Hier geht es nicht durch: Die Rünther Straße ist an der Kreuzung mit der Werner Straße komplett gesperrt. © Stefan Milk
Baustelle und Straßensperrung

Das Verkehrschaos in Rünthe bleibt aus – noch

Die Rünther sind baustellengeplagt, derzeit ist die Rünther Straße gesperrt. Außerdem steht eine Ampel auf der Marina-Kreuzung. Das große Chaos bleibt aber aus – wegen einer anderen Baustelle.

Neulich ist Rünthes Ortsvorsteher Klaus Kuhlmann durch die Rünther Straße in Richtung Marina gefahren. Obwohl die Straße eigentlich komplett gesperrt ist. Aber Kuhlmann hat nichts Verbotenes getan.

Er ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rünthe. Die musste zum Hafen eilen, weil dort ein Wohnmobil in Flammen stand. In solchen dringenden Fällen dürfen die Feuerwehrleute die Sperrschilder wegräumen. Und der Stadtbetrieb Entwässerung (SEB) habe zugesichert, dass die Feuerwehr auch weiter durchkommt, wenn die Kanalarbeiten rund um die Kreuzung Werner Straße/Rünther richtig losgehe, sagt Kuhlmann.

Bauarbeiten dauern bis in den Herbst

Sie dauern bis mindestens 30. September. Und bis dahin müssen viele Rünther längere Fahrten in Kauf nehmen. Auch Klaus Kuhlmann. Er wohnt am Schwarzen Weg. Die Vollsperrung darf er nur als Feuerwehrmann im Einsatz ignorieren. Als Privatmann muss er den Umweg über den Ostenhellweg oder die Industriestraße nehmen. So wie seine Nachbarn auch. Das sei schon lästig. „Aber die Kanäle müssen ja saniert werden“, sagt er.

Die Kanalsanierung in der Marina bringt aufwendige Bauarbeiten mit sich. © Stefan Milk © Stefan Milk

Gleichwohl ist bei den Rünther Geduld gefragt. Schon im vergangenen Jahr war der Stadtteil gewissermaßen von Baustellen umzingelt. Weil zum Beispiel wegen der Sanierung der Brücke über den Datteln-Hamm-Kanal ein Teil des Ostenhellwegs gesperrt war, mussten die Anwohner der dortigen Siedlung Umleitungen fahren.

Weniger Verkehr auf der Werner Straße

Von der aktuellen Großbaustelle ist allerdings auch der Durchgangsverkehr auf der viel befahrenen Werner Straße betroffen. An der Marina-Kreuzung regelt eine Baustellen-Ampel den Verkehr. Das hatte die Befürchtung von langen Staus geweckt. Bisher allerdings, berichtet Kuhlmann, ist das große Verkehrschaos ausgeblieben.

Das wiederum mag mit einer anderen Baustelle in Rünthe zusammenhängen. Weil Straßen NRW derzeit die Lippebrücke neu baut, ist die Fluss-Querung zwischen Bergkamen und Werne komplett gesperrt. Nur der Rettungsdienst, die Polizei und die Feuerwehr dürfen durch. „Deshalb herrscht auf der Werner Straße viel weniger Verkehr als sonst“, sagt der Ortsvorsteher. Wenn die Sommerferien vorbei sind und die Brücke wieder freigegeben wird, könnte sich das ändern. Dann gibt es vielleicht doch noch Staus.

Die Ausweichmöglichkeit über die Rünther Straße besteht dann nicht. Und so, findet Kuhlmann, hat Sperrung auch positive Seiten für die Anwohner: „Es gibt viel weniger Durchgangsverkehr.“

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Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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Johannes Brüne

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