Der Rückkauf des Rünther Marktplatzes rückt näher

dzAntrag der SPD

Der „Aktionskreis Wohnen und Leben“ fordert schon länger, dass die Stadt den Marktplatz in Rünthe zurückkauft. Bisher ohne Erfolg. Aber nun zieht auch die SPD diese Möglichkeit in Betracht.

Bergkamen

, 24.09.2019, 11:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem sich jahrelang auf dem ehemaligen Marktplatz in Rünthe nichts getan hat, wird die Stadt wahrscheinlich in Kürze Kontakt mit dem Eigentümer aufnehmen, dem Wohnbauunternehmen Vivawest. Auslöser dafür ist eine Bürgeranregung des „Aktionskreises Wohnen und Leben Bergkamen“, der in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag, 26. September (16.30 Uhr, Ratssaal) auf der Tagesordnung steht. Der Vorsitzende der Initiative, Karlheinz Röcher, fordert schon länger, dass die Stadt den Platz zurückkauft.

Auch die SPD denkt über den Rückkauf nach

Und nun wird sich das Rathaus tatsächlich mit dieser Frage befassen: Denn auch die SPD-Fraktion hat einen Antrag für den Ausschuss gestellt, der ausdrücklich auf dem von „Wohnen und Leben“ aufbaut: „Der geht uns allerdings nicht weit genug“, sagt der Fraktionsvorsitzende Bernd Schäfer auf Nachfrage. Die Sozialdemokraten wollen, dass die Stadt in diesem Zusammenhang auch den Kreis Unna kontaktiert. Der hat in einem Gutachten festgestellt, dass der Boden des Marktplatzes vor einer möglichen Wohnbebauung saniert werden muss. Schäfer vermutet, dass sich bisher kein Interessent gefunden hat, der das Areal an der Kanalstraße bebauen will.

Der Rückkauf des Rünther Marktplatzes rückt näher

Karlheinz Röcher vom „Aktionskreis Wohnen und Leben“ hatte die Forderung nach einem Rückkauf bereits bei einem Stadtteil-Spaziergang im März erhoben. © Stefan Milk


Baudezernent lehnte einen Rückkauf bisher ab

Noch im Frühjahr hatte der städtische Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters die Rückkauf-Forderung weit von sich gewiesen und das damit begründet, dass Vivawest mit bauwilligen Investoren verhandele. Offenkundig ist daraus aber nichts geworden. Derzeit lägen keine Pläne für eine wohnungswirtschaftlichen Nutzung vor, teilt Unternehmenssprecher Gregor Boldt auf Nachfrage mit. Die SPD würde es laut Schäfer nach wie vor bevorzugen, wenn auf dem Rünther Marktplatz neuer Wohnraum entsteht. Aber den Sozialdemokraten ist eben auch bewusst, welche Hürde dabei die hohen Sanierungskosten darstellen. Deshalb greift die SPD in ihrem Antrag auch die „Leben und Wohnen“-Idee auf, den Marktplatz in eine Grünfläche umzuwandeln. Dann wäre der Sanierungsaufwand wohl nicht so hoch, meint Schäfer

Grünfläche wäre eine Alternative

Die Stadt hatte den Marktplatz vor etlichen Jahren an die ehemalige RAG-Tochter „Wohnbau Westfalen“ verkauft, die dann später in der Vivawest aufgegangen ist. Die kann sich nach Angaben ihres Sprechers Rückkauf-Gespräche mit der Stadt vorstellen. „Aber das ist natürlich auch eine Frage des Preises“, meint SPD-Fraktionschef Schäfer.

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