Das PueD-Gelände entwickelt sich zur wilden Müllkippe

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Der Baustart für das geplante Gesundheitszentrum PueD in Weddinghofen lässt weiter auf sich warten. Das führt dazu, dass aus dem Grundstück am Kleiweg eine wilde Müllkippe wird.

Weddinghofen

, 11.09.2019, 14:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Baustart für das Gesundheitshaus PueD zieht sich weiter hin. Das für den Neubau vorgesehene Grundstück an der Ecke Kleiweg/Schulstraße entwickelt sich derweil zu einer wilden Müllkippe. Dort haben Unbekannte ausrangierte Möbel und anderen Unrat abgeladen. Und nicht erst gestern. Der erste Müll sei bereits im Frühjahr aufgetaucht, berichtet Anwohnerin Erika Skrzypacz. Und wie das so ist, wenn erst einmal etwas in der Gegend herumliegt, entsorgten dort offenbar noch weitere Umweltsünder ihren Unrat auf illegale Weise.

Das PueD-Gelände entwickelt sich zur wilden Müllkippe

Die Nachbarn stören sich am Anblick des illegal entsorgten Mülls, der zum Teil schon seit dem Frühjahr auf dem Gelände liegt. © Marcel Drawe


Zwischenzeitlich war der Zaun kaputt

Dabei machten sie sich nach Skrzypacz‘ Beobachtung zunutze, dass der Zaun um den früheren Parkplatz zwischenzeitlich eingerissen war. „Der ist wieder repariert“, berichtet die Anwohnerin. Aber der Müll liegt immer noch auf dem werdenden Pued-Gelände. Sie habe auch schon Kontakt zum Bauherrn, der Pued GmbH , aufgenommen, sagt Skrzypacz. Deren Geschäftsführer Dirk Grünhagen habe ihr versichert, dass sein Unternehmen über eine Baugenehmigung verfüge und die Bauarbeiten bald begännen. Dann soll auch der Müll weggeräumt werden.

Warten auf die Genehmigung vom Landesforstamt

So ganz stimmt das nicht. Denn der Pressesprecher der Pued GmbH Andreas Schmid kann auf Nachfrage keinen konkreten Termin für den Baustart nennen. Zwar verfügt die PueD GmbH in der Tat über eine Baugenehmigung. Aber bevor sie mit den Arbeiten loslegen kann, benötigt sie noch die Zustimmung des Landesforstamtes. Für den ersten Bauabschnitt des geplanten Zentrums benötigt die GmbH auch einen Teil des benachbarten Waldgebietes Lüttke Holz. „Wir führen derzeit noch Gespräche mit dem Landesforstamt“, sagte Schmid. Auch die laufen allerdings schon länger. Aber des gesamte Projekt zieht sich ohnehin schon seit etlichen Jahren hin. Dabei wird zumindest der erste Bauabschnitt dringend benötigt, weil die PueD GmbH dort eine Kindertagesstätte errichten will.

Die PueD GmbH will den Müll beseitigen

Im zweiten Bauabschnitt sollen dann auch Arztpraxen und Räume für Dienstleister aus dem medizinischen Bereich entstehen sollen. Die Abkürzung PueD steht für „Partner unter einem Dach“, wird „Pütt“ gesprochen und soll an die Bergbau-Vergangeneheit des früheren Zechengeländes erinnern. Erika Skrzypacz und ihre Nachbarn wären schon froh, wenn sie nicht mehr auf die Müllkippe blicken müssten. PueD-Sprecher Schmid verspricht Besserung: „Wir kümmern uns.“ Wie lange das dauert, könne er allerdings nicht sagen.

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