Der „Rathausplatz“ besteht aus Busbahnhof und Straße – jetzt soll er zum Platz werden

dzNeugestaltung

Es gibt zwar die Adresse „Rathausplatz“ in Bergkamen, aber ein Platz ist dort beim besten Willen nicht zu sehen. Das soll sich demnächst ändern. Es gibt schon Pläne.

Bergkamen

, 28.04.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Bergkamener Rathaus hat die Adresse „Rathausplatz 1“, die Sparkassen-Hauptstelle liegt am „Rathausplatz 2“ und das neue Gebäude „Stadtfenster“ soll die Adresse „Rathausplatz 4“ bekommen. Besucher, die Bergkamen nicht kennen, könnten leicht auf die Idee kommen, dass sich alle drei Gebäude an einem schönen Altstadtplatz befinden.

Stattdessen erwarten den Besucher drei relativ moderne Gebäude, der Busbahnhof und eine breite Straße, die sich zudem nur relativ schwer und meist nur mit Umwegen überqueren lässt. Fußgänger und Radler fühlen sich zwischen Bussen und Autos eher bedrängt, als dass sie das Gefühl haben, sich auf dem zentralen Platz der Stadt zu befinden.

Neugestaltete Fläche vor dem „Stadtfenster“

Das soll sich bald ändern, sagt Christiane Reumke vom Planungsamt der Stadt. „Wir wollen den Rathausplatz als Platz erlebbar machen“, sagt sie. Dazu soll der gesamte Bereich der ehemaligen Hubert-Biernat-Straße zwischen Busbahnhof, Sparkasse und Stadtfenster neu gestaltet werden. Vor dem Stadtfenster soll eine „Aufstellfläche“ entstehen, die als Platz erkennbar ist.

Die neue Gestaltung soll den Verkehr bremsen, den Weg für Fußgänger einfacher und sicherer machen. Reumke ist sich sicher, dass der Fußgängerverkehr an dieser Stelle noch einmal zunimmt, wenn das Stadtfenster wie geplant am 1. Juli bezogen wird. Wenn wie geplant das Bäckerei-Café, die GSW-Beratungsstelle und später auch das Kulturreferat in das Gebäude einziehen, würden Fahrgäste, die auf den Bus warten, noch häufiger über die Straße gehen.

Zusätzliche Fahrrad-Abstellanlage

Dem Klimaschutz soll die neue Gestaltung auch nützen. Vor dem Stadtfenster soll es zusätzliche Fahrrad-Abstellanlagen geben. Sie sollen das Umsteigen von dem einen auf das andere umweltverträgliche Verkehrsmittel leichter machen – vom Fahrrad in den Bus oder umgekehrt. Reumke geht davon aus, dass die neue Gestaltung außerdem ein weiterer Baustein ist, um das zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren als Alternative zum Auto attraktiver zu machten.

Das ist ein weiterer Mosaikstein für das Mobilitätszentrum, das am Rathaus geplant ist. Unter anderem ist vor dem Büro der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW), das ins Stadtfenster einziehen soll, eine E-Zapfsäule geplant. Später soll am Rathaus zum Beispiel auch ein Car-Sharing-Angebot hinzukommen.

Bei der Neugestaltung soll auch mehr Rücksicht auf Menschen mit Behinderung genommen werden. Sehbehinderte hatten beispielsweise geklagt, dass sie sich im Rathaus-Umfeld nur schwer orientieren können.

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