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DHL-Bote schmeißt Paket ohne Nachricht in den Flur

dzInhalt gestohlen

Das Päckchen, das Ursula Kutzkas Sohn zu Weihnachten geschickt hat, kam zwar pünktlich in der Gedächtnisstraße 7 an, allerdings nicht so, wie es sich die Beschenkte und der Absender gewünscht hätten.

Bergkamen

, 29.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Ursula Kutzka fand das für sie bestimmte Paket im Flur des Mehrfamilienhauses. Aufgerissen und ohne Inhalt. Nicht ganz –¨die selbst gebackenen Plätzchen sind übrig geblieben. Das teure Parfum, das der Sohn ihr geschickt hatte, war weg. Und die Seniorin ist stinksauer. „Ich habe mich maßlos geärgert, dass der Bote das Paket einfach so in den Flur geschmissen hat“, sagt die 76-Jährige. Eine bodenlose Frechheit sei dies, zumal sie gemeinsam mit 19 weiteren Mietparteien in dem Haus lebe. „Einer von ihnen hätte das Päckchen bestimmt angenommen“, ist sich Ursula Kutzka sicher. Doch stattdessen lag es im Flur, so dass jeder, der das Haus betreten hat, auch Zugriff darauf gehabt hätte. Wer auch immer das Parfum stahl, wäre das Paket ordnungsgemäß zugestellt worden, wäre dies nicht passiert, meint die Seniorin. Nachdem sie die Überbleibsel ihres Weihnachtsgeschenkes mit in die eigene Wohnung genommen hatte, habe sie erst einmal mit ihrem Sohn telefoniert und nachgefragt, was denn noch in dem Paket gewesen sei. „Immerhin war es ein Geschenk, ich wollte ja nicht unverschämt klingen“, meint Ursula Kutzka. Das sich aber mehr als die Plätzchen darin befunden habe, lag für sie auf der Hand: „Die Plastikverpackung des Parfüms lag daneben.“

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Wohin mit der Beschwerde

Nach einem Telefonat mit ihrem Sohn, der bestätigte, dass er seiner Mutter ein relativ teures Parfüm geschickt hatte, machte sich die entrüstete Seniorin auf den Weg zur Post-Filiale in Weddinghofen. Sie wollte sich beschweren, dass das Paket „mal eben so“ im Flur entsorgt worden sei. Dass der Inhalt letztlich gestohlen worden sei, das könne sie nun nicht mehr ändern. Aber über die „bodenlose Frechheit“, das Weihnachtspäckchen in den Flur zu schmeißen, darüber wollte sie sich beschweren. Weit gekommen ist sie mit diesem Ansinnen nicht. Zuständig sei der Paketdienst DHL, der die Lieferung übernommen hatte. „Bei der Post wollten sie nichts von diesem Vorfall wissen“, ärgert sich Ursula Kutzka. Sie will sich nun erst einmal weiter durchfragen, wo sich Kunden über die DHL beschweren können. Bei der Post vor Ort konnte ihr dies niemand sagen.

Keine Auskunft

Tatsächlich wäre sie dort allerdings schon an der richtigen Adresse gewesen, teilt Postsprecher Achim Gahr auf Nachfrage mit. Wenn es denn tatsächlich mit dem Paketdienst der DHL geliefert worden ist. Dazu benötige er aber Bestätigung und mindestens die Paketnummer. Um Nachforschungen anstellen zu können. Auf die Frage, wo DHL-Kunden in einem solchen Fall Hilfe erhalten können, mochte der Sprecher keine Antwort geben: „Das kann ich so allgemein nicht sagen, wir antworten nur noch in speziellen Fällen, wenn wir konkret nachvollziehen können, was geschehen ist und wir tatsächlich verantwortlich sind.“

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