Die Causa Tönnies spaltet die Gemüter königsblauer Oberadener

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Die Causa Tönnies ist auch bei der Versammlung des Schalke-Fanclubs „Königsblau Oberaden 2000“ Thema. Die Meinungen gehen stark auseinander, doch die Mitglieder reagieren besonnen.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Oberaden

, 10.08.2019, 11:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen“. Das war die einhellige Meinung der anwesenden Mitglieder des FC Schalke 04 Fanclubs „Königsblau Oberaden 2000“, als es am Freitagabend bei der Mitgliederversammlung unter Punkt „Verschiedenes“ auch um die Causa Tönnies gehen sollte.

Ein Riss geht durch den Fanclub

„In diesem Punkt geht schon ein Riss durch unseren Fanclub“, weiß der 1. Vorsitzende Detlev Thom zu berichten. „Die einen sind massiv für den Rauswurf von Tönnies, die anderen wollen den Ball lieber flach halten und Tönnies eine zweite Chance geben.“

Doch kaum stellte Detlev Thom die Causa Tönnies zur Diskussion, da setzte sich auch schon die Vernunft bei den anwesenden Schalke-Fans durch, als beide Seiten ganz klar zum Ausdruck brachten, das Thema außen vorzulassen. „Inzwischen will jeder seinen unausgegorenen Senf dazu geben“, meinte einer der Anwesenden. „Das müssen wir nicht auch noch tun.“

Die Causa Tönnies spaltet die Gemüter königsblauer Oberadener

Auch wenn Tönnies‘ Äußerungen die Gemüter spalten, wollen sich die Mitglieder bei der Versammlung nicht in hitzigen Diskussionen verlieren. © Klaus-Dieter Hoffmann

Schwärmen vom Trainings-Camp in Mittersill

Zweimal im Jahr treffen sich die blauweißen Knappen zur Mitgliederversammlung. Im Frühjahr geht es bei der Jahreshauptversammlung natürlich um Wahlen und Berichte, während es am Freitagabend mehr um Informationen und Diskussionen ging. Da das „Haus Heil“ geschlossen ist, fanden sich die „Blauweißen“ nun im Sportlerheim an der Preinstraße ein.

Ins Schwärmen geriet Vorsitzender Detlev Thom, als er den Fan-Club-Mitgliedern von dem Trainings-Camp in Mittersill berichtete, wo er mit vier Vorstandskollegen neun Tage lang erleben durfte, wie sich die Schalker Spieler auf die neue Saison vorbereitet haben. Doch nicht nur den Spielern galt seine besondere Anerkennung, vielmehr auch dem neuen Trainer und seinen überraschend anderen Trainingsmethoden. „Wir können wieder hoffen“, so Thoms Fazit.

Gemeinschaft im Club im Vordergrund

Frustriert war dieser dann von dem neuen Ticket-Vergabe-System bei Schalke, wo man kaum noch durchblickt und deshalb am Ende immer weniger Fans zu den Heim- und Auswärtsspielen reisen können. Die kleinen Kontingente von höchstens 20 Karten führten letztlich dazu, dass die Busse nicht mehr voll würden. „Ich persönlich brauche auch nicht unbedingt ein Ticket“, meinte dann ein Fanclub-Mitglied, als es um die traditionelle Drei-Tages-Fahrt ging, wo auch ein Bundesliga-Spiel auf dem Programm steht. „Mir kommt es doch mehr auf die Gemeinschaft in unserem Fanclub an.“

Die Causa Tönnies spaltet die Gemüter königsblauer Oberadener

Kein Männerverein: Auch viele Frauen sind königsblaue Oberadener. © Klaus-Dieter Hoffmann

„Blau-Weiße Nacht“ zum 20-jährigen Bestehen

Dass diese Gemeinschaft intakt ist, können die Mitglieder am 12. Oktober beweisen, denn dann ist der Fanclub wieder bei der Aktion „Sauberes Oberaden“ dabei. Am selben Abend geht es dann mit möglichst vielen Oberadener Fans zur „Blau-Weißen Nacht“ nach Wickede.

Die Teilnahme dort ist für die Oberadener Mitglieder besonders wichtig, denn schließlich wollen die Oberadener Knappen im nächsten Jahr zu ihrem 20-jährigen Bestehen ebenfalls eine „Blau-Weiße Nacht“ veranstalten, wo dann um die 400 Gäste erwartet werden.

Am Freitagabend wurden daher schon mal die ersten Namen aufgeschrieben, die im Festausschuss mitmachen wollen. „Für eine tolle Stimmung ist natürlich ein guter Disc-Jockey besonders wichtig“, bekräftigte Thom. „Allerdings müssen wir den noch finden.“ Wichtigste Voraussetzungen, so Thom: „Er muß viele Schalker Lieder kennen – und noch wichtiger: Er muß ein Schalker sein!“

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