Rund 100 Anhänger von BergAUF und ähnlichen Gruppen demonstrierten gegen die RAG. © Marcel Drawe
BergAUF demonstriert

Demonstration mit Masken und gegen den Kapitalismus

Nicht jeder der in diesen Tagen demonstriert, ist ein „Querdenker“. In Bergkamen gingen Ex-Bergleute und ihre Sympathisanten auf die Straße – gegen den Kapitalismus und gegen die RAG.

Gefahr, mit den coronaleugnenden „Querdenkern“ verwechselt zu werden, liefen die Demonstranten nicht, die am Samstagmittag durch Bergkamen zogen. Die Veranstalter der „Bergarbeiterdemonstration“, die Bergkamener Gruppe BergAUF und ihre Bündnisgenossen von „Kumpel für AUF“, legten großen Wert darauf, die Corona-Schutzregeln einzuhalten.

So trugen alle knapp 100 Demonstranten Masken und wurden von Rednern und Ordnern immer wieder daran erinnert, den Mindestabstand einzuhalten. Die Fahnen, die bei dem Aufmarsch neben dem Rathaus zu sehen waren, reichten von den Gewerkschaften IG Metall und GEW bis hin zur Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD).

Auf ein Feindbild konnten sich alle einigen: Den Kapitalismus und vor allem den Bergbau-Konzern RAG. Gegen dessen „Politik der verbrannten Erde“ richteten sich die Demo und die Reden: Die RAG habe die Bergwerke geschlossen, kürze den ehemaligen Bergleuten das Kohledeputat und zerstöre mit dem giftigen PCB im Grubenwasser die Umwelt.

Der Start der Demo unter Corona-Bedingungen verlief diszipliniert. Allerdings mussten die Ordner zumindest einen ungeduldigen und deshalb aggressiven Autofahrer auf der Töddinghauser Straße beruhigen.

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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Johannes Brüne
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