Die Bombensucher kommen erst, wenn die PueD GmbH ihre Arbeit erledigt hat

dzBlindgängerverdacht am Kleiweg

Auf dem Gelände, auf dem die PueD GmbH ein Gesundheitshaus errichten will, liegt möglicherweise eine Bombe. Die Vorbereitungen für die Räumung muss der Bauherr schaffen. Das dauert.

Bergkamen

, 27.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis die Bombensuche auf dem PueD-Gelände am Kleiweg beginnt, dauert es wohl noch eine ganze Weile. Dementsprechend wird sich auch der seit Jahren angekündigte Bau eines Gesundheitshauses samt Kindergarten weiter verzögern. Das liegt nicht nur daran, dass die Kampfmittelräumer derzeit eine Menge zu tun haben. Die müssen das Areal untersuchen, weil bei Sondierungen im Januar zwei Verdachtsstellen auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt wurden.

Die PueD GmbH muss den Asphalt aufbaggern

Bevor die Bomben-Experten nachschauen können, ob wirklich Sprengkörper im Boden liegen, muss die Asphaltdecke des ehemaligen Parkplatzes vor der früheren Bergbauberufsschule, dem heutigen Fakt-Campus, aufgegraben werden. „Das ist Sache des Bauherrn“, sagt Heiko Brüggenthies vom städtischen Ordnungsamt. Also muss sich die PueD GmbH darum kümmern. Und das kann dauern: „Wir schreiben den Auftrag gerade aus“, sagte der PueD-Pressesprecher Andreas Schmid auf Anfrage.

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Doch selbst, wenn ausreichend große Löcher im Asphalt ausgehoben sind, werden die Bombensucher nicht sofort anrücken. Mit den notwendigen Grabungen beauftragt der Kampfmittelräumdienst nach Angaben von Brüggenthies eine von vier privaten Firmen, die natürlich über das notwendige Fachwissen verfügen. Die haben im Moment ziemlich viel zu tun. Um einen Termin zu vereinbaren, seien deshalb üblicherweise drei bis fünf Wochen Vorlauf notwendig, meint Brüggenthies. Manchmal hätten die Spezialgräber auch kurzfristig Zeit, weil anderswo eine Bombensuche ausfallen muss. Aber um diese Chance zu nutzen, müsste die PueD GmbH die Vorbereitungen auf dem Parkplatz abgeschlossen haben.

Evakuierung der angrenzenden Wohngebiete

Falls bei den Grabungen tatsächlich eine Bombe im PueD-Untergrund entdeckt wird, kommt ein Sprengmeister der Bezirksregierung Arnsberg, um sie zu entschärfen. In diesem Fall wird die Stadt Bergkamen eine Evakuierungsaktion einleiten. Damit haben Brüggenthies und seine Kollegen im Rathaus inzwischen hinreichend Erfahrung.

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In diesem konkreten Fall wären wohl nur die unmittelbar angrenzenden Wohngebiete betroffen. Wenn unter dem PueD-Gelände keine außergewöhnlich große Bombe liegt, dann befinden sich weder das Seniorenheim Sophia noch die Pfalzschule im Evakuierungsradius, meint Brüggenthies. Das würde die Angelegenheit deutlich erleichtern. Aber bevor überhaupt jemand eine Bombenräumung planen kann, muss erst mal die PueD GmbH ihre Arbeit erledigen.

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