Der Ausbau der Orgel in der Weddinghofer Auferstehungskirche nimmt Gestalt an

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Ein lang gehegter Wunsch von Kantor Dr. Hans-Christian Tacke geht bald in Erfüllung. Die Orgel in der Weddinghofer Auferstehungskirche wird ausgebaut.

Bergkamen

, 01.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Der lang gehegte Wunsch des Organisten der evangelischen Friedenskirchengemeinde nach einem Aus- und Umbau des Instrumentes in der Weddinghofer Kirche nimmt langsam aber sicher Gestalt an. Auch deshalb weil Orgelbauer Jan Steinmann in seinem Inventar gesucht hat und fündig geworden ist: „Er hat einige gebrauchte Orgelpfeifen gefunden, die er als neues Register in die Orgel einbauen kann“, sagt Tacke.

Er will sich Anfang nächsten Jahres mit dem Orgelbauer zu einem Ortstermin in der Auferstehungskirche verabreden, um auszuprobieren, wie die Orgelpfeifen klingen. Aber Tacke ist optimistisch, dass die zu den bestehenden Registern der Orgel passen.

Da der Orgelbauer die zusätzlichen Pfeifen mitbringen wird, wird das den vorgesehenen Etat für den Orgelumbau nicht sprengen. Allerdings liegt der ohnehin ziemlich hoch, denn die Orgel bedarf auch einer grundlegenden Reinigung und Überholung – das ist aufwendig und teuer. Tacke rechnet mit Kosten in Höhe von rund 20.000 Euro. Die Finanzierung steht allerdings so gut wie. Nachdem Tacke bereits im Jahr 2017 eine Spendenaktion ins Leben gerufen und diverse Aktionen und Kollekten veranstaltet hat, ist das Spendenziel fast erreicht. Zuletzt hatte Tacke im Oktober eine größere Gabe einer heimischen Bank erhalten und damit die 19.000 Euro-Marke überschritten. „Jetzt fehlen noch einige hundert Euro“, sagt der Organist. Er ist zuversichtlich, dass er die Vorweihnachtszeit oder spätestens in den ersten Monaten des neuen Jahres zusammenbekommt.

Der Ausbau der Orgel in der Weddinghofer Auferstehungskirche nimmt Gestalt an

An der Orgel in der Friedenskirche kann Hans-Christian Tacke die neuen Klangmöglichkeiten schon nutzen. © Stefan Milk

Denn bis Tacke die Orgel-Rechnung tatsächlich begleichen muss, hat er noch ein wenig Zeit. Auch wenn der Orgelbauer wahrscheinlich im Januar oder Februar zur Pfeifenprobe in die Auferstehungskirche kommt, wird er seine eigentliche Arbeit wohl erst in der zweiten Jahreshälfte in Angriff nehmen: „Der Umbau beginnt frühestens Ende Juni“, sagt Tacke.

Denn für die Reinigung und den Ausbau muss der Fachmann das Instrument komplett auseinanderbauen. Die Orgel steht dann für mehrere Wochen für die Gottesdienste nicht zur Verfügung. Tacke will deshalb abwarten, bis der Reigen der Konfirmationen und auch die Feiern zu Pfingsten abgeschlossen sind.

Wie sich die orgellose Zeit in der Kirche überbrücken lässt, konnte Tacke bereits Anfang dieses Jahres in der Friedenskirche ausprobieren. Dort hatte Orgelbauer Dietmar Franke von der Firma Lobback die Orgel nicht nur grundlegend gereinigt und neu intoniert. Seitdem klingt das Instrument deutlich voller, Tacke freut sich über die neuen Spielmöglichkeiten. In der Auferstehungskirche verspricht er sich sogar eine noch deutlich größere Verbesserung zum aktuellen Orgelklang.

Und er denkt sogar schon über einen weiteren Ausbau des Kircheninstrumentes nach. „Wir wollen die Auferstehungskirche noch stärker als Hochzeitskirche der Gemeinde bewerben“, sagt er. Und dafür muss der den Brautpaaren natürlich auch etwas bieten – auch an der Orgel.

„Ich kann mir vorstellen, dafür einen Zimbelstern anzuschaffen“, sagt Tacke. Das ist ein sogenanntes Effektregister, das aus zwei Elementen besteht. Zu einem aus einem Stern, der am Orgelprospekt befestigt ist und dort rotieren kann. Allerdings hat er keine ausschließlich dekorative Funktion, denn er ist mit einem im Orgel-Inneren verborgenen Spielwerk verbunden, das mehrere Glocken – die so genannten Zimbeln – enthält, deren Klingeln den Klang der Orgelpfeifen ergänzt.

Tacke hält einen solchen Zimbelstern für einen sinnvollen Zusatz für die Orgel, falls sie verstärkt bei Hochzeits-Gottesdiensten zum Einsatz kommt. Die bisher gesammelten Spenden würden allerdings für diese Anschaffung nicht ausreichen, meint er: „Aber vielleicht finden wir ja einen eigenen Sponsor dafür.“

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