Die Abfallgebühren in Bergkamen sollen steigen: Wie sich Mehrkosten vermeiden lassen

dzMüllabfuhr

Bergkamener, die Geld sparen wollen, sollten zum neuen Jahr den Vorsatz fassen, Müll zu vermeiden. Auch ein Komposthaufen im Garten hilft, Mehrkosten für die Müllabfuhr zu umgehen.

Bergkamen

, 05.12.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bergkamener müssen damit rechnen, dass sie ab 2020 mehr Geld für die Müllabfuhr bezahlen müssen. Der „Entsorgungsbetrieb Bergkamen“ schlägt dem Stadtrat vor, die Müllgebühren für das Jahr 2020 zu erhöhen. Das gilt für die graue Tonne und für den Biomüll. Wer dafür nicht mehr bezahlen möchte und einen Garten hat, sollte sich überlegen, den Biomüll lieber im eigenen Garten zu kompostieren.

Kreis berechnet mehr Geld für die Müllverbrennung

Wie aus der Gebührenrechnung des SEB für den Betriebsausschuss und den Stadtrat hervorgeht, spielen vor allem drei Faktoren eine Rolle: die höhere Umlage, die der Kreis Unna für den Restmüll und den Bioabfall nimmt, der geringe Erlös für Papier und Kartonagen aus der blauen Tonne und Zusatzkosten für die Stadtbildpflege.

Der Kreis Unna nimmt für die Beseitigung einer Tonne Restmüll laut Kreistagsbeschluss 2020 pro Tonne 240,32 Euro. Dabei handelt es sich um die Kosten der Müllverbrennung, die um 2,96 Prozent gegenüber 2019 steigen. Für die Behandlung des Biomülls werden 102,99 Euro pro Tonne fällig – 2,05 Prozent mehr als 2019. Sperrmüll kostet im nächsten Jahr 77,15 Euro pro Tonne. Das sind zwei Prozent mehr als 2019.

Pflege des Stadtbilds kostet zusätzlich Geld

Mit der „Stadtbildpflege“ sind die Kolonnen gemeint, die zum Beispiel den wild weggeworfenen Müll von Straßen, Plätzen und öffentlichen Grünflächen aufsammeln. Damit sind im Rahmen der gemeinsamen Maßnahme „Soziale Teilhabe“ auch Kräfte der Werkstatt Unna beschäftigt. Auch das macht Zusatzkosten in Höhe von 63.871 Euro aus. Immerhin kann der EBB die Steigerung etwas abmildern, weil er bei Rest- und Biomüll 2017 einen Gewinn gemacht hat. Die 60.636 Euro, die er beim Restmüll erwirtschaftet hat, werden zu 100 Prozent angerechnet, die 20.107 Euro beim Biomüll zu 50 Prozent.

Steigerung beim Restmüll um 3,07 Prozent

Das heißt, dass die Gebühren für die graue Restmülltonne um 3,07 Prozent steigen. Das bedeutet bei den gängigen Tonnen: Die Gebühren für die 60-Liter-Tonne steigen von 117,30 Euro auf 120,90 Euro, für die 80-Liter-Tonne von 156,40 auf 161,20 Euro, für die 120-Liter-Tonne von 234,60 auf 241,80 Euro und für die 240-Liter-Tonne von 469,20 auf 483,60 Euro.

Die Gebühren für die grüne Biotonne sollen nicht ganz so stark steigen wie bei der grauen Tonne: für die 60-Liter-Tonne von 51 auf 52,20 Euro, für die 120-Liter-Tonne von 102 auf 104,40 Euro und für die 240-Liter-Tonne von 204 auf 208,80 Euro im Jahr.

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