Die Bummannsburg soll Fahrradtouristen anlocken

dzBodendenkmal

Die Bummannsburg soll 2020 stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Das Museum plant ein Burgfest. Es gibt Ideen, wie das Bodendenkmal zum attraktiven Ziel für Radtouristen wird.

01.01.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die meisten Radfahrer, die am Datteln-Hamm-Kanal in Rünthe entlangradeln, wissen nicht, dass sie ein Bodendenkmal passieren: Die Bummannsburg. Die Reste dieser mittelalterlichen Wallburganlage befinden sich in einem Waldstück zwischen dem Kanal und dem Ostenhellweg. Der Bergkamener Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich will sie stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken – und zwar auch in das der Radtouristen, die auf dem Radweg auf dem Südufer des Kanals unterwegs sind.

Schilder für einen Weg rund um die Bummansburg

Bis die Bummannsburg wirklich zu einem Anziehungspunkt für Radtouristen wird, kann es zwar noch ein bisschen dauern. Aber in absehbarer Zeit soll zumindest ein Schild am Kanalweg auf das Denkmal hinweisen. Es ist Bestandteil der Beschilderung für einen Rundweg, den das Kulturreferat in diesem Jahr ausweisen will. Die Texte für die Schilder sind schon fertig: Museumschef Mark Schrader hatte sie im November im Kulturausschuss vorgestellt.

Die Bummannsburg soll Fahrradtouristen anlocken

So soll der Rundweg aussehen, der um die Bummannsburg führen wird. © Stadt Bergkamen

Und es gibt auch eine Frist, bis wann sie stehen müssen: Bis zum 16. August. An jenem Sonntag richtet das Museum sein Museumsfest aus. Und weil das Haupthaus in Oberaden wegen der Umbauarbeiten nicht zur Verfügung steht, richtet es Schrader in diesem Jahr als Burgfest an der Bummannsburg aus.

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Eine Raststation für die Kanalradler

Ulrich und Schrader haben aber auch Pläne für das Bodendenkmal, die über das Fest im Sommer hinausgehen. Denn um die Bummannsburg als Zwischenstation für Kanal-Radler attraktiv zu machen, muss sich dort einiges ändern, meint der Dezernent. Das fängt schon mit dem Weg zwischen dem Waldstück und dem Kanal an, der bisher für Radfahrer nicht sonderlich attraktiv ist.

Die Bummannsburg soll Fahrradtouristen anlocken

Dieses Schild wird am Beginn des Rundweges stehen. Und es wird auch am Kanal auf die Bummannsburg hinweisen. © Stadt Bergkamen

Außerdem kann sich Ulrich vorstellen, auf dem Burggelände Bänke und Stühle aufzustellen, um eine Art Raststation für Radler zu errichten. Das müsste möglich sein, ohne das Bodendenkmal in Gefahr zu bringen, meint der Dezernent. Allerdings hält er es für unwahrscheinlich, diesen Plan bis zum Burgfest im August zu realisieren.

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Grabungen würden das Denkmal zerstören

Außerdem kann sich Ulrich durchaus vorstellen, gemeinsam mit den Archäologen die Forschung über die bisher weitgehend unbekannte Geschichte der Bummannsburg voranzutreiben. Allerdings stoßen die Forscher auf ein Problem, das schon der Archäologe Schrader benannt hat: Eine grundlegende Grabung würde das Bodendenkmal unwiederbringlich zerstören.

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