Der Drogenkonsument versteckt sein Kokain in der Unterhose

dzGericht

An ungewöhnlicher Stelle fanden Polizeibeamte bei einem Bergkamener dessen „Drogendepot“. Nun musste sich der 30-Jährige wegen Handeltreibens und Besitzes vor dem Amtsgericht Unna verantworten.

von Sylvia Mönnig

Bergkamen

, 22.10.2019, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sicherlich, das Versteck des Bergkameners war gut - aber nicht gut genug für die Polizisten, die ihn am Nachmittag des 23. Juli auf der Erich-Ollenhauer-Straße stoppten und durchsuchten. Sie stießen in der Unterhose des Mannes auf 30 Gramm Kokain. Und das brachte den zunächst in U-Haft und nun auf die Anklagebank.

Seinen Dealer nennt der Angeklagte nicht

Über seine Verteidiger räumte der 30-Jährige die Tat im Prozess umgehend ein. Ein Teil des Kokains sei für ihn selbst gewesen und den Rest habe er verkaufen wollen, um seinen Konsum finanzieren zu können. Angaben zu seinem Dealer oder zu Abnehmern wollte er allerdings nicht machen. Vielmehr versuchte er nun selbst, seine Tat zu erklären. Er habe Kontakt mit den falschen Leuten gehabt, habe sieben bis acht Monate konsumiert und sei in die Kontrolle geraten. Drogen habe er abgeschworen, zumal er seiner Familie damit großes Leid zugefügt habe. Die U-Haft sei für ihn eine sehr eindrückliche Erfahrung gewesen.

15 Monate Haft auf Bewährung

Diese Zeit hinter Gittern, das offene Geständnis und ein bis dato vollkommen leeres Strafregister sprachen am Ende für den Bergkamener. Richter Jörg Hüchtmann brachte es auf den Punkt: Der Angeklagte sei zu Beginn seiner „Karriere“ aufgefallen und das sei offenbar ein Warnschuss zu rechten Zeit gewesen. Für den 30-Jährigen endete der Prozess mit 15 Monaten Haft auf Bewährung.

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