Der marode Anbau der Burgschule ist abgerissen. Das bedeutet aber nicht, dass die Bauarbeiten am neuen Standort für die Jahnschule zügig beginnen können.

Oberaden

, 23.11.2018, 14:35 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die erste Voraussetzung für den Umzug der Jahnschule in die ehemalige Burgschule ist geschaffen: Der Anbau aus den 70er Jahren an der Burgschule, der durch einen Neubau ersetzt werden soll, ist in den vergangenen Tagen abgerissen worden. Zurzeit beseitigt das Abbruchunternehmen noch die Reste des Anbaus, dann ist der Bauplatz frei. „Das ist sehr planmäßig vonstatten gegangen. Wir liegen mit der Abrissgenehmigung und den Arbeiten voll im Zeitplan“, sagt Schuldezernentin Christine Busch. Bis der Bau des erforderlichen neuen Anbaus an der Jahnschule beginnt, wird allerdings noch einige Zeit vergehen.

Der Abriss ist vollzogen, der Neubau muss noch warten

Die Jahnschule ist ein einem schlechten Zustand und soll nach dem Umzug abgerissen werden. © Marcel Drawe

Baubeginn noch ungewiss

Die Dezernentin will sich derzeit noch nicht auf einen Zeitpunkt für den Baubeginn festlegen, weil sie sich noch mitten im Abstimmungsprozess befindet. Zurzeit trifft sich der Architekt, der den Neubau plant, regelmäßig mit den Schulleitungen der beiden Oberadener Grundschulen und Vertretern der Stadtverwaltung, um alle Erfordernisse an den neuen Grundschulstandort abzustimmen. Busch hofft, dass dieser Abstimmungsprozess Ende des Jahres abgeschlossen ist. Einen Rahmenplan, den der Architekt dann in eine konkrete Planung umsetzen kann, gibt es dann aber immer noch nicht. Er muss auch noch mit anderen Behörden abstimmen, wie sich die Planung umsetzen lässt.

Dabei geht es unter anderem um Entwässerungsfragen und um den Denkmalschutz, denn die Burgschule steht im Bereich des Bodendenkmals Römerlager. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Obere Denkmalbehörde hat zwar schon grundsätzlich zugestimmt, dass der Neubau im Bereich des bisherigen Anbaus errichtet werden darf. Die Details müssen aber noch abgestimmt werden.

Der Abriss ist vollzogen, der Neubau muss noch warten

Die Preinschule soll die Räume der Musikschule übernehmen und unter anderem für die OGS nutzen. © Marcel Drawe

Langwieriger Abstimmungsprozess

Busch wagt keine Prognose, wie lange dieser zusätzliche Abstimmungsprozess dauert. Erst wenn er beendet ist, kann sich der Architekt an die Detailplanung für die neue Schule machen, die Grundlage für die Ausschreibung der Bauarbeiten bildet. Obwohl der Planungsprozess noch mit diversen Unsicherheiten behaftet ist, hofft die Schuldezernentin weiterhin, dass die Jahnschule im Sommer 2020 zum Schuljahresbeginn 2020/2021 an ihren neuen Standort umziehen kann.

Falls es zu Verzögerungen kommt und der Umzugstermin doch nicht haltbar ist, sieht die Dezernentin keine großen Probleme. Die Schule habe sich in ihren bisherigen Gebäuden so eingerichtet, dass sie dort auch noch etwas länger bleiben könnte. In dem bisherigen Gebäude, das von Ende der 50er Jahre stammt, musste die Stadt zwei Räume wegen eines Baufehlers sperren. Außerdem sind die Bauten in einem so schlechten Zustand, dass sich nach Erkenntnissen der Stadt eine Sanierung nicht mehr lohnt.

Der Abriss ist vollzogen, der Neubau muss noch warten

Die Schulstandort und der Standort der Feuerwehr in Oberaden sollen zum Teil wechseln.

Musikschule zieht ebenfalls um

Bei der zweiten Oberadener Grundschule, der Preinschule, sind nicht so große Baumaßnahmen notwendig. Die Musikschule, die dort Räume für Kurse nutzt, soll ausziehen und Platz für eine Neustrukturierung der Grundschule und für eine Erweiterung der OGS machen.

Die Musikschule soll ohnehin einen komplett neuen Standort bekommen, aber ihren Sitz in Oberaden behalten. Das bedeutet, dass auch die Zentrale von ihrem bisherigen Standort am Stadtmuseum in neue Räume umziehen soll, um Platz für den Umbau des Museums zu machen. Busch will Kurse und Zentrale ebenfalls an den Burgschul-Standort verlegen. Auch dafür soll der Architekt die notwendigen Räume bei seinen Planungen vorsehen.

Der Abriss ist vollzogen, der Neubau muss noch warten

Das Feuerwehr-Gerätehaus in Oberaden ist zu klein und marode und soll durch einen Neubau ersetzt werden. © Marcel Drawe

Feuerwehr muss warten

Betroffen von Verzögerungen beim Umzug der Jahnschule an den Burgschul-Standort wäre vor allem die Oberadener Einheit der Bergkamener Feuerwehr. Das Gerätehaus unmittelbar neben der Jahnschule ist mittlerweile zu klein und befindet sich ebenfalls in einem baulich schlechten Zustand. Die Stadt will ein neues, größeres Gerätehaus auf dem Gelände der Jahnschule bauen, sobald die Schule umgezogen ist und die Gebäude abgerissen sind. In dem neuen Feuerwehrhaus soll auch die Jugendfeuerwehr einen festen Sitz bekommen. Busch, die auch für die Feuerwehr zuständig ist, geht davon aus, dass die Planungen für das neue Gerätehaus in der zweiten Jahreshälfte 2019 beginnen. „Wir wollen die Prozesse schon parallel laufen lassen“, erläutert die Dezernentin. Mit den ersten konkreten Maßnahmen rechnet sie allerdings erst 2021. Das Schuldezernat müsste nach dem Auszug der Schule erst einen Abrissantrag stellen und eine Baugenehmigung für den Neubau des Gerätehauses stellen.

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