Der Stadtrat formuliert den Wunschzettel für das neue Bad

dzGeplantes Ganzjahresbad

Die Bürger konnten ihre Wünsche äußern, die Ratsfraktionen sind informiert. Jetzt soll der Stadtrat den Wunschzettel an die GSW für das neue Schwimmbad beschließen.

Bergkamen

, 27.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Das neue Bergkamener Bad wird wahrscheinlich ein 25-Meter-Becken mit sechs Bahnen bekommen, einen abgetrennten Reha-Sport-Bereich mit ein oder zwei Becken, einen Sprungturm mit separatem Sprungbecken, einen eigenen Bereich für Kinder und Jugendliche und einen Mehrzweckraum für Vereine. Das Bad könnte ein Cabriodach bekommen, eine Textilsauna oder ein Dampfbad, eine Erlebnisrutsche und das eine oder andere zusätzliche Element, das es für zahlende Besucher, insbesondere für Familien interessant machen könnte.

Beschluss in der kommenden Ratssitzung

Den Wunschzettel an die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) zu formulieren, ist Sache des Stadtrats. Eine Aufgabe, die er möglichst schon in der kommenden Ratssitzung am Donnerstag, 11. Juli, erfüllen soll. „Wir müssen endlich zu einem Ergebnis kommen und den Planungsprozess starten“, sagt Bürgermeister Roland Schäfer, der beim Bad Tempo macht. Der Bürgermeister weist auf die immer weiter steigenden Baukosten hin und auf die Bedürfnisse vieler Nutzer: Seit der Kreis Unna die Nutzung des Schwimmbads an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule begrenzt hat, fehlen beispielsweise Reha-Gruppen Wasserflächen.

Online-Forum ist jetzt geschlossen

In den vergangenen Wochen hatten die Stadtwerke bei einem Bürgerinformationsabend und über ein Online-Forum mit dem Namen „deinschwimmbad.info“ die Meinung der künftigen Bad-Nutzer abgefragt. Am Mittwochabend hatte es einen von GSW-Chef Jochen Baudrexl geleiteten Informationsabend für die Ratsfraktionen gegeben – mit Meinungsäußerungen, aber noch ohne Votum für das eine oder andere Element.

Stadtwerke sollen jetzt einen Vorschlag für das Bad machen

Aus all dem sollen die Stadtwerke jetzt einen Vorschlag destillieren, wie das künftige Bergkamener Ganzjahresbad aussehen soll und dabei eine grobe Kostenschätzung abgeben. Daraus soll die Stadtverwaltung bis zum 11. Juli eine Vorlage für den Stadtrat machen. Ob der Stadtrat dem folgt oder noch Änderungswünsche hat, muss die Ratsmehrheit entscheiden.

Kostenrahmen ist der entscheidende Faktor

Der entscheidende Faktor dabei dürfte sein, dass das neue Bad in einen bestimmten Kostenrahmen passen muss, und dass die Betriebskosten beherrschbar bleiben müssen.

Der Stadtrat formuliert den Wunschzettel für das neue Bad

Ein Becken aus dem Wellenbad zu erhalten, ist wahrscheinlich zu aufwendig und zu teuer. Dass das neue Bad später noch einen echten Freibadbereich bekommt, schließt der Bürgermeister aber nicht aus. © Marcel Drawe

Freibad wohl nur eine Option für später

Auch deshalb wird wahrscheinlich der Wunsch vieler Bergkamener unerfüllt bleiben, dass das neue Bad einen echten Freibadbereich mit einem Außenbecken haben soll. Schäfer würde darin nicht das große Problem sehen. „Wir haben in Bergkamen ein Freibad – das Naturfreibad in Heil und das wollen wir auch unbedingt erhalten“, sagt Schäfer. Das Gelände am Häupenweg, auf dem das Ganzjahresbad gebaut werden soll, biete außerdem genug Platz, später noch ein Freibad anzulegen.

Der Stadtrat formuliert den Wunschzettel für das neue Bad

Der Bürgermeister hält ein Cabriodach für sinnvoll. Ob sich der Stadtrat anschließt, steht noch nicht fest. © picture alliance / dpa

Cabriodach und Erlebnisrutsche

Schäfer persönlich wünscht sich für das neue Bad einige Elemente, die es gegenüber Schwimmbädern in der Nachbarschaft hervorheben soll, wie das Cabriodach und eine Erlebnisrutsche. Das Cabriodach hätte schon in diesem Frühjahr gute Dienste geleistet, meint Schäfer. „Dann hätten die Nutzer schon Freibad-Gefühl haben können, bevor die Freibäder öffnen konnten“, meinte er.

Genaue Kosten stehen erst nach dem Architektenentwurf fest

Eine genaue Kostenschätzung wird es vermutlich erst geben, wenn der Architektenentwurf fertig ist, den die GSW nach dem Ratsbeschluss in Auftrag geben können. Er soll in etwa einem Jahr vorliegen. Dann sollen die genauen Zahlen noch einmal auf den Prüfstand kommen und damit auch die Ausstattung des Bades. Der Bürgermeister hofft, dass dann keine Abstriche vom Wunschkonzept notwendig sind. „Dass wir noch etwas draufsatteln können, kann ich mir nicht vorstellen“, sagte er.

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