Der kleinste Kleingarten in Bergkamen: Seit 90 Jahren Liebe zur Natur

dzKlein aber fein

Der „KGV Bergkamen" wird 90 Jahre alt und ist somit der älteste Kleingartenverein der Stadt. Für die meisten Mitglieder zählt aber nicht nur die Gartenarbeit, sondern auch das Miteinander.

von Annika Schulte

Bergkamen

, 29.06.2019, 15:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kleingartenverein Bergkamen ist zwar mit 13 Parzellen der kleinste in seiner Umgebung, dafür aber auch der älteste. Und so konnten die Kleingärtner zusammen mit Mitgliedern aus den umliegenden Vereinen bei strahlendem Sonnenschein ihr 90. Jubiläum feiern. Zur Feier des Tages gab es neben Essen und Getränke verschiedene Spiele wie Sackhüpfen und ein Luftballon-Wettbewerb..

Drei Jahre, bis alles fertig war

Dieter Benz ist seit 1991 Vereinsvorsitzender, seine Frau Dorothea ist ebenfalls im Vorstand. Die beiden wissen noch genau, wie es war, als sie 1988 ihren neuen Kleingarten komplett selbst aufgebaut haben. Drei Jahre haben sie gebraucht, bis alles fertig war. Der Verein, der 25 Mitglieder zählt, arbeitet mit anderen Vereinen in einer Interessengemeinschaft zusammen, plant aber auch viele Feiern, wie das Jubiläum. „Ich erinnere mich noch genau an den 60. Geburtstag, hoffe aber, dass wir auch den 100. noch feiern werden", erzählt Dieter Benz.

Insektenhotel und Bienenwiese

Als Vereinsvorsitzende ist es außerdem ihre Aufgabe, sich um die Umsetzung der Gestaltungsvorschriften für die Gärten zu kümmern. „Wir wollen aber nicht kleinlich sein und alles verbieten", fügt Dorothea Benz hinzu. In ihrem eigenen Garten pflanzt das Ehepaar Gemüse in Hochbeeten und kümmert sich um die Obstbäume. Es gibt aber auch ein Insektenhotel und eine Bienenwiese für den Naturschutz. Und einen extragroßen Pool für heiße Sommertage. „Es ist schon eine Menge Arbeit", erzählt sie. „Man hat immer etwas zu tun, aber im Endeffekt lohnt es sich sehr.“ Für die beiden bietet der Kleingarten eine Entspannung vom oftmals stressigen Alltag.

Genau so geht es Damian Skolik. Im Sommer sind er und seine Familie fast jeden Tag in ihren Gärten und kümmern sich um ihre Beete. Da sie gerne neues ausprobieren, gibt es in ihrem Garten fast alles, „von A bis Z“.

Alle helfen sich gegenseitig

Für Richard Woyeck zählt die Gemeinschaft, denn die Anlage sei „klein aber fein“. Dadurch, das jeder jeden kenne, sind die anderen für ihn fast wie eine Familie, in der sich gegenseitig geholfen wird. „Einer ist Elektriker, der andere kennt sich dafür mit Wasserleitungen aus. So können wir alles selber machen", erzählt er. Probleme werden zusammen gelöst. So hatten die Kleingärtner in der Vergangenheit mit Vandalismus und Diebstahl zu kämpfen. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen habe sich das Problem aber deutlich gebessert und man könne die Zeit im Garten wieder genießen, sagt Skolik.

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