Der Eishallen-Betreiber möchte eine Zufahrt, die Stadt sperrt sie ab

dzEissporthalle

Der Betreiber der Eishalle möchte gerne, dass Besucher zum Ausladen vorfahren können. Das hält die Stadt für zu gefährlich. Sie will die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.

Bergkamen

, 18.10.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Dr. Martin Brodde, der Inhaber der Bergkamener Eishalle auf die Poller auf der Zufahrt der Halle zu sprechen kommt, ist ihm der Ärger förmlich anzumerken. Er hält die Absperrungen für sinnlos, zumal sie ohnehin nur zeitweise vorhanden sind. „Die werden immer wieder umgefahren oder umgetreten und dann fährt doch jeder durch“, sagt er.

Am Pollerstumpf die Ölwanne aufgerissen

Am Stumpf eines umgefahrenen Pollers hat sich einer seiner Mitarbeiter kürzlich sogar die Ölwanne aufgerissen. Nicht nur deshalb spricht sich Brodde dafür aus, die Poller ganz zu entfernen und Autofahrern eine Umfahrung zu ermöglichen.

Brodde hält es zwar durchaus für zumutbar, dass die Besucher der Eissporthalle oder der Spielhalle „Monkey Island“ auf dem Wellenbad-Parkplatz am Häupenweg parken und die kurze Strecke zu den Hallen zu Fuß gehen.

Der Eishallen-Betreiber möchte eine Zufahrt, die Stadt sperrt sie ab

Zurzeit sind die Poller an der Zufahrt zur Eishalle entfernt. Die Stadt hat aber schon stabileren Ersatz bestellt. © Marcel Drawe

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Zufahrt zum Anliefern

Es gebe aber immer wieder Menschen, die etwas anliefern wollen und ihre Last nicht zur Halle tragen möchten, hat der Eishallen-Betreiber beobachtet.

Dabei geht es um Eltern, die ihre Kinder samt schwerer Eishockey-Ausrüstung eben vor der Eishalle herauslassen. Oder um Eltern, die mit ihren Kindern in der Spielhalle Kindergeburtstage feiern wollen und schnell ihre Picknick-Utensilien ausladen möchten.

Broddes Vorschlag: Die Stadt soll die Poller auf Dauer wegnehmen und eine Umfahrung als Einbahnstraße schaffen. Besucher von Eishalle und Monkey Island sollen zum Entladen anhalten dürfen und dann ihr Fahrzeug auf dem Wellenbad-Parkplatz abstellen können.

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Stadt sieht Kinder gefährdet

Davon hält die Stadt jedoch nichts, wie Planungsamtsleiter Thomas Reichling deutlich macht. Es sei zu gefährlich, Fahrzeugverkehr in einem Bereich zuzulassen, in dem auch Kinder unterwegs sind, argumentiert er. Die Stadt fürchtet, dass manche Autofahrer zu schnell unterwegs sind und Kinder gefährden.

Das Planungsamt hält es für zumutbar, dass alle Besucher den Wellenbad-Parkplatz benutzen und auch mit Gepäck den Weg zu den Hallen zu Fuß zurücklegen.

Deshalb will sie jetzt auch Nägel mit Köpfen machen. An der Zufahrt zur Eissporthalle stehen bereits Durchfahrt-Verboten-Schilder.

Einen Ersatz für die umgefahrenen Poller hat sie auch schon bestellt und wartet auf die Lieferung. Die neuen Sperrelemente sollen stabiler sein und sich nicht mehr einfach umfahren lassen.

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