Wolfgang Dreier ist als Gründer der Motorradtour am ersten Mai bekannt. Nun schafft er mit einer großen Blühwiese in Oberaden ein Paradies für Insekten – für seine Frau und sich.

von Stefan Milk

09.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Wenn der durchschnittliche Ehemann vom schlechten Gewissen geplagt ist, weil er der Liebsten so lange keine Blumen mehr mitgebracht hat, kauft er einen Strauß. Der Oberadener Wolfgang Dreier entschied sich für die große Lösung.

Blühwiese anlegen

Tipps und Tricks

Wer es wie Wolfgang Dreier machen möchte und sich für das Einsäen einer Wildblumenwiese interessiert, sollte ein paar Aspekte beachten:
  • Gute Stellen für Blumenwiesen sind nährstoffarme, eher trockene Böden in sonniger Lage.
  • Der richtige Zeitpunkt zur Aussaat ist zwischen März und Mai.
  • Die Vorbereitung des Bodens ist wichtig und der Vorbereitung für die Anlage eines Rasens sehr ähnlich
  • Im ersten Jahr kann es nötig sein, die Blumenwiese zwei- oder dreimal zu mähen, um ungewollte Wildkräuter zu unterdrücken. Ab dem zweiten Jahr wird die Blumenwiese nur noch einmal im Herbst gemäht.
Weitere Anregungen gibt es zum Beispiel beim Naturschutzbund Deutschland und beim Bund für Umwelt und Naturschutz.

Auf seinem Grundstück an der Mühlenstraße ließ er rund 500 Quadratmeter Grasnarbe abfräsen. Auf dieser Fläche brachte er Anfang des Jahres Krokuszwiebeln und 500 Tulpen in die Erde. Danach säte er eine Mischung unterschiedlicher Blumen aus. Inzwischen stehen Wolfgang Dreier und seine Frau Ursula in einem Blütenmeer unterschiedlichster Farben und beobachten fasziniert Bienen, Hummeln und andere Insekten, die sich in den Blütenkelchen gütlich tun.

Kaninchen lieben Heu von Blumenwiesen

Die prachtvoll blühende Wiese setzt sich aus über einhundert verschiedenen Blumensorten zusammen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Das führt dazu, dass bis in den Herbst immer eine Vielzahl unterschiedlicher Blüten das Oberadener Ehepaar und zahlreiche Insekten erfreuen wird. Im Herbst wird die Blumenwiese gesenst. „Das Heu bleibt dann drei Wochen liegen, damit der Samen noch in den Boden rieseln kann. Dann wird die blühende Wiese im kommenden Jahr noch dichter“, erklärt Wolfgang Dreier. Für das Heu, das dann im Herbst anfällt, sucht er noch einen Kaninchenzüchter: „Ich habe gehört, dass Kaninchen das Blumenwiesenheu lieben. Und für unser Heu garantieren wir, dass es nie mit Kunstdünger oder anderer Chemie in Kontakt gekommen ist.“

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Riesige Blumenwiese in Privatgarten

Die überwältigende Blütenpracht in Oberaden begeistert nicht nur Insekten. Der Garten von Ursula und Wolfgang Dreier überzeugt durch eine riesige Blumenwiese.
09.07.2019
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Mohnblüten gibt es in vielen Schattierungen, natürlich auch in Knallrot© Stefan Milk
Pastelltöne aller Schattierungen erfreuen den Betrachter© Stefan Milk
Hummeln sind ebenso begeistert von der Wiese wie das Ehepaar Dreier© Stefan Milk
Ursula und Wolfgang Dreier freuen sich über ihre 500 Quadratmeter große Blumenwiese© Stefan Milk
Ursula und Wolfgang Dreier freuen sich über ihre 500 Quadratmeter große Blumenwiese© Stefan Milk
Ursula und Wolfgang Dreier freuen sich über ihre 500 Quadratmeter große Blumenwiese© Stefan Milk
Auch Bienen sind regelmäßige Gäste der Wiese© Stefan Milk
Perfekte Idylle: Im Vordergrund tausend Blüten, im Hintergrund Nachbars Pferde© Stefan Milk
Bienen kommen bei Dreiers auf ihre Kosten© Stefan Milk
Ursula und Wolfgang Dreier freuen sich über ihre 500 Quadratmeter große Blumenwiese© Stefan Milk
Blütentraum in Oberaden© Stefan Milk

Wolfgang Dreier führte 40 Jahre lang die Kamener Maifahrt an und gilt als ihr Erfinder. Mehrere hundert Motorradfahrer trafen sich immer am 1. Mai auf dem Alten Markt und fuhren gemeinsam zu Zielen in der Umgebung. Vorweg fuhr immer Dreier, der das Großereignis mit seinen Freunden geplant hatte.

Heute steht er in seiner blühenden Wiese und freut sich, dass nicht nur seine Frau Ursula und er Freude daran haben, sondern auch zahllose Insekten davon profitieren und demnächst noch ein paar Kaninchen.

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Als Motorradfahrer mal etwas für die Umwelt tun

Und dann grinst er, der immer noch einige Motorräder besitzt und gelegentlich auch bewegt, und sagt: „Ich bin in meinem Leben so viel Motorrad gefahren, da musste ich auch mal was für die Umwelt tun.“

Die Antwort auf den Schottergarten: Blütentraum in Oberaden

Perfekte Idylle: Im Vordergrund tausend Blüten, im Hintergrund Nachbars Pferde. © Stefan Milk

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