Der Abriss am Stadtmuseum kann beginnen

dzBaustelle eingerichtet

Die Stadt hat einen zuverlässigen Unternehmer für den Abriss des Museum-Nebengebäudes gefunden. Die Baustelle ist schon eingerichtet, nach dem Jahreswechsel rollen die Bagger.

20.12.2019, 16:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tage des Zwischentraktes neben dem Museumsgebäude in Oberaden sind endgültig gezählt: Die Paul Kamrath GmbH aus Dortmund hat dort bereits eine Baustelle eingerichtet und will am ersten Arbeitstag des neuen Jahres mit dem Abbruch beginnen. Es ist der zweite Versuch der Stadt, einen Auftragnehmer für den Abriss zu bekommen.

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Der Unternehmer, der nach der Ausschreibung im Herbst ursprünglich den Zuschlag erhalten hatte, ließ sich einmal blicken und ward dann nicht mehr gesehen. Deshalb kommt jetzt die Kamrath GmbH zum Zuge, die bei der Ausschreibung auf dem zweiten Platz gelandet war.

Der neue Auftragnehmer berechnet 3000 Euro mehr

Allerdings erledigen die Dortmunder die Arbeit zu einem deutlich höheren Preis als der ursprüngliche Ausschreibungssieger: „Wir müssen 3000 Euro mehr bezahlen“, berichtet Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich. Dafür kennt der neue Auftragnehmer das Gebäude bereits: Er hat das Gutachten für die Entsorgung der Trümmer erstellt. „Auch das hatten wir ausgeschrieben“, berichtet Ulrich.

Der Abriss-Unternehmer, der schließlich absprang, vertrat nach Ulrichs Angaben die Ansicht, er müsse ein eigenes Gutachten erstellen. Möglicherweise erklärt das sein günstiges Angebot: Vielleicht erhofft sich der Firmeninhaber eine Zusatzeinnahme als Gutachter.

Die Trümmer kommen auf die Sondermüll-Deponie

Das bereits bestehende Gutachten kommt zu dem Befund, dass das Gebäude giftiges Asbest enthält, das entsprechend entsorgt werden muss. Weil es sich um relativ kleines Gebäude handelt, werde das Abriss-Unternehmen den gesamten Schutt auf eine Sonderdeponie bringen, sagt Ulrich: „Das kommt billiger, als wenn wir die einzelnen Stoffe auseinandersortieren ließen.“

Der Abriss am Stadtmuseum kann beginnen

So sieht der Entwurf des Architekten Markus Meier für den Neubau am Stadtmuseum aus. © Meier + Partner Architekten

Da Kamrath gleich zu Beginn des Jahres starten will, gerät der Zeitplan für den Museumsneubau durch die Verzögerung nicht allzu sehr durcheinander. „Der Abriss der Druckwerkstatt dauert maximal zehn Tage“, meint Ulrich. Danach ist der Weg frei für einen Neubau, der den neuen Museumseingang samt Foyer sowie ein Museumscafé und einen Veranstaltungsraum enthalten wird. Ulrich will die Aufträge Anfang nächsten Jahres ausschreiben. Idealerweise würde der Neubau noch 2020 fertig. Das darauffolgende Jahr ist dann für den Um- und Ausbau des Museumshauptgebäudes vorgesehen. Zum Abschluss will der Kulturdezernent dann noch den Museumsplatz neu gestalten: „Aber das werden wir wohl erst im übernächsten Jahr angehen.“

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