Das Museum zeigt die Mondlandung noch einmal im Fernsehen

dzSonderausstellung

Das Stadtmuseum zeigt derzeit eine Sonderausstellung zu 50 Jahre Mondlandung. Da lässt sich das Museumsteam natürlich den eigentlichen Jubiläums-Tag nicht entgehen.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 20.07.2019, 20:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ganz im Zeichen der Landung des ersten Menschen auf dem Mond steht am Wochenende die Sonderausstellung im Stadtmuseum Bergkamen. Denn zusätzlich zu den Informationstafeln und zum Teil originalen Ausstellungsstücken gibt es für die Besucher auch besondere Führungen durch die Ausstellung.

Geringes Publikumsinteresse

Leider war das Publikumsinteresse am ersten Tag, dem Samstag, aber eher mau, was aber sicherlich durch die vielen Fernsehbeiträge erklärt werden kann, die ebenfalls rund um die Uhr auf vielen Kanälen an diesem Wochenende über die Fernseher zu Hause flimmerten.

Gut angenommen wurden jedoch die Kinderführungen, bei denen Museumspädagogin Ludwika Gulka-Höll und Museumsleiter Mark Schrader die spannende Entwicklungen in der Raumfahrt altersgerecht erklärt und nicht selten für große staunende Augen bei den Mädchen und Jungen sorgten.

Das Museum zeigt die Mondlandung noch einmal im Fernsehen

Kai-Uwe Semrau (li) und Mark Schrader vom Museum feierten die Mondlandung. © Marcel Drawe


Blick auf Raketen und Spielzeug

Aber auch die Erwachsenen kamen natürlich nicht zu kurz. Für sie gab es natürlich einmal den ausführlichen Gang durch die gesamte Ausstellung, angefangen bei den frühen Schritten, über die beeindruckende amerikanische Saturn 5 Rakete und natürlich auch der Einfluss auf die Raumfahrt-Enthusiasten in Nordrhein-Westfalen, wie Heinz Kaminsky in Bochum, und ebenso auch die Parallelschauplätze, wie Astro-Spielzeuge, Science-Fiction-Comics oder Zukunfts-Prognosen.

Das Museum zeigt die Mondlandung noch einmal im Fernsehen

Kai-Uwe Semrau, Jana Franz, Mark Schrader, Ludwika Gulka-Höll und Sarah Swiderski stoßen darauf an, dass vor 50 Jahren ein Mensch den Mond betrat © Marcel Drawe


Führungen zu speziellen Tehem

Für die erwachsenen Besucher gab es zudem auch spezielle Themen-Führungen, wie die Zwangsarbeiter-Schicksale beispielsweise in Nordhausen, wo von den Hitler-Schergen die Terrorwaffe V2-Rakete gebaut wurde oder der erbitterte Wettstreit zwischen den Raumfahrt-Großmächten USA und UdSSR.

Und wer damals die Mondlandung am 21. Juli 1969 nachts um 3:56 Uhr MEZ sogar selbst am Fernseher miterlebt hatte, fühlte sich sicherlich magisch angezogen, als er die Stimme von Günter Siefarth aus der Fernseh-Ecke vernommen hatte. Dort lief nämlich noch einmal die gesamte Fernsehübertragung der ARD aus der Mondlande-Nacht.

Die Teflon-Pfanne hat nichts mit der Mondlandung zu tun.

Überraschungen gab es aber auch beim Weltraum-Quiz, wo man tippen sollte, welche Gegenstände denn wohl erst durch die Raumfahrt erfunden wurden. Falsch lag man bei der Teflon-Pfanne, denn diese wurde bereits in den 1920er Jahren erfunden, richtig hingegen lag man bei der gesunden Babynahrung und auch beim Akku-Schraubenzieher, denn schließlich gibt es ja auf dem Erdtrabanten keine Steckdose. Noch nicht.

Das Stadtmuseum an der Jahnstraße in Oberaden bietet die Aktionen zum 50. Jubiläum der Mondlandung auch am Sonntag, 21. Juli, an. Es hat von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Statt Eintritt bittet das Museum um eine Spende
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