werde roden, sobald sie Zeit dazu habe, sagte er. Die einzige Vorgabe: Diei Arbeiten müssen bis zum 29. Februar abgeschlossen sein, denn danach sind sie nach dem Bundesnaturschutzgesetz nicht mehr möglich.

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Hausendorf weist auch den Vorwurf der Initiative zurück, dass Straßen NRW noch immer keine Entwässerungsplanung für die Straße bei der Bezirksregierung vorgelegt hat. „Die komplette Ausführungsplanung ist mit der Bezirksregierung abgestimmt“, sagte er. Wie Kleinstäuber sagte, sind aber noch nicht alle Unterlagen beim Anwalt der Initiative angekommen.

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Die Initiative wirft der Behörde jedoch auch vor, die Oberadener Bürger mürbe machen zu wollen. Die Sprecherin der BI warf Straßen NRW vor, auch große Schlaglöcher auf der Jahnstraße nicht zu reparieren. Dadurch würden Lastwagen besonders viel Lärm auf der Oberadener Hauptstraße verursachen. Kleinstäuber unterstellt der Behörde, dass sie dadurch Stimmung für die L 821n machen will – weil der eine oder andere Anwohner der Jahnstraße froh über eine Entlastung sei.

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