Die „Kleinen Wichtel“ nehmen ihren neuen Raum in Besitz

dzKinderbetreuung

Der Kinderbetreuungsverein „Kleine Wichtel“ hat seinen neuen Raum im katholischen Pfarrheim in Oberaden bezogen. Das Angebot der Gemeinde war für den Verein die letzte Rettung.

Bergkamen

, 10.10.2019, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die „Kleinen Wichtel“ fühlen sich wohl in ihrem neuen Domizil. Zumindest bekamen diejenigen den Eindruck, die am Donnerstagnachmittag in den Keller des Pfarrheims der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara in Oberaden hinabstiegen. Dort bieten Anja Kampmann, Monika Weinreich und Kerstin Böhme künftig ihre Kinderbetreuungsdienste an. „Am Montag geht es los“, sagte Kampmann. Aber zuvor wollten sie ihren Schützlingen und deren Eltern schon einmal den Raum zeigen, den ihnen die katholische Gemeinde kurzfristig zur Verfügung gestellt hat. „Das war unsere letzte Hoffnung“, sagt Kampmann.

Die „Kleinen Wichtel“ nehmen ihren neuen Raum in Besitz

Die Kinderbetreuung startet in der nächsten Woche. © Boyrs Sarad

Kein Platz mehr in der Luther-Gemeinde

Viele Jahre hatte der Verein „Kleine Wichtel“ seinen Sitz im ehemaligen Kindergarten „Sonnenschein“ neben der Martin-Luther-Kirche. Den musste die Luther-Gemeinde wegen Baumängeln sperren. Als Alternative habe die Gemeinde den großen Saal im Lutherzentrum angeboten, berichtet Kampmann. Doch der sei für Kinderbetreuung nicht geeignet: „Außerdem hätten wir ihn vor jedem Wochenende räumen müssen.“ Deshalb sind die Vereins-Frauen froh, bei den Oberadener Katholiken untergekommen zu sein: „Sonst wären wir Ende des Monats pleite gewesen. Wir leben von der Hand in den Mund.“

Kleine Wichtel

Betreuung drei Mal in der Woche

  • Die „Kleinen Wichtel“ bieten ihre Betreuungsdienste montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr im Pfarrheim St. Barbara Am Römerberg an.
  • Eltern die ihre Kinder drei Mal in der Woche betreuen lassen, zahlen 105 Euro. Zwei Vormittage kosten 70 Euro.
  • Der Verein ist zu erreichen unter Tel. 0176/83946095.

Fünf Plätze sind noch frei

Eine Familie, die ihre Kinder eigentlich zur Betreuung geben wollte, sei abgesprungen. Unter den gegebenen Umständen hat Kampmann Verständnis dafür. Immerhin fünf Eltern wollen noch Betreuungsverträge abschließen. „Fünf Plätze haben wir noch frei“, sagt Kampmann. Sie und ihre Mitstreiterinnen haben in den vergangenen Tagen ganze Arbeit leisten: „Wir mussten einen Wasserschaden beseitigen, den ganzen Raum, den Flur und die Toilette streichen“, berichtet Kampmann. Von den Arbeiten ist nicht mehr viel zu sehen. Bei den „Kleinen Wichteln“ riecht es nicht einmal mehr nach frischer Farbe.

Kurzfristige Betriebsgenehmigung

Bei den Renovierungsarbeiten half auch eine Spende des Bestattungshauses Schäfer-Kretschmer, das dem Verein 700 Euro zur Verfügung stellte. Da die Gemeinde in ihrem Pfarrheim einen eigenen Kindergarten betreibt, ist es den „Kleinen Wichteln“ außerdem kurzfristig gelungen, die notwendige Betriebsgenehmigung vom Landesjugendamt zu bekommen. Zum Glück seien Notausgänge vorhanden und die Brandschutz-Richtlinen erfüllt, sagte Kampmann Eine dauerhafte Zusage der Gemeinde hat der Verein allerdings noch nicht. Zunächst einmal muss er dafür für 2020 geplante Fusion der katholischen Kirchengemeinden in Bergkamen abwarten.

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