Der Rohbau des neuen Museums-Eingangstraktes soll noch in diesem Jahr stehen

Umbau des Museums

Derzeit ist Museumschef Mark Schrader mit den Vorbereitungen der Sonderausstellung zur Mondlandung beschäftigt. Doch spätestens im Herbst soll der Umbau des Museums sichtbare Formen annehmen.

Bergkamen

, 25.06.2019, 04:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Rohbau des neuen Museums-Eingangstraktes soll noch in diesem Jahr stehen

Die Besucher der Sonderausstellung zur Mondlandung betreten das Stadtmuseum noch durch den alten Haupteingang. Doch nach deren Ende sollen die Bauarbeiten für den neuen Eingangsbereich beginnen. © Stefan Milk

Im Moment ruht die Umgestaltung des Stadtmuseums, denn am Sonntag wird die Sonderausstellung zur Mondlandung eröffnet. Wenn die am 25. August zu Ende geht, wird es aber ernst mit dem Umbau. Schrader hofft, dass dann bald der Abriss des maroden Zwischentraktes beginnt, in dem früher die Druckwerkstatt untergebracht war. Er soll Platz machen für den komplett neugestalteten Eingang des Museums.

Neubau für einen neuen Eingang

Der Hagener Architekt Markus K. Meier plant dafür einen eingeschossigen etwa fünf Meter hohen Neubau mit einem Flachdach, der deutlich weiter nach vorne ragt als das bestehende Museumsgebäude. In dem neuen Zwischentrakt will der Architekt nicht nur das Foyer samt Museumskasse und eine Cafeteria unterbringen, sondern auch einen Multifunktionsraum. Der Zeitplan sieht laut Schrader vor, dass in diesem Jahr zumindest noch der Rohbau fertig werden soll. Das hängt allerdings auch davon, ob sich bei der Ausschreibung ein Unternehmen mit freien Kapazitäten findet. Bekanntlich sind nahezu alle Firmen aus der Baubranche derzeit bestens ausgelastet.

Der Rohbau des neuen Museums-Eingangstraktes soll noch in diesem Jahr stehen

Museumsleiter Mark Schrader hat nicht nur Pläne für den Umbau seines Hauses, sondern weiß auch, was er dort zeigen will. © Stefan Milk


Schrader verhandelt mit den LWL-Archäologen

Schrader führt derzeit aber nicht nur Gespräche mit Bauexperten, sondern auch mit den Archäologen vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Dabei geht es vor allem um den „Herrn von Bergkamen“, also jenes Fürstengrab, das die Altertumsforscher vor einigen Jahren auf der Baustelle für den Logistikpark A2 entdeckt haben. Schrader möchte die Originalfunde in seinem Haus zeigen. Dafür will er eigens eine Klimakammer bauen lassen, um die notwendigen Ausstellungsbedingungen für die wertvollen und empfindlichen Exponate herzustellen. Und er ist optimistisch, dass er sich mit den Kollegen vom LWL einigt.

Der Rohbau des neuen Museums-Eingangstraktes soll noch in diesem Jahr stehen

Mark Schrader hofft, die Orginalfunde aus dem Logistikpark in seinem Museum präsentieren zu können. © Stefan Brentf�hrer


Zwei Museen wollen sich die Funde teilen

Derzeit verhandelt er mit ihnen über eine Vereinbarung, die im Grunde auf eine Kooperation mit dem LWL-Museum hinausläuft: „Wir wollen uns die Funde teilen“, sagt Schrader. Ziel sei es, dass die Originalstücke einige Jahre lang im Bergkamener Stadtmuseum zu sehen sein werden. Wenn sie für Sonderausstellungen ausgeliehen werden oder im Herner Museum ausgestellt werden, könnten die LWL-Archäologie andere Fundstücke aus dem Frühmittelalter zur Verfügung stellen. Dank der neuen Ausstellungsmöglichkeiten könnte Schrader sie dann in Oberaden präsentieren. Das würde das Bergkamener Stadtmuseum enorm aufwerten. Bis zu Unterzeichnung der Vereinbarung müssten zwar noch einige Details geklärt werden, sagt Schrader. Aber er ist zuversichtlich, dass die Einigung zustande kommt: „Das ist eine Situation, von der beide Seiten profitieren.“

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