Blutiges Popcorn essen, Leichen anschauen, die von der Decke baumeln und einen Gang durch den Spinnentunnel wagen können Besucher im „Bergkamener Haus des Schreckens.“

Bergkamen

, 25.10.2018, 15:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das öffnet pünktlich zur Halloweennacht am 30. und 31. Oktober zum mittlerweile neunten Mal jeweils von 17 bis 22 Uhr seine Gruselkammern. Rund 4000 Besucher kamen im vergangenen Jahr, um sich durch das Labyrinth im Garten von Melanie und Marco Dietrich an der Werner Straße einen Weg zu bahnen. Gänsehaut ist garantiert, Erschrecken ebenfalls: Abgesehen von Totenköpfen, Skeletten und literweise Blut besteht zudem mindestens 35mal die Chance für die Gäste, sich zu erschrecken: Denn ebenso viele Helfer der Familien Dietrich sind in den Gruselkammern als „Erschrecker“ unterwegs.

Mehr als einmal ist es bereits vorgekommen, dass Besucher wieder umkehrten oder einfach nicht weitergehen mochten:

„In der Regel sind es Familien mit Kindern, die umkehren, aber es gab auch schon Erwachsenen, die den Weg durch die Kammern des Schreckens nicht beenden wollten“, sagt Marco Dietrich. Das „Haus des Schreckens“ ist mit all seinen Licht-, Sound- und Nebeleffekten sowie den detailgetreuen Requisiten in der Tat nicht ohne einen gewissen Schauder zu erleben: Für Kinder gelte deshalb eine Altersempfehlung von zehn Jahren, so Dietrich. Seine eigenen Söhne, drei und fünf Jahre alt, könne das Ganze nicht mehr schrecken: Die hätten keine Angst und spielten mit den Geistern.

Der Horror im eigenen Garten

Der mit Totenköpfen, Grabkreuzen und Skeletten ausgestattete Vorgarten an der Werner Straße lässt nur erahnen, wie es im eigentlichen „Haus des Schreckens“ aussieht. © Stefan Milk

Grusel-Labyrinth

Mit einer Halloweenparty in der eigenen Wohnung fing alles: Vor neun Jahren, infizierten sich Marco und Melanie Dietrich mit dem Virus, der bei anderen Gänsehaut pur garantiert. „Von unserer Dekoration waren alle begeistert, aber für mich stand schnell fest: Wir brauchen mehr“, sagt Melanie Dietrich. Mehr Deko, mehr Effekte, mehr Netze, einfach von allem mehr. Das haben die Dietrichs geschafft: Inzwischen ziert den Vorgarten ein kleiner „Friedhof“ mit Totenköpfen, Grabkreuzen, Leichenteilen, das Ganze gekrönt von einer schwarzen Kutsche mit Skelett. Nach einem Besuch zu Halloween im Bottroper Moviepark war klar, dass irgendwann auch den eigenen Garten ein Labyrinth krönen sollte.

FOTOSTRECKE
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Haus des Schreckens

25.10.2018
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Marco und Melanie Dittrich eröffnen zu Halloween wieder das Haus des Schreckens an der Werner Straße 400. © Stefan Milk
Melanie Dietrich hat ebenso wie ihr Ehemann Spaß an den gruseligen Gestalten im eigenen Garten. © Stefan Milk
Täuschend echte Schockeffekte erwarten die Besucher.© Stefan Milk
Am Imbissstand gibt es blutigesPopcorn.© Stefan Milk
Auch Erwachsene mögen hier manchmal nicht weitergehen.© Stefan Milk
Eine Kammer des Schreckens.© Stefan Milk
Es dauert, bis alle Schockeffekte passend angebracht sind. © Stefan Milk
Hier wohnen vorübergehend Schauder und Schrecken. © Stefan Milk
Die Spinnennetze sind in bester Gesellschaft. © Stefan Milk
Das macht manchmal Angst. © Stefan Milk
Noch nicht ganz fertig ist dieser Hausbewohner.© Stefan Milk
Noch ein Bewohner im Haus des Schreckens. © Stefan Milk
Ein blutiges Szenario in der Dusche findet sich ebenfalls. © Stefan Milk
Die Dietrichs haben schon viel rote Farbe verstrichen.© Stefan Milk
Melanie und Marco Dietrich haben Spaß daran, wenn ihre Besucher sich im Haus des Schreckens vergnügen. © Stefan Milk
Melanie und Marco Dietrich haben Spaß daran, wenn ihre Besucher sich im Haus des Schreckens vergnügen. © Stefan Milk
Zum Abschluss können Besucher sich selbst noch in gruseliger Szenerie fotografieren lassen. © Stefan Milk

Dichter Nebel

Der Garten ist nicht mehr als solcher erkennbar, sondern auf den ersten Blick dominieren Bauzäune, Planen und dunkle Vorhänge. Mit dem ersten Schritt ins eigentliche Haus des Schreckens ändert sich das Bild: Es ist überwiegend dunkel, manchmal ist nur ein schwacher Lichtschimmer auf dem Weg von Kammer zu Kammer zu sehen, unterwegs schaukelt kurz ein Knochen ins Gesicht, ein Stück weiter wabert dichter Nebel.

Und dann schlägt eine Tür zu. Das „Haus des Schreckens“ ist von Jahr zu Jahr gewachsen, immer wieder sind neue Ideen und Utensilien dazu gekommen. Die Dietrichs und ihre Helfer machen alles selbst, werkeln oft bis in die Nacht. „Tacker, Schaum und Schrauben sind dabei unsere wichtigsten Begleiter“, sagt Melanie Dietrich. Ebenso wie Farben und Lacke. Ein Bühnenbauer stellt Kabel, Boxen und die schwarzen, schwer entflammbaren Bühnenvorhänge kostenlos zur Verfügung.

Der Horror im eigenen Garten

Melanie und Marco Dietrich lassen sich jedes Jahr etwas Neues einfallen, um ihr Haus des Schreckens noch attraktiver zu gestalten. © Stefan Milk

Warten in der Schlange

Um den erwarteten Besucherandrang ein wenig zu entzerren – auf der Facebookseite des „Bergkamener Haus des Schreckens“ haben sich bereits 23.000 User das Video angesehen – führen die Dietrichs ihre Gäste in Schlangenlinien zum Eingangsbereich. Der Eintritt ist nur in 10er-Gruppen möglich. So hätten alle Gelegenheit, das Ganze in Ruhe wirken zu lassen und Staus zu vermeiden. „Parkmöglichkeiten bestehen an den Seitenstreifen der Werner Straße oder rund um die Marina“, sagt Marco Dietrich, der sich über allzu große Besucherströme keine Sorgen macht. Im Gegensatz zu seiner Frau, die da dem Ganzen doch etwas skeptischer entgegen blickt.

Kostenloser Eintritt

Ebenso wie der Eintritt ins „Haus des Schreckens“, denn der ist kostet ebenfalls nichts. „Wir freuen uns, wenn andere Menschen Spaß haben, wir wollen uns daran nicht bereichern“, sagt Marco Dietrich. Allerdings steht am Ausgang eine Box für freiwillige Spenden – davon kaufen die Dietrichs im kommenden Jahr neues Material. Sie freuen sich, dass sie inzwischen immer professioneller geworden sind. Und werden weiter an ihren Kammern des Schreckens bauen. Allerdings: Die werden Jahr für Jahr neu aufgebaut. Doch mittlerweile haben alle Routine, jeder Griff sitzt, und am Abend des 1. November ist der ganze Spuk wieder vorbei.

  • Das „Bergkamener „Haus des Schreckens“ befindet sich an der Werner Straße 400.
  • Es ist am Dienstag, 30. Oktober, und Mittwoch, 31. Oktober, von 17 bis 22 Uhr geöffnet.
  • Der Eintritt ist kostenlos.
  • Es gilt eine Altersempfehlung für Kinder ab 10 Jahren.
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