Die Heiler Chronik soll in diesem Jahr erscheinen

dzArbeit des Stadtarchivars

Stadtarchivar Martin Litzinger ist tief in die Heiler Ortsgeschichte eingetaucht. Bis er die Chronik des heutigen Bergkamener Stadtteils veröffentlicht, dauert es aber noch ein wenig.

07.03.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Sie soll möglichst 2019 erscheinen“, sagt Litzinger auf Nachfrage. „Allerdings eher zum Jahresende.“ Die Recherche- und Forschungsphase hat er weitgehend abgeschlossen. „Jetzt muss ich noch das Manuskript schreiben“, sagt Litzinger. Wer weiß, wie aufwendig es ist, einen historischen Text ebenso fachgerecht wie leserfreundlich zu verfassen, der ahnt, dass auf Litzinger noch eine Menge Arbeit zukommt. Zumal er als Stadtarchivar auch noch andere Aufgaben hat und sich derzeit unter anderem um die Ausbildung neuer Gästeführer kümmert.

Archiv in Duisburg

Möglicherweise wird er für die Heiler Chronik auch noch eine Archivreise unternehmen. Die würde ihn nach Duisburg führen. Dorthin ist jener Teil des Landesarchives umgezogen, der bisher in Düsseldorf beheimatet war. In der Landeshauptstadt hatte sich Litzinger bereits mit Quellen zur Heiler Ortsgeschichte befasst. „In dem Archiv liegt der Nachlass des Klosters Werden“, erläutert er. Die um 800 herum gegründete Benediktiner-Abtei, die bis 1802 existierte, hatte auch Besitz in Heil. Auch in den heutigen Stadtteilen Mitte, Oberaden sowie in Overberge verfügte das Kloster über Flächen.

Über diese ehemals eigenständigen Gemeinden hat Litzinger bereits Chroniken veröffentlich, ebenso über Rünthe und Weddinghofen. Der Band über Heil wird also die Serie von Lokalgeschichten der Gemeinden vervollständigen, die sich 1966 beziehungsweise 1968 (Overberge) zur Stadt Bergkamen zusammenschlossen.

Zwei Chroniken sind vergriffen

Das erste Buch „Bergkamen - vom Bauerndorf zum Industrieort“ hatte Litzinger 2003 veröffentlicht. Es ist inzwischen ebenso vergriffen wie „Oberaden - Die ,Römerberg‘-Gemeinde im Wandel der Zeit“, das der Archivar 2007 herausgab. Die Bände „Rünthe - Gemeinde zwischen Lippe und Bever“ von 2005 und „Overberge - Ein Dorf und seine Geschichte“ von 2011 sowie „Weddinghofen - Die ,Kuckuck‘-Gemeinde in alter und neuer Zeit“ von 2017 gibt es für jeweils 11,80 Euro im Bürgerbüro im Rathaus und im Stadtmuseum in Oberaden.

Litzinger kann sich grundsätzlich vorstellen, Neuauflagen der vergriffenen Chroniken herauszugeben. „Ich werde öfter darauf angesprochen“, sagt er. Da seit dem Erscheinungstermin schon einige Jahre ins Land gegangen sind, könnte er die Werke zugleich überarbeiten und neue Erkenntnisse einfügen. „Konkrete Pläne dafür gibt es aber noch nicht“, betont der Archivar. Zumal er zunächst einmal die Arbeit für die Heiler Chronik abschließen muss.

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