Die Hindernisse für Busfahrgäste werden nicht überall beseitigt

dzBarrierefreie Haltestellen

Die Stadt strebt an, möglichst alle über 100 Bushaltestellen in ihrem Gebiet barrierefrei zu gestalten. Oft nutzt sie Straßenbauarbeiten dafür. Allerdings ist sie nicht für alle Haltestellen zuständig.

18.09.2019, 16:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Bergkamen gibt es über 100 Bushaltestellen. Und längst nicht alle sind barrierefrei, obwohl das Gesetz das eigentlich fordert. Für die Haltestellen ist nicht etwa der Busbetreiber VKU zuständig, sondern jene Institution, der die Straße gehört. Die meisten Haltepunkte liegen an Kommunalstraßen und fallen damit in die Zuständigkeit der Stadt Bergkamen.

Stufenloser Einstieg und Orientierung für Blinde

Sie will nun nach und nach dafür sorgen, dass die Bordsteine an den Haltestellen erhöht werden, damit die Fahrgäste beim Einstieg keine Stufen überwinden müssen. Zur Barrierefreiheit gehört außerdem ein so genanntes taktiles System mit Riffeln im Pflaster, an dem sich Blinde und Sehbehinderte mit ihren Stöcken orientieren können. In der Regel nutzt die Stadt ohnehin anstehende Bauarbeiten, um die Bushaltestellen auszubauen. So wie jetzt an der Leibnizstraße.

Auf der Leibnizstraße werden Schäden beseitigt

Dort sollen massive Schäden beseitigt werden. „Und wenn wir schon einmal dabei sind, können wir auch die Bushaltestelle barrierefrei umgestalten“, meint der Leiter des Planungsamtes, Thomas Reichling. Die vorgesehenen Baukosten von 180.000 Euro erhöhen sich dadurch um rund 200.000 Euro. Doch das Geld steht zur Verfügung. Die Stadt verwendet dafür Mittel, die ursprünglich für Bauarbeiten an der Töddinghauser Straße und an der Dorndelle/Buchweizkamp vorgesehen waren. Die verschieben sich. Die Straßen Dorndelle und Buchweizenkamp können die Straßenbauer beispielsweise erst vollenden, wenn der neue Kreisverkehr an der Erich-Ollenhauser-Straße für die L 821n fertig ist. Der Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr, der am 24. September, tagt und der Stadtrat, der zwei Tage später tagt, müssen zustimmen, aber das dürfte wohl nur eine Formsache ein.

Für die Fluhme-Kreuzung ist das Land zuständig

Die Stadt hat zuletzt Straßenbauarbeiten Am Römerberg genutzt, um die Bushaltestellen barrierefrei zu machen. Auch die stark frequentierten Haltestellen an der Präsidentenstaße sind inzwischen ohne Hindernisse für Menschen mit Einschränkungen. Es gibt aber auch noch Haltestellen, die auf der Wunschliste der Stadt stehen. Zum Beispiel die an der Kreuzung Fritz-Husemann-Straße/Werner Straße, der sogenannten Fluhme-Kreuzung, die ein wichtiger Umsteigepunkt sind. Allerdings handelt es sich dabei um Landesstraßen, die dem Landesbetrieb Straßen.NRW gehören: „Dem haben wir auch schon Hinweise gegeben“, sagt Reichling. Bisher aber ohne Erfolg.

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