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Den LWL-Fachleuten gefallen die Pläne für das Museum

dzUmbau des Museums

Die Aus- und Umbaupläne für das Stadtmuseum stoßen bei den Fachleuten des Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) auf positive Resonanz. Und das könnte sich auch finanziell auszahlen.

Bergkamen

, 12.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Jedenfalls ist Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich optimistisch, dass die Stadt eine Förderung aus der LWL-Kasse für die Museumsgestaltung bekommt. Anlass für diese Hoffnung bietet ein Besuch der Leiterin des LWL-Museumsamtes für Westfalen, Dr. Ulrike Gilhaus, die sich am Donnerstag bei einem Besuch in Oberaden die Aus- und Umbaupläne für das Museum vom Architekten erläutern ließ. Und davon war sie so angetan, dass sie Ulrich ermutigte, einen Förderantrag zu stellen. Ob tatsächlich Geld fließen wird, kann Ulrich noch nicht garantieren. Um alle Anforderungen für so einen Antrag zu erfüllen, werde es wohl bis September dauern, meinte er - möglicherweise auch bis Anfang 2020.

Doch Ulrich ist schon jetzt mit den Ergebnissen der LWL-Visite zufrieden. Denn Gilhaus und ihr Fachberater für Konservierung und Restaurierung Stephan Brunnert, stellten nicht nur Fördermittel in Aussicht, sondern sagten vor allem auch Unterstützung und Beratung für den Umbau des Museums und die Umgestaltung des Bergkamener Museums zu. Und das Kulturdezernat greife gerne auf die Komptenz und Erfahrung der LWL-Fachleute zurück, sagte Ulrich. Zumal das Ziel sei, dem Bergkamener Museum eine überregionale Bedeutung zu verleihen: „Dafür ist das LWL-Siegel sehr hilfreich.

Klima für den „Herrn von Bergkamen“

Ulrich und der Museumsleiter Mark Schrader wollen zum Beispiel mit den Museumsexperten gemeinsam überlegen, wie sie optimale Ausstellungsbedingungen für den „Herrn von Bergkamen“ schaffen können. So nennen die LWL-Archäologen den Insassen eines Grabes aus dem siebten Jahrhundert, das sie im Sommer 2011 auf der Baustelle für den Logistikpark A 2 entdeckt haben. Bis vor wenigen Tagen waren die wertvollen Fundstücke bei einer archäologischen Ausstellung in Berlin zu sehen. Nun kehren sie erst einmal in das LWL-Magazin in Münster zurück.

Auf Dauer würde Schrader sie aber gerne in seinem Museum ausstellen - zumal es sich in Bergkamen ja auch um den Fundort handelt. Die Chancen stehen wohl auch gut. Allerdings wird es wohl noch ein wenig dauern, bis der „Herr von Bergkamen“ tatsächlich nach Oberaden kommt. Da das Museum mindestens für die nächsten beiden Jahre eine Baustelle bleibt, habe es wenig Sinn, die empfindlichen Ausstellungsstücke nach Bergkamen zu holen, meint Ulrich. Denn sie seien durch Erschütterungen und Bauschmutz gefährdet.

Schrader gibt das Zeit, die klimatischen Verhältnisse herzustellen, die Voraussetzung dafür sind, dass der LWL die Funde nach Bergkamen gibt. Und es bleibt ihm Zeit, sich mit Kollegen aus anderen Häusern zu verständigen, die die Grabfunde ebenfalls gerne zeigen möchten.

Auch Herne will die Grabfunde

Für nächste Woche ist Schrader mit Dr. Susanne Jülich verabredet, der stellvertretenden Leiterin des LWL-Museums für Archäologie in Herne. Und er kann sich bereits vorstellen, auf welchen Kompromiss er sich mit ihr einigen könnte. Laut Schrader schickt das Herner Museum seine eigenen spätmittelalterlichen Funde für die nächsten zwei Jahre als Leihgabe auf Reisen. Als Ersatz könnte es den „Herrn von Bergkamen“ zeigen. Und ihn dann dem Bergkamener Museum überlassen, wenn die Bauarbeiten dort abgeschlossen sind.

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