Die DLRG rettet nicht nur im, sondern auch am Wasser

dzWachdienst

Am Wochenende nach Ostern rücken die Lebensretter der DLRG Bergkamen zum ersten Wachdienst des Jahres aus. Streng genommen sind sie damit ein paar Tage zur früh dran.

Bergkamen

, 13.04.2019, 04:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Die Wachsaison der DLRG läuft üblicherweise vom 1. Mai bis Ende September“, sagt Tobias Schwittek, der Vorsitzende der Bergkamener DLRG-Gruppe. Die ersten Bergkamener Lebensretter rücken allerdings schon am Wochenende 26. und 27. April zum Hengsteysee aus. Dieser Stausee im Verlauf der Ruhr liegt zwischen Dortmund, Witten und Herdecke. Die Bergkamener DLRGer waren dort schon öfter im Einsatz, auch am Möhnesee haben sie gewacht. Das ist einer Kooperationsvereinbarung zu verdanken, die die Bergkamener bereits 2016 mit dem DLRG-Bezirk Dortmund abgeschlossen haben. Seitdem können sie im Wachtdienst an westfälischen Seen eingesetzt werden.

Auf dem See wird gesegelt und Kanu gefahren

Zum Baden dürfte das Wasser Ende April noch zu kalt sein. Aber es gibt noch andere See-Nutzer, auf die Rettungsschwimmer aufpassen. Auf dem Hengsteysee wird gesegelt, gerudert und Kanu gefahren. Und wenn einer der Wassersportler kentert, dürfte er froh sein, wenn ein ausgebildeter Lebensretter in der Nähe ist. „Außerdem retten wir nicht nur im, sondern auch am Wasser“, sagt Schwittek. Um den Hengsteysee führt ein etwas 6,5 Kilometer langer Fuß- und Radweg. Und wenn ein Radler stürzt oder ein Inliner-Fahrer die Balance verliert, dann stehen die DLRGler bereit, um Erste Hilfe zu leisten. „Das kommt sogar häufiger vor, als das wir jemanden aus dem Wasser retten müssen“, sagt Schwittek. Diese Erfahrungen hätten auch andere DRLGler gemacht.

Wachdienst auch am Ostsee-Strand

Die Bergkamener DLRG leistet nicht nur Wachdienst an den Seen in der Region, sondern auch am Meer. Dafür müssen die Mitglieder naturgemäß etwas weiter reisen. Im Sommer sollen sich wieder DLRG-Gruppen aus Bergkamen auf den nach Scharbeutz und nach Pelzerhaken an der Ostsee machen, um dort an den Stränden zu wachen. Der Wachdienst an Seeufer und Meeresküste ist natürlich vor allem eine Aufgabe für erfahrenere DLRGler. „Das Mindestalter liegt bei 16 Jahren“, erläutert Schwittek. Und sie müssen über eine entsprechende Ausbildung verfügen. Dafür bietet die DLRG im Mai mehrer Module für die Fachausbildung Wasserrettung an. Die Prüfung ist für den 26. Mai geplant.

Auch im Naturfreibad wacht die DLRG. Hier üben die Lebensretter

Auch im Naturfreibad wacht die DLRG. Hier üben die Lebensretter © Borys Sarad


Wachdienst auch im Heimatrevier

Die DLRG Bergkamen wacht aber auch im Heimatrevier. So wird sie nach Schwitteks Angaben auch wieder den Wachdienst im Naturfreibad übernehmen. Wenn dort kein qualifizierte Rettungsschwimmer oder keine qualifizierte Rettungsschwimmerin aufpasst, dürfen die Menschen nicht ins Wasser.

Ein weitere wichtiger Eintrag im Kalender der DLRG ist auch für das Wochenende vom 31. Mai bis zum 2. Juni eingetragen. Dann feiern die Bergkamener und ihre Gäste in der Marina das Hafenfest.

Unterstützung für das Hafenfest

Und die DLRG-Mitglieder gehören zu den vielen freiwilligen Helfern, ohne die diese Großveranstaltung nicht möglich wäre. Vor Schwittek und seinen Mitstreiter liegt dann ein arbeitsreiches Wochenende. Aber gerade für die jüngeren Mitglieder sei das eine gute Gelegenheit, Praxiserfahrung zu sammeln, meint der Vorsitzende. Die kommt ihnen spätestens dann zugute, wenn sie alt genug sind, um auch beim Wachdienst an Seen und Meeren teilzunehmen. Wobei der Einsatz beim Hafenfest mehr als eine reine Übung ist. Bei so einer Massenveranstaltung kann schließlich immer etwas passieren. Vor ganz dramatischen Einsätzen sind die Retter im Rünther Hafen aber bisher verschont geblieben, sagt Schwittek: „Das Schlimmste was wir hatten, war, das sich jemand beim Fischerstechen eine Schürfwunde zugezogen hat.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Veranstaltungsort
Bei der Sanierung des studio theaters gibt es die Wahl zwischen Pflicht und Kür
Hellweger Anzeiger Kirche online
Gestreamte Messen wecken bei den Bergkamener Katholiken Lust auf Facebook und Co.