Der RVR verschiebt den Plattform-Bau schon wieder – diesmal auf das nächste Jahr

dzBeversee

Im September sah es so aus, als könnte es bald was werden mit dem Wiederaufbau der Plattform am Beversee. Aber die Hoffnung erfüllt sich nicht: Der RVR fängt noch einmal ganz von vorne an.

24.10.2019, 14:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn es um den Wiederaufbau der Aussichtsplattform am Beversee geht, dann ist die Haltbarkeitsdauer von Aussagen des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sehr kurz. Der aktuelle Stand der Dinge: Die Holzkonstruktion wird frühestens im ersten Halbjahr 2020 wiedererrichtet. Dabei hatte der RVR noch im September angekündigt, eine externe Firma mit dem Plattform-Bau zu beauftragen, so dass sich „in den nächsten Wochen“ etwas tun werde am Beversee. Inzwischen ist dieser Plan aber schon wieder Makulatur.


Jetzt müssen Ingenieure ran

Der Verband habe sich entschlossen, das Podest nicht einfach nur rekonstruieren, sondern auch zu „modernisieren und optimieren“, sagte Dirk Janzen vom RVR Ruhr Grün auf Anfrage. Zudem solle es auch mit Informationen über das Naturschutzgebiet ausgestattet werden. Nachdem Janzen Rücksprache mit der Bauabteilung des RVR gehalten hat, hat er allerdings erfahren, dass es dafür nicht einfach reicht, die Plattform auf den noch bestehenden Fundamenten aufzubauen, sonderndass sie komplett neu konstruiert werden muss „Das ist ein Ingenieursbauwerk“, sagte Janzen. Die Planung benötige eben einige Zeit. Und die wolle sich der RVR nehmen, meinte Janzen, weil es sich schließlich um den einzigen Aussichtspunkt am Beveresee handele.

Der RVR verschiebt den Plattform-Bau schon wieder – diesmal auf das nächste Jahr

Bis Naturfreunde wieder diesen Blick auf den Beversee genießen können, dauert es noch: Der RVR hat den Wiederaufbau der Plattform erneut verschoben. © Marcel Drawe


Plattform fehlt seit drei Jahren

Auf den Blick aus erhöhter Perspektive aufs Wasser müssen Naturfreunde und Spaziergänger schon ziemlich lange verzichten. Der RVR hatte die marode Plattform vor drei Jahren zunächst gesperrt und dann demontiert. Danach war der Wiederaufbau immer wieder verschoben worden – zumeist mit der Begründung, dass dem Verband die personellen Kapazitäten fehlten. Und offenbar reichten die zurückliegenden drei Jahre auch nicht aus, um die Planung für einen „optimierten“ Aussichtspunkt in Angriff zu nehmen, die die Ingenieure nun für den RVR gestalten sollen.

„Enttäuscht“ von der erneuten Verschiebung ist Karlheinz Röcher, Vorsitzender des „Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen“. Der hatte eine Anwohneranregung an die Stadtverwaltung gestellt, um den Plattformbau schneller voranzutreiben. Die Stadt hält diese nach der Ankündigung des RVR für „erledigt“, wie es in einer Vorlage für die Sitzung des Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr am 31. Oktober heißt. Für die Arbeit des RVR gilt dieses Prädikat allerdings erst, wenn wieder eine Plattform am Beversee steht. Janzen macht dazu zumindest eine ungefähre Aussage: „Sie soll zum Beginn der neuen Wandersaison fertig sein.“

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