Der neue Hettstedter Bürgermeister Dirk Fuhlert will Kontakte nach Bergkamen ausbauen

dzBesuch aus Hettstedt

Den Europa-Tag hat Hettstedts Bürgermeister Dirk Fuhlert verpasst, zum Hafenfest kam er. Und er brachte neue Ideen mit, um die Verbindung zu Bergkamen zu festigen und auszubauen.

Bergkamen

, 04.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Allein schon die Tatsache, dass der neue Hettstedter Bürgermeister Dirk Fuhlert das Hafenfest besuchte, spricht für eine stabile Partnerschaft mit Bergkamen. „Eigentlich wollte ich ja schon zum Europatag bei der Blumenbörse im Mai kommen“, berichtete Fuhlert. Aber da machte ihm eine Sportverletzung einen Strich durch die Rechnung. Deshalb holte er den Besuch beim Hafenfest nach - obwohl er am selben Wochenende noch eine Großveranstaltung im Terminkalender hatte: Den Sachsen-Anhalt-Tag in Quedlinburg.

Erste Visite als Bürgermeister

Fuhlert war nicht zum ersten Mal in Bergkamen. Aber es war seine erste Visite, nachdem er Anfang des Jahres sein Amt als Bürgermeister angetreten hat. Sein Bergkamener Amtskollege Roland Schäfer und die Partnerschaftsbeauftragte Angelika Joormann-Luft haben dann auch den Eindruck gewonnen, dass es Fuhlert wirklich ernst ist mit der Städtepartnerschaft. Und gerade Hettstedt ist ein Beispiel dafür, dass die Einstellung des Stadtoberhauptes sehr wohl Bedeutung hat. Die Verbindung zwischen Bergkamen und der Stadt im Mansfelder Land entstand bereits kurz nach der Wiedervereinigung. Aber viele Jahre lang war sie mehr oder weniger eingeschlafen. „Das lag aber an den Hettstedter Stadtoberen“, betont Schäfer.

Partnerschaft 2011 wiederbelebt

Erst als Fuhlerts inzwischen verstorbener Vorgänger Danny Kavalier 2011 ins Rathaus einzog, lebten die Kontakte ins Ruhrgebiet wieder auf. Fuhlert will Kavaliers Erbe offenkundig bewahren und ausbauen. Und wie Schäfer ist er der Ansicht, dass eine partnerschaftliche Verbindung zwischen zwei Städten nicht alleine von den Treffen ihrer Bürgermeister und ihren Stadtverwaltungen, sondern vor allem von den Kontakten ihrer Bürger leben.

Bergkamener Bürgerfahrt als Vorbild

Da kann sich Fuhlert gut vorstellen, sich Bergkamen zum Vorbild zu nehmen, das in diesem Jahr schon die zweite Bürgerreise nach Hettstedt organisiert: „Ganz soweit sind wir leider noch nicht“, sagte Fuhlert. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Außerdem steht demnächst vielleicht sogar eine formelle Aufwertung der Verbindung zwischen Bergkamen und Hettstedt auf der Tagesordnung. Bisher besteht zwischen den beiden Kommunen offiziell eine „Städtefreundschaft“. Für diesen Begriff hatten sich die Kommunalverantwortlichen seinerzeit entschieden, weil der Begriff „Städtepartnerschaft“ internationalen Kontakten vorbehalten war. Fuhlert schlägt vor, nun auch einen offiziellen Partnerschaftsvertrag abzuschließen. Er wüsste auch schon einen passenden Termin: „Am 27. Oktober 2020 wird unsere Städtefreundschaft 30 Jahre alt.“

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