Die Bayer-Werkfeuerwehr ist noch besser ausgestattet – und die Allgemeinheit profitiert

dzNeue Fahrzeuge

Die Bayer-Werkfeuerwehr hat zwei neue, besonders leistungsfähige Fahrzeuge bekommen. Davon profitiert nicht nur die Sicherheit im Bergkamener Chemiepark, sondern auch die Allgemeinheit.

Bergkamen

, 26.11.2019, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bayer-Werkfeuerwehr hat zwei neue Fahrzeuge bekommen ist noch besser ausgestattet. Das Unternehmen hat die alte Drehleiter durch eine moderne Teleskopmastbühne ersetzt. Außerdem hat die Feuerwehr einen echten Zuwachs zu verzeichnen: ein sogenanntes „Hilfeleistungslöschfahrzeug“, das allerdings schon gebraucht ist. Die Werkfeuerwehr hat es vom Bayer-Standort in Berlin übernommen, wo es nicht mehr benötigt wird.

Beide Fahrzeuge sind speziell für die Einsätze in der Industrie ausgelegt. Sie verfügen zum Beispiel über besonders große Schaummitteltanks mit einem Volumen von zusammen 2400 Litern. Auch die Wassertanks sind größer als bei vergleichbaren Feuerwehrfahrzeugen. Die Teleskopmastbühne bietet sogar in dreifacher Hinsicht eine Verbesserung gegenüber der Drehleiter. Sie ist wesentlich flexibler einsetzbar und fast doppelt so hoch: Statt bisher knapp über 20 Meter kann sie bis auf 44 Meter Höhe ausfahren. „Außerdem hat sie deutlich leistungsfähigere Pumpen“, sagt Martin Pape, der Sprecher des Bergkamener Bayer-Werks.

Sieben Fahrzeuge und 42 Berufsfeuerwehrleute

Insgesamt stehen den hauptberuflichen 42 Bayer-Feuerwehrleuten jetzt sieben Fahrzeuge zur Verfügung. Sie arbeiten im Schichtsystem, sodass die Werkfeuerwehr rund um die Uhr einsatzfähig ist. Sie werden unterstützt von 49 freiwilligen Feuerwehrleuten, die im Werk arbeiten und in Notfällen bei Einsätzen ebenfalls zur Verfügung stehen. „Viele von ihnen sind in der freiwilligen Feuerwehr aktiv, sodass sie meist über große Erfahrung verfügen“, sagt Pape. Ein prominentes Beispiel ist Dietmar Luft, der bis Anfang des Jahres für lange Zeit Stadtbrandmeister in Bergkamen war.

Hilfe auch außerhalb des Werks

Die Einsätze der Werkfeuerwehr beschränken sich übrigens nicht nur auf den Chemiepark. Dort sorgen sie nicht nur für die Sicherheit im Bayer-Werk, sondern auch bei den anderen Unternehmen Lanxess und Huntsman. Die Bayer-Werkfeuerwehr ist Teil des TUIS-Systems des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), das in speziellen Notfällen ebenfalls eingreift.

Dabei kann es sich zum Beispiel um Unfälle mit Chemikalientransportern auf der Autobahn handeln, für die die öffentlichen Feuerwehren nicht ausgerüstet sind. In einigen Fällen stellt die Werkfeuerwehr auch nur ihr speziell auf Chemieunfälle ausgerichtetes Equipment bereit. Vor einigen Jahren kam es zum Beispiel zu einem Großbrand in einem Elektrobetrieb in Hamm, der sich nur mit Kohlendioxid (CO2) löschen ließ, das die Werkfeuerwehr zur Verfügung stellte.

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