Der Stadtrat hat die Aufgabe alle Wünsche der Bergkamener für ihr neues Schwimmbad unter einen Hut zu bringen und dabei auch noch auf die Kosten zu achten. Das soll er in kurzer Zeit schaffen.

Bergkamen

, 17.06.2019 / Lesedauer: 4 min

Die Liste der Wünsche an das neue Bergkamener Schwimmbad wird immer länger. Bürgermeister Roland Schäfer hält aber immer noch seinem ehrgeizigen Plan fest, dass der Stadtrat noch vor den Ferien entscheidet, welche Elemente im neuen Schwimmbad gesetzt sein sollen.

Online-Meinungsumfrage läuft noch

Der Stadtrat hatte schon vor einiger Zeit den Grundsatzbeschluss gefasst, dass das neue Bad ein sogenanntes „Ganzjahresbad“ werden soll, in dem es auch einen Familien- und Freizeitanteil gibt. Die künftigen Nutzer sollen zumindest Ideen einbringen und mitbestimmen können, welche Elemente das künftige Bergkamener Bad haben soll. Zu einer ersten Informationsveranstaltung waren allerdings vor allem Vertreter der Schwimmvereine und der Rehasport-Gruppen gekommen. Andere Nutzer können sich zurzeit noch online unter deinschwimmbad.info zu ihren Wünschen äußern.

Finanzen setzen die Grenzen bei der Ausstattung

Diese Möglichkeit haben mittlerweile auch schon eine ganze Reihe von Bergkamenern wahrgenommen. Die Mitglieder des Bergkamener Stadtrats sollen die Wünsche mit in ihre Diskussion einbeziehen. Der Bürgermeister glaubt aber nicht, dass sie sich alle berücksichtigen lassen. „Das neue Schwimmbad muss für uns finanzierbar bleiben“, sagte er. Vorschläge wie, das Sportbecken mit acht Bahnen auszustatten, ließen sich eher nicht realisieren.

Die Kosten setzen die Grenzen beim neuen Ganzjahresbad

Eine Textilsauna ist eine der Ideen als zusätzliche Ausstattung für das geplante neue Bad. Viele wünschen sich auch wieder ein Dampfbad. © picture alliance / dpa

Sechs Bahnen und ein Sprungturm-Becken wahrscheinlich

Trotzdem ist wohl davon auszugehen, dass das Bad deutlich mehr Komfort und Platz bieten wird als das in die Jahre gekommene alte Bergkamener Hallenbad an der Lessingstraße. Schäfer geht davon aus, dass das Schwimmbecken zumindest sechs Bahnen bekommen, damit sich Vereine, die Trainieren und normale Nutzer besser aus dem Weg gehen können. Auch der Vorschlag, ein separates Becken für den Sprungturm zu bauen, könnte Realität werden. Den Turm direkt am Becken zu bauen, sei zwar die kostengünstigere Lösung, sagte Schäfer. Das beeinträchtige aber auch den Schwimmbetrieb deutlich, meinte der Bürgermeister. Ob das neue Schwimmbad ein oder zwei Mehrzweckbecken für den Schwimmunterricht und den Reha-Sport bekommt, hängt offenbar wohl davon ab, ob sich zwei Becken finanzieren lassen – und von der Nachfrage.

Reha-Sport benötigt ausreichend Platz

Schäfer geht davon aus, dass unter anderem alle Reha-Sport-Gruppen im neuen Bad unterkommen müssen, die bisher ihre Heimat im Hallenbad der Bodelschwingh-Schule in Heil hatten. Der Kreis Unna, der Eigentümer ist, hat die Nutzung dort deutlich beschränkt.

Die Kosten setzen die Grenzen beim neuen Ganzjahresbad

Auf den Freibadbereich möchten viele Bergkamener nicht verzichten. Viele möchten am liebsten wieder ein Wellenbecken. © Stefan Milk

Viele wünschen sich einen Freibad-Bereich

Die Frage dürfte auch sein, wie die Stadt mit dem Wunsch vieler Bergkamener umgeht, die sich auf der Online-Plattform, geäußert haben, einen echten Freibadbereich zu erhalten – möglicherweise auch mit einem Wellenbecken. Schäfer deutet zumindest an, dass das Bad im Außenbereich eine größere Ausstattung bekommen könnte – zum Beispiel eine Beach-Volleyballanlage. Wahrscheinlich bekommt das neue Bad auch eine sogenannte Textilsauna oder ein Dampfbad. Für eine echte Sauna sei der Aufwand wohl zu groß und außerdem gibt es bereits eine im Bad in Bönen, meinte Schäfer.

Rat soll Entscheidung am 11. Juli fällen

Der Zeitplan sieht vor, dass die Online-Plattform wahrscheinlich Anfang der kommenden Woche abgeschaltet wird. Die Ratsfraktionen sollen die Vorschläge schon kurz darauf unter Moderation der Stadtwerke intern diskutieren. Die GSW sollen die Vorschläge und die Diskussion auswerten und möglichst schon für die Ratssitzung am 11. Juli einen Vorschlag machen, wie das neue Bergkamener Ganzjahresbad ausgestattet sein soll.

Ein Jahr für die Planung des neuen Bades

Auf Grundlage dieses Beschlusses sollen die GSW, die Bauherr und Eigentümer des neuen Bades werden, einen Badplaner beauftragen, die Pläne für das neue Bergkamener Bad zu machen. Schäfer geht davon aus, dass auch während der Planungsphase noch Änderungen möglich sind. Die Stadt kalkuliert damit, dass die Planung etwa ein Jahr dauert. Diese Zeit will sie nutzen, um möglicherweise den Konsortialvertrag zu ändern, der die Verteilung der Verluste aus den Freizeitanlage regelt. Außerdem soll geklärt werden, ob die Stadtwerke das Bad selbst betreiben, den Badbetrieb verpachten oder sich zumindest extern beraten lassen.

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Den Beschluss, das Bad zu bauen, trifft allerdings nicht der Stadtrat, sondern der Aufsichtsrat der GSW. Bergkamen plant, dass das neue Bad im Jahr 2022 in Betrieb gehen soll. Dann soll das alte Hallenbad an der Lessingstraße abgerissen und die Flächen dort neu genutzt werden.

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