Der Platz in den Grundschulen reicht aus – sagt die Schuldezernentin

dzSchulanmeldungen

Mit Prognosen hat die Stadt bei den Kindergartenplätzen schlechte Erfahrungen gemacht. Bei den Schulen soll das nicht passieren, sagt die Dezernentin. Dort lasse sich verlässlicher kalkulieren.

Bergkamen

, 05.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei den Prognosen für die Kindergartenplätze hat sich die Stadt kräftig verkalkuliert. Das führt dazu, dass es seit Jahren einen akuten Mangel bei der Kinderbetreuung gibt. Wenn die Kindergartenzeit vorbei ist, kommen die Mädchen und Jungen in die Grundschule. Die städtische Schuldezernentin Christine Busch macht sich aber keine Sorgen, dass auch hier der Platz nicht ausreichen könnte.

Denn die Zahlen der Erstklässler ließen sich erheblich besser vorhersagen als die Kindergartenanmeldungen, meint Busch. Das liegt an der Schulpflicht und am Einschulungsalter: „Jedes Kind muss zur Schule gehen“, sagt Busch. „Und die Kinder sind alle schon geboren worden, wenn die Planungen für ein Schuljahr beginnen.“

Gleichwohl löst die Demographie schon einmal Verschiebungen aus. So kalkuliert das Schulamt aktuell mit 462 Anmeldungen für das kommende Schuljahr; das sind 53 mehr als vor einem Jahr. Bei derzeitigem Stand der Dinge wird es im kommenden Schuljahr 446 Schulanfänger geben. Diese Zahl wird sich mit Sicherheit noch verändern, etwa durch Zu- und Fortzüge. Aber die sind nicht so gravierend, dass sie die Planungen zu sehr durcheinander bringen.

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Das Anmeldeverhalten ist schwer zu prognostizieren

Schwieriger ist das Anmeldeverhalten der Eltern zu prognostizieren, die ihre Kinder auf eine Schule ihrer Wahl schicken dürfen. Das führt zum Beispiel dazu, dass die Overberger Grundschule Schüler abweisen muss, während die Gerhart-Hauptmann-Schule einen deutlichen Rückgang bei den Anmeldungen verzeichnet.

Der Platz in den Grundschulen reicht aus – sagt die Schuldezernentin

So sieht der Entwurf für den Neubau der Jahnschule in Bergkamen-Oberaden aus. Die Schule bekommt mehr Platz, die Klassenkapazität wird sich aber nicht erhöhen. © Martin Heiderich

Andere Schulen schöpfen ihre Kapazitäten nicht voll aus. So wird die Jahnschule in Oberaden im neuen Schuljahr zwei erste Klassen bilden, obwohl eigentlich Platz für drei wäre. Das soll auch so bleiben. Der Neubau für die Jahnschule, den die Stadt auf dem Gelände der ehemaligen Burgschule plant, soll ebenfalls für drei Klassen pro Jahrgang ausgerichtet sein. Dadurch veränderet sich die Gesamtkapazität der Bergkamener Grundschullandschaft also nicht.

Aber Busch ist ja auch überzeugt, dass der Platz in den Grundschulen für die unmittelbare Zukunft ausreicht. Auf die Klassengrößen selbst hat das Schulamt aufgrund des Anmeldeverhaltens der Eltern allerdings nur geringen Einfluss: So bildet die Gerhart-Hauptmann-Schule drei erste Klassen mit je 19 Schülern, während in der Overberger Grundschule jeweils 28 Kinder in die erste Klasse gehen.

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