Demonstration mit Masken und gegen den Kapitalismus

dzBergAUF demonstriert

Nicht jeder der in diesen Tagen demonstriert, ist ein „Querdenker“. In Bergkamen gingen Ex-Bergleute und ihre Sympathisanten auf die Straße – gegen den Kapitalismus und gegen die RAG.

Bergkamen

, 14.11.2020, 13:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gefahr, mit den coronaleugnenden „Querdenkern“ verwechselt zu werden, liefen die Demonstranten nicht, die am Samstagmittag durch Bergkamen zogen. Die Veranstalter der „Bergarbeiterdemonstration“, die Bergkamener Gruppe BergAUF und ihre Bündnisgenossen von „Kumpel für AUF“, legten großen Wert darauf, die Corona-Schutzregeln einzuhalten.

So trugen alle knapp 100 Demonstranten Masken und wurden von Rednern und Ordnern immer wieder daran erinnert, den Mindestabstand einzuhalten. Die Fahnen, die bei dem Aufmarsch neben dem Rathaus zu sehen waren, reichten von den Gewerkschaften IG Metall und GEW bis hin zur Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD).

Auf ein Feindbild konnten sich alle einigen: Den Kapitalismus und vor allem den Bergbau-Konzern RAG. Gegen dessen „Politik der verbrannten Erde“ richteten sich die Demo und die Reden: Die RAG habe die Bergwerke geschlossen, kürze den ehemaligen Bergleuten das Kohledeputat und zerstöre mit dem giftigen PCB im Grubenwasser die Umwelt.

Der Start der Demo unter Corona-Bedingungen verlief diszipliniert. Allerdings mussten die Ordner zumindest einen ungeduldigen und deshalb aggressiven Autofahrer auf der Töddinghauser Straße beruhigen.

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