Das ist Musik drin: Wie das Gymnasium und die Musikschule von einander profitieren

dzKooperation

Musik verbindet. Das gilt auch und gerade für die Musikschule und das Gymnasium. Von deren Miteinander profitieren beide Seiten – und natürlich ganz besonders die Schüler.

12.09.2019, 17:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fünftklässler Falco vom Städtischen Gymnasium kann jetzt mit seinen Mitschülern für das Weihnachtskonzert proben. Er besucht seit diesem Schuljahr die Orchesterklasse - und spielt dort die Oboe. Bevor er diesem Holzblasinstrument Töne entlocken konnte, musste es erst einmal repariert werden. Bezahlt hat das der Eigentümer der Oboe, der Förderverein des Bachkreises, der nicht nur das Schulorchester unterstützt, sondern das gesamte Musikleben an der Schule.

Das ist Musik drin: Wie das Gymnasium und die Musikschule von einander profitieren

Seit der Wiedereinführung von G 9 erfreut sich die Orchesterklasse wieder größerer Beliebtheit. © Stefan Milk


Lehrer der Musikschule unterrichten Gymnasiasten

Bachkreis und Gymnasium wiederum kooperieren mit der städtischen Musikschule. Deren Lehrer erteilen den Mitglieder der Orchesterklasse Instrumentalunterricht. Dabei freut sich der Leiter der Musikschule, Werner Ottjes, ganz besonders über junge Musiker wie Falco: „Die Oboe ist ein Mangelinstrument“, sagt er. Es gibt an der Musikschule einen Lehrer, der es unterrichtet, aber nicht allzu viele Schüler, die es spielen. Ohnehin harmonieren die beiden ja doch eigentlich recht unterschiedlich gearteten Schule ausgesprochen gut miteinander.

Das ist Musik drin: Wie das Gymnasium und die Musikschule von einander profitieren

Die jungen Musiker werden bereits beim Weihnachtskonzert des Gymnasiums zum ersten Mal auftreten. © Stefan Milk


Bachkreis und Musikschule feiern ihr 50. Jubiläum

Und das nicht nur, weil der Bachkreis und die Musikschule in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum feiern und ihre Entstehungsgeschichte auch eng zusammenhängt. So war es eigentlich nur eine Formsache, dass Ottjes, Gymnasiumsleiterin Bärbel Heidenreich und Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich am Donnerstag eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Die Zusammenarbeit wurde nämlich schon vor 20 Jahren vereinbart und zuletzt 2010 geändert, als das Gymnasium die Orchesterklassen einführte. Nachdem die zwischenzeitlich wegen der verkürzten Gymnasialzeit Probleme hatten, erfreuen sie sich nach der G-9-Rückkehr neuer Beliebtheit.

Das ist Musik drin: Wie das Gymnasium und die Musikschule von einander profitieren

Die Orchesterklasse bietet das Gymnasium in den Jahrgangsstufen 5 und 6 an. Danach können die Schüler in das B-Orchester des Bachkreises wechseln. © Stefan Milk


Die Schulen unterhalten jetzt eine „Bildungsparnterschaft“

Im fünften Jahrgang besuchen sie 23 Schüler, in der Jahrgangsstufe sechs 17 Kinder. Ab Klasse sieben können die jungen Musiker in das B-Orchester des Bachkreises wechseln. Das nimmt aber auch schon Fünftklässler auf. Zum Beispiel, wenn sie in der Grundschule in den Genuss des Musikschul-Projektes „Jedem Kind ein Instrument“ gekommen sind und sich als talentiert erwiesen haben. Solche Veränderungen sind der Grund, warum Gymnasium und Musikschule ihre Kooperationsvereinbarung erneuert haben. Zudem dürfen sie sich mit dem Segen das Landes NRW nun ganz offiziell „Bildungspartner“ nennen: „Fördermittel wie bei Jeki bekommen wir dafür aber nicht“, bedauert Ottjes.

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