Die besten Westernreiter Westfalens treffen sich an diesem Wochenende auf der Sunray-Ranch in Overberge. Und viele von ihnen nehmen bei dieser Meisterschaft noch höhere Ziele ins Visier.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 24.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einmal mehr ist an diesem Wochenende die Sunray-Ranch Austragungsort eines wichtigen Reit-Turniers der „1. Westernreiter Union Westfalen“. Über 150 Pferd-Reiter-Paare aus ganz Westfalen sind dieses Mal mit ihrer Entourage angereist.

Bei dieser wichtigen Westfalenmeisterschaft mit Westfalen-Trophy-Wertung geht es nicht nur um Pokale und Urkunden, die besten Pferde und Reiter dürfen im Herbst sogar zur Deutschen Meisterschaft nach Kreuth am Tegernsee reisen, wo sich dann rund 700 Reiterpaare auf dem riesigen Areal tummeln werden.

Der Weg zur Deutschen Meisterschaft führt über die Sunray-Ranch in Overberge

Auf dem Parcours müssen Pferd und Reiter Aufgaben lösen. © Marcel Drawe


Anspruchsvolle Übungen auf dem schwierigen Parcours

Doch bis man hierfür die „Quali“ in der Tasche hat, müssen Pferde und Reiterinnen beziehungsweise Reiter auf dem schwierigen Western-Reit-Parcours der Sunray-Ranch so einige anspruchsvolle Übungen absolvieren.

Selbst die jüngsten Western-Reit-Enthusiasten gingen bei dieser Ausscheidung wieder an den Start. In ihrer „Walk-Trot-Klasse“ wurden die Pferde zwar von Erwachsenen am Führzügel geführt, alles andere mussten die Kinder aber selber meistern. Wie immer, besteht natürlich gerade bei den jüngsten Reitern absolute Helmpflicht.

Der Weg zur Deutschen Meisterschaft führt über die Sunray-Ranch in Overberge

Westernreiten stellt hohe Ansprüche an Pferd und Reiter. © Marcel Drawe


Reiter müssen aufpassen, dass sie nicht abgeworfen werden

Keine Helmpflicht besteht hingegen bei den erwachsenen Reitern, obwohl es auch dabei gelegentlich schon mal angesagt wäre. Denn gerade beim „Ranch Riding“ spritzt bei den abrupten Stopps des Pferdes der Sand schon mal im hohen Bogen nach vorne, dreht sich das Pferd flink um 360 Grad, wobei der Reiter dann sehen muss, dass er nicht abgeworfen wird.

Bei diversen „Trail“-Aufgaben muss das Pferd zudem an Hindernissen, die einem „Cowboy“ schon mal im Wilden Westen begegnen könnten, zeigen was es kann – und zwar selbstständig, mit viel Geschick und in der passenden Gangart.

Für den Laien kaum zu erkennen sind die anspruchsvollen „Pattern“, also die Laufwege, die ein Pferd auf dem Parcour-Reitplatz während einer Übung zu absolvieren hat. Pferd und Reiter sollten diese natürlich exakt im Kopf haben, denn am Rand des Geschehens werden beide natürlich von Wertungsrichtern auf Schritt und Tritt beobachtet und ein Spickzettel ist da verständlicherweise eher von Nachteil.

Der Weg zur Deutschen Meisterschaft führt über die Sunray-Ranch in Overberge

Die Sieger eines Wettbewerbes stellen sich zur Ehrung auf. © Marcel Drawe


40 ehrenamtliche Helfer stehen bereit

Rund 40 ehrenamtliche Helfer stehen Sunray-Ranch-Boss und Veranstalter Albert Schulz, der natürlich genau wie Sohn Albert jun. und Tochter Ann-Katrin im Wettbewerb mitmischt, bei solchen Reitereignissen zur Seite. Denn gerade bei solchen Großveranstaltungen gibt es so einiges zu tun.

Beispielsweise an der großen Reithalle, wo sich die Pferde bei den sommerlichen Temperaturen gerne mal abduschen lassen, aber auch in der Gastronomie, in der Shoppingmeile mit vielen Angeboten und auch in der Meldestelle, wo bei Inge Wortmann, der „Guten Seele“ des Turniers, die organisatorischen Fäden zusammenlaufen.

Der Weg zur Deutschen Meisterschaft führt über die Sunray-Ranch in Overberge

Nicht nur Menschen und Pferde sind beim Westernreit-Turnier dabei. © Marcel Drawe


Die Reiter kommen mit eigenen Wohnwagen

Meistens reisen die Western-Reiter mit eigenem Wohnwagen an und bilden auf dem großzügigen Gelände gelegentlich sogar eine „Wagenburg“. Aber nicht um sich abzuschotten, so Albert Schulz senior. „Wir sind hier eine eingeschworene Gemeinschaft, alle halten zusammen, alle sind per „Du“. Und wenn es beim Reit-Stil noch einiges zu verbessern gilt, geben wir uns natürlich auch gegenseitig Ratschläge.“

Ist das Turnierjahr dann vorbei, zeigt sich Albert Schulz gerne von seiner spendablen Seite. So geht es in diesem Herbst für alle Helferinnen und Helfer in ein verlängertes Wochenende nach „Pullmann City“ im Harz, wo es sogar eine echte Westernstadt mit Saloon, Live-Musik, Western-Shows, Cattles und natürlich viel westernmäßigem BBQ gibt.

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