Die Abrissbagger am Stadtmuseum sollen Rücksicht auf den Weihnachtsmarkt nehmen

dzMuseums-Umbau

Einerseits möchte Museumschef Mark Schrader die Abrissbagger möglichst bald bestellen, um Platz für den neuen Eingang zu schaffen. Andererseits will er sich die Adventsstimmung nicht verderben.

Oberaden

, 04.09.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Theoretisch können die Abrissbagger bald rollen, die den Zwischentrakt des Museumsgebäudes in Oberaden beseitigen sollen. Auf diese Weise wird Platz für den neuen Eingangsbereich des Museums geschaffen. Den Auftrag für den Abriss hat die Stadt auch bereits ausgeschrieben und will die Ergebnisse Ende des Monats auswerten, berichtet der Leiter Museums, Mark Schrader. Allzu aufwendig sollte der Abriss nicht werden, besonders groß ist der Gebäudeteil, in dem früher die Druckwerkstatt untergebracht war, schließlich nicht.

Die Abrissbagger am Stadtmuseum sollen Rücksicht auf den Weihnachtsmarkt nehmen

Am 14. und 15. Dezember soll im Stadtmuseum wieder Adventsstimmung ausbrechen. Die sollen die Bauarbeiten möglichst nicht stören. © Marcel Drawe


Weihnachtsmarkt am 14. und 15. Dezember

Allerdings würde Schrader wohl keine Wetten darauf abschließen, dass der Zwischentrakt noch in diesem Jahr verschwindet. Denn es gibt ein festes Datum im Museumskalender, auf das das Abbruchunternehmen auf jeden Fall Rücksicht nehmen muss: das Wochenende 14. und 15. Dezember. An jenen Tagen spielt sich am Museum der Oberadener Weihnachtsmarkt ab. „Und dafür brauchen wir eine festliche Stimmung und können keine Baustelle am Museum gebrauchen“, sagt Schrader.

Womöglich beginnt der Abriss erst Anfang 2020

Falls die Abrissarbeiter es nicht schaffen, ihr Werk bis spätestens Anfang/Mitte Dezember vollständig abzuschließen, würde Schrader es vorziehen, die Arbeiten auf den Beginn des neuen Jahres zu verschieben. Das ist seiner Ansicht nach auch die wahrscheinlichere Variante. Denn bevor der Abriss beginnt, müssen noch weitere Voraussetzungen erfüllt werden. Über den Zwischentrakt verläuft der zweite Fluchtweg, den das Museum aus Sicherheitsgründen vorhalten muss. Deshalb ist als Ersatz der Bau einer Gerüsttreppe geplant, die vom Museumsgebäude auf den Hof führt.

Museum braucht einen zweiten Fluchtweg

Erst wenn dieser Fluchtweg steht, kann der Abriss beginnen. Wenn der Zwischentrakt verschwunden ist, soll nach Schraders Vorstellungen möglichst schnell der Bau des neuen Eingangsgebäude beginnen. Den Entwurf dafür hat der Hagener Architekt Markus K. Meier gestaltet. Er will einen eingeschossigen etwa fünf Meter hohen Bau mit einem Flachdach errichten, der deutlich weiter nach vorne ragt als das bestehende Museumsgebäude. In dem neuen Zwischentrakt will der Architekt nicht nur das Foyer samt Museumskasse und eine Cafeteria unterbringen, sondern auch einen Multifunktionsraum. Den dafür nötigen Bauantrag hat Schrader schon vor einiger Zeit im Rathaus gestellt. Nach Angaben des Baudezernates steht die Genehmigung nun auch unmittelbar bevor.

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