Der Interreligiöse Arbeitskreis Bergkamen gibt nicht auf

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Die Sommerpause nutzen die Mitglieder des Interreligiösen Arbeitskreises, um die Enttäuschung über die abgesagte Stadtrundfahrt zu verdauen. Doch dann wollen sie neue Pläne schmieden.

Bergkamen

, 01.08.2018, 11:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gruppe, der Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften angehören, hat sich für den 10. September zu einem Treffen verabredet. „Und dann wollen wir überlegen, was für eine Veranstaltung wir als nächstes organisieren werden“, sagt Holger Nowakowski, der für die evangelische Martin-Luther-Gemeinde in dem Arbeitskreis sitzt.

Eigentlich hatte der bereits im Juni an die Öffentlichkeit treten wollen. Doch er musste die damals geplante Interreligiöse Stadtrundfahrt zu Bergbaugeschichte in Bergkamen wegen zu niedriger Anmeldezahlen absagen (wir berichteten).

Damit hatte eigentlich keiner der Organisatoren gerechnet. Schließlich hatte es in den vergangenen Jahren zwei solcher Rundfahrten gegeben, an der jeweils weit mehr als 100 Menschen teilnahmen. Die erste Tour im Januar 2013, die das städtische Integrationsbüro organisierte, führte zur Gründung des Arbeitskreises. Der veranstaltete im Frühjahr 2014 die zweite interreligiöse Rundfahrt und außerdem ein Glaubensfest auf dem Stadtmarkt. Alle Veranstaltungen stießen auf gute Resonanz.

Darüber, warum das bei der jüngsten geplanten Stadtrundfahrt nicht der Fall war, können die Mitglieder des Arbeitskreises nur spekulieren: „Vielleicht haben wir die Auswirkungen der Fußball-WM unterschätzt“, meint Nowakowski. Die Leiterin des städtischen Integrationsbüros, Juditha Siebert, glaubt ebenfalls, das sich der Arbeitskreis wohl den falschen Zeitpunkt ausgesucht hat: „Im Sommer ist einfach zu viel los. Die nächste Veranstaltung sollten wir wieder in der kalten Jahreszeit organisieren.“

Dann allerdings würde das ursprüngliche Konzept für die abgesagte Rundfahrt nicht funktionieren: Die Teilnehmer sollten die Möglichkeit haben, sich mit dem Fahrrad durch Bergkamen zu bewegen. Allerdings hätten alternativ auch Busse bereitgestanden, um die einzelnen Stationen anzusteuern.

Nowakowski glaubt dann auch, dass der Arbeitskreis möglicherweise auf die ursprünglichen Vorbereitungen für die Tour zurückgreifen kann. Schließlich stand Stadtarchivar Martin Litzinger bereit, um über die Bergkamener Bergbau-Geschichte zu informieren, zudem waren Besuche in der Bergbauabteilung des Stadtmuseums, in der Barbara- und der Martin-Luther-Kirche sowie in der Milli-Görüs-Moschee an der Ernst-Schering-Straße vorgesehen. „Dort waren jeweils Vorträge geplant, die kann man ja vielleicht doch noch in einer anderen Form halten“, meint Nowakowski. Allerdings steht noch nicht fest, ob der Arbeitskreis tatsächlich noch einen Anlauf zu einer Art Stadtrundfahrt unternimmt. Darüber wollen die Mitglieder beim Treffen im September beraten, kündigt Nowakowski an: „Es kann auch sein, dass wir etwas ganz Neues machen.“

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