Der Kindergarten „Funkelstein“ wird bald ein Familienzentrum

dzKinderbetreuung

Noch ist die Awo-Einrichtung „Funkelstein“ in Oberaden ein ganz normaler Kindergarten. Das wird sich bald ändern, denn er steht kurz davor, ein Familienzentrum zu werden.

Oberaden

, 24.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Awo-Kindergarten „Funkelstein“ bekommt bald Besuch vom Berliner Forschungs- und Entwicklungsinstitut PädQuis. Die Experten aus der Hauptstadt wollen sich die Kita anschauen, um zu entscheiden, ob sie zum Familienzentrum ernannt wird. Das sind Kindergärten, die ein besonders breites Angebot haben und mit anderen Institutionen kooperieren. Dafür bekommen sie eine zusätzlich finanzielle Förderung. Wie der Pressesprecher der Awo Ruhr-Lippe-Ems, Sebastian Laaser, berichtet, will PädQuis noch vor den Sommerferien nach Oberaden kommen.

Zertifizierung nach den Sommerferien

Die Zertifizierung könnte „Funkelstein“ dann einige Wochen später im neuen Kindergartenjahr erhalten. Dass die Prüfer dem Kindergarten den Familienzentrum-Zuschlag verweigern, hält Laaser für ziemlich unwahrscheinlich. Die Vorbereitungen dafür laufen schon seit über einem Jahr. Den entsprechenden Beschluss dazu hatte der Jugendhilfeausschuss der Stadt bereits im Mai 2018 gefällt. „Funkelstein“ war damals der einzige Bewerber als Familienzentrum. Allerdings gibt es in Bergkamen schon viel Erfahrung mit diesen Einrichtungen. Inzwischen existieren elf Familienzentren in Bergkamen.

Kitas mit besonderen Angeboten


Familienzentren in Bergkamen

Mitte: Mikado (Träger: Stadt Bergkamen), Villa Kunterbunt und Wackelzahn ( beide Awo), Bodelschwinghhaus, Büscherstiftung (beide evangelische Kirche Oberaden: Tausendfüßler (Stadt), mittendrin (evangelische Kirche) Overberge: Sprösslinge (Stadt) Rünthe: Montessori (katholische Kirche) Weddinghofen: Springmäuse, Vorstadtstrolche (beide Awo).

Vorerst keine neuen Familienzentrums-Anträge

Zuletzt hatte im vergangenen Jahr der Kindergarten „Wackelzahn“ Am Wiehagen die Zertifizierung erhalten. Dabei wird es vorerst auch bleiben. Wie der Leiter des städtischen Jugendamtes, Ludger Kortendiek, auf Anfrage mitteilte, steht Bergkamen aktuell nicht auf der Liste jener Städte, die in diesem Jahr weiter Familienzentren einrichten dürfen. Die Kriterien dafür legt das Land fest. Dabei spielen soziale Faktoren wie die Zahl von alleinerziehenden Eltern und von Hartz IV-Empfängern eine Rolle sowie die Sozialstruktur in den entsprechenden Stadtteilen. Kortendiek schloss aber nicht aus, dass Bergkamen in den kommenden Jahren weitere Familienzentren einrichten darf. Das Bewerbungsverfahren ist für die Mitarbeiter eines Kindergarten mit einem ziemlich großen Aufwand verbunden.

Die Prüfer kommen wieder

Und wenn sie die Zertifizierung erst einmal erhalten haben, heißt das nicht, dass sie sich auf ihren Lorbeeren ausruhen dürfen. Die Familienzentren müssen sich in regelmäßigen Abständen überprüfen lassen, damit ihr Status verlängert wird. „Auch das ist mit viel Arbeit verbunden“, sagt Laaser. Als Beispiel dafür nennt das Familienzentrum „Atlantis“ in Kamen, dessen Status gerade für vier Jahre verlängert worden ist. Mit dem entsprechenden Verfahren hat die Awo inzwischen eine Menge Erfahrung. Nach Angaben von Pressesprecher Laaser betreibt sie in ihrem Unterbezirk rund 40 Familienzentren.

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