Der Metallbauer ist optimistisch, dass er das Kreuz vom Rost befreien kann

dzSt. Elisabeth

In der katholischen Gemeinde St. Elisabeth Bergkamen herrscht Optimismus, dass das Kreuz bald wieder auf den Turm der Kirche zurückkehrt. Und zwar die Originalkonstruktion aus dem Jahr 1958.

Bergkamen

, 26.03.2019, 13:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die liegt zur Zeit bei der Metallbaufirma von Christoph Knepper in Heil. Der Fachmann hat bereits einen intensiven Blick auf die Metall-Konstruktion geworfen. Dabei hat er festgestellt, dass sich das Kreuz nicht in einem ganz so schlechten Zustand befindet, wie ursprünglich befürchtet, berichtet der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Hans-Jürgen Klein: „Es sieht so aus, als ob wir es in seiner bisherigen Form erhalten können.“

Die Konstruktion ist 5,80 Meter lang

Das Kreuz musste vom Turm, weil sich Rost gebildet hatte und es wackelte. Dass es sich dennoch um eine solide Konstruktion handelt, merkten Dachdeckermeister Benjamin Suttrop und seine Mitarbeiter, als sie das Symbol in der vergangenen Woche demontierten. Es gelangt ihnen nicht, die Stange zu durchtrennen, die das Kreuz hält. Deshalb mussten sie es mühsam aus der Verankerung unter dem Turmdach lösen und mit Hilfe eines Kranwagens auf die Erde bugsieren. Die gesamte Konstruktion ist 5,80 Meter lang und wiegt mindestens 150 Kilogramm. Und sie soll auch so wieder auf den rund 30 Meter hohen Turm kommen. Dafür muss die Halterung unter dem Dachstuhl natürlich erneuert werden. Die Gemeinde habe bereits einen Statiker bestellt, berichtete Klein.

Der Metallbauer ist optimistisch, dass er das Kreuz vom Rost befreien kann

Die Roststellen am Stahl unter der Kupferschicht sind deutlich zu erkennen. © Hans-Jürgen Klein


Der Stahl hat Rost angesetzt

Metallbauer Knepper soll das Kreuz restaurieren. Der Verdacht, den schon Dachdecker Suttrop geäußert hatte, hat sich bestätigt: Die Stange, die das Kreuz hält, besteht aus massiven Vierkant-Stahl, der mit einer Kupfer-Schicht ummantelt ist. Darunter ist Wasser gelaufen, sodass der Stahl Rost angesetzt hat. Knepper ist optimistisch, dass er den beseitigen kann: „Er rechnet damit, dass er dafür ungefähr zwei Wochen braucht“, sagt Klein. In vier bis fünf Wochen könnte das Kreuz dann wieder auf den Turm kommen.

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Die neue Patina muss erst wachsen

Vorher muss Knepper aber noch eine neue Kupfer-Schicht auf die Stange auftragen: „Das wird man sehen“, meint Klein. „Es dauert eine Weile, bis sich wieder eine Patina gebildet hat.“

Das Gerüst, das für die Kreuz-Demontage aufgebaut worden ist, bleibt dann auch erst einmal stehen. Die Gemeinde will es nutzen, um sich den Turm genauer anzuschauen. Schließlich ist die Kirche insgesamt renovierungsbedürftig. Zugleich soll auch der Innenraum umgestaltet werden. Ein Vorhang-System soll der Gemeinde dann den Möglichkeit geben, den Kirchenraum zu teilen und so auch Raum für kleinere Veranstaltungen zu schaffen. Diese Arbeiten sollen aber wohl frühestens 2020 beginnen.

Der Metallbauer ist optimistisch, dass er das Kreuz vom Rost befreien kann

Die Kugel an der Stange, die das Kreuz hält, zeigt Spuren der Demontagearbeit. © Hans-Jürgen Klein


Das Gerüst bleibt stehen

Aber wenn schon mal das Gerüst steht, könne man bei Bedarf ja auch ein wenig Farbe auf die Stellen auf dem Turm auftragen, die es nötig haben, sagt Klein. Am Dach allerdings muss wohl nichts gemacht werden. Das ist ebenfalls aus solidem Kupfer und in einem guten Zustand, wie der Dachdecker bei der Kreuz-Demontage festgestellt hat.

Hahn soll wieder beweglich werden

Bei der Gelegenheit stellte sich auch heraus, dass der Wetterhahn, der traditionsgemäß auf dem Kreuz thront, seiner eigentlichen Aufgabe nicht mehr nachkommen konnte: Er zeigte die Windrichtung nicht mehr an, weil er fest an der Stahlkonstruktion befestigt war. Inzwischen hat Knepper den Vogel von der Stange entfernt. Aber auch das dient einer Verbesserung, betont Klein: „Er will versuchen, ihn so am Kreuz zu befestigen, dass der Hahn sich wieder drehen kann.“

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