Die Interviews für die „Lauschtour“ sind fertig

dzArbeit am Audioguide

Monika Seynsche kennt sich inzwischen bestens aus mit den Bergkamener Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten. Dabei arbeitet sie in Mainz.

Bergkamen

, 19.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dort hat die Firma „Lauschtour“ ihren Sitz, die derzeit im Auftrag der Stadt Bergkamen einen Audioguide entwickelt. Der soll sich als kostenlose App auf das Smartphone herunterladen lassen. Der Nutzer kann sich dann akustisch über wichtige Punkte im Bergkamener Stadtgebiet informieren. Und die lässt man sich am besten von Experten erklären. Monika Seynsche ist deshalb vor kurzem nach Bergkamen gekommen, um an bestimmten Orten mit Personen Gespräche zu führen, die sich dort besonders gut auskennen. Mit Karl-Heinz Kühnapfel vom Nabu traf sie sich am Beversee, wo er die Entstehungsgeschichte des Naturschutzgebietes erläuterte .

Die Interviews für die „Lauschtour“ sind fertig

Gästeführer Klaus Holzer berichtete über die Besonderheiten der Halde. © Lauschtour

Gästeführer auf der Halde

Mit Gästeführer Klaus Holzer stieg Seynsche auf die Halde, Christiane Reumke vom städtischen Planungsamt steuerte Details zur geplanten Wasserstadt bei. Mit Museumschef Mark Schrader traf sich die „Lauschtour“-Mitarbeiterin im Römerpark und interviewte ihn zur antiken Geschichte in Oberaden. Weitere Stationen für die Audio-Tour waren zum Beispiel die Öko-Station mit dem Aussichtsturm und die Marina in Rünthe.

Mit den Vor-Ort-Interviews ist ein erster wichtiger Arbeitsschritt für den Hör-Führer abgeschlossen, wie „Lauschtour“-Inhaber Marco Neises berichtet.

Die Interviews für die „Lauschtour“ sind fertig

Museumschef Mark Schrader stellte den Römerpark vor. © Lauschtour

Typische Tiergeräusche

Aber fertig sind die Mainzer noch lange nicht. Und das nicht nur, weil sie die Interviews noch App-tauglich machen und weiter Informationstexte einsprechen müssen. Neises und seine Mitarbeiter wollen für die Tour durch Bergkamen noch andere akustische Möglichkeiten nutzen. So erfuhr Seynsche zum Beispiel von Umweltschützer Kühnapfel, dass am Beversee Kammmolche und bestimmte Vogelarten leben. Auch die Halde ist zum Lebensraum für seltene Tiere geworden. Das wollen die „Lauschtour“-Leute dadurch erlebbar machen, indem sie typische Geräusche dieser Tiere einspielen. „Wenn der Nutzer weiß, wie der Flussregenkreuzer oder die Kreuzkröte auf der Halde klingen, dann kann er sie vielleicht auch in der Natur identifizieren“, erläutert Neises die Idee.

Dass Monika Seynsche ihre Interviewarbeit in Bergkamen erledigt hat, ist auch aus Sicht der städtischen Tourismus-Förderin Simone Reichert wichtig. 75 Prozent der 30.000 Euro, die sie für dieses Projekt ausgeben will, stammen aus dem Marketingtopf der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden (AGFS). Und dafür sind bestimmte Förderfristen zu beachten.

Um den Bergkamener Audioguide aber auch tatsächlich in den App-Shops unterzubringen, bleibt den Lauschtour-Machern aber noch etwas mehr Zeit. Naturgemäß richtet sich der neue Audio-Guide an Radfahrer und Wanderer, also an Menschen, die an der frischen Luft unterwegs sind, erläutert Reichert: „Deshalb soll er spätestens zu Beginn der Freiluft-Saison Ende April oder Anfang Mai fertig werden.“

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