Kandidaten in Bergkamen müssen noch warten

dzKommunalwahl 2020

Wer jetzt noch bei der Kommunalwahl antreten will, ist zu spät dran. Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Noch wissen die Kandidaten aber nicht, ob ihr Name wirklich auf dem Wahlzettel steht.

Bergkamen

, 28.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei der Kommunalwahl in Bergkamen wollen sechs Parteien bzw. Gruppen sowie vier Bürgermeisterkandidaten antreten. Das war zwar im Grunde genommen schon länger bekannt, doch nun ist es amtlich: Am Montagabend ist die Bewerbungsfrist abgelaufen.

Die aktuell im Rat vertretenen SPD, CDU, Grüne, BergAUF sowie die FDP hatten ihre Unterlagen mit den Wahlkreiskandidaten und den Listen allerdings schon viel früher eingereicht. Das gilt auch für die Partei „Die Linke“, die sich in Bergkamen zum ersten Mal an einer Kommunalwahl beteiligt. Wie Thomas Hartl, der Amtsleiter Zentrale Dienste, berichtet, tritt sie aber nur in 18 von 22 Wahlkreisen mit eigenen Kandidaten an. Alle anderen Parteien und Gruppen haben für jeden Wahlkreis eine Bewerberin oder einen Bewerber nominiert.

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Die Entscheidung fällt im Wahlausschuss

Auch die vier Männer, die sich um die Nachfolge des scheidenden Bürgermeisters Roland Schäfer (SPD) bewerben, stehen schon länger fest: Es sind die beiden Ratsfraktionsvorsitzenden Bernd Schäfer (SPD) und Thomas Heinzel (CDU) sowie Thomas Grziwotz (Grüne) und Werner Engelhardt (BergAUF).

Bürgermeister Roland Schäfer, hier am Wahlabend vor sechs Jahren, tritt nicht mehr an. Er sitzt dem Wahlausschuss vor, der am Dienstag über die Wahlvorschläge zu entscheiden hat.

Bürgermeister Roland Schäfer, hier am Wahlabend vor sechs Jahren, tritt nicht mehr an. Er sitzt dem Wahlausschuss vor, der am Dienstag über die Wahlvorschläge zu entscheiden hat. © Stefan Milk

Ganz sicher können sich die Aspiranten für Stadtrat und Rathaus-Chefzimmer allerdings erst am späteren Dienstagnachmittag sein. Um 16 Uhr tritt im Ratssaal im Ratstrakt der Wahlausschuss des Stadtrates zusammen. Seine Aufgabe in der öffentlichen Sitzung: Die Prüfung und Entscheidung über die Zulassung der eingereichten Wahlvorschläge.

Wenn das geschehen ist, laufen im Rathaus die konkreten Vorbereitungen für die Wahl an. Die Wahlbenachrichtigungen werden nach Hartls Angaben ab Mitte August, voraussichtlich nach dem 17. August verschickt.

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Diesmal gibt es einen Wahlbrief

Die Bergkamener bekommen diesmal keine Wahlkarten, sondern regelrechte Wahlbriefe. Das hängt laut Hartl damit zusammen, dass die Benachrichtigungen ziemlich viel Text enthalten müssen: Am 13. September stimmen die Bergkamener nicht nur über ihren Bürgermeister und ihren Stadtrat ab, sondern auch über einen neuen Landrat, den Kreistag sowie zum ersten Mal über die Regionalversammlung des Regionalverbandes Ruhr.

Wenn Mitte August die Wahlunterlagen verschickt werden, beginnt auch die Briefwahl. Die Unterlagen lassen sich per QR-Code beantragen.

Wenn Mitte August die Wahlunterlagen verschickt werden, beginnt auch die Briefwahl. Die Unterlagen lassen sich per QR-Code beantragen. © picture alliance / dpa

Das geht auch per Briefwahl. Die dafür notwendigen Unterlagen lassen sich vergleichsweise einfach besorgen – zumindest für diejenigen, die im Besitz eines Smartphones oder eines Tablets sind: Auf dem Wahlbrief ist ein QR-Code gedruckt, mit dem sich die Briefwahl ohne großen Aufwand beantragen lässt.

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