Das Internet hilft beim Schüleraustausch: Aber persönliche Kontakte kann es nicht ersetzen

dzWilly-Brandt-Gesamtschule

Gesamtschüler bekommen im Mai Besuch aus der Partnerstadt Gennevilliers in Frankreich. Womöglich treffen dann Freunde aufeinander - denn Kontakte werden die Jugendliche schon vorher knüpfen.

02.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Französischlehrerin Sonja Rudolph von der Willy-Brandt-Gesamtschule kennt ihre Ansprechpartner am Collège Edouard Vaillant in Bergkamens Partnerstadt Gennevilliers bereits. Und auch ihre Schüler sollen möglichst bald Kontakte knüpfen. „Wir fangen mit einfachen Steckbriefen an“, berichtet Rudolph, wie sie die neue Partnerschaft mit der Schule in Frankreich voranbringen will. Um die in die Wege zu leiten, reisten Rudolph und ihre Kolleginnen Laura Martins und Indra Stratmann gemeinsam mit einer Delegation der Stadt Bergkamen zum Weinmarkt nach Gennevilliers.

Der erste Besuch ist im Mai geplant

Dort trafen sie mit der Leiterin des Collèges Christiane Ferrer und der Deutschlehrerin Kerstin Heucke konkrete Vereinbarungen: Im Mai soll eine Gruppe von Schülern aus Gennevilliers nach Bergkamen reisen und dort in den Familien von Siebt- und Achtklässler der Gesamtschule unterkommen. Für Oktober ist der Gegenbesuch in Frankreich geplant.

Das Internet hilft beim Schüleraustausch: Aber persönliche Kontakte kann es nicht ersetzen

Laura Martins, Indra Stratmann und Sonja Rudolph von der Gesamtschule (v.l.) haben gemeinsam mit der Bergkamener Partnerschaftsbeauftragten Angelika-Joormann-Luft (2.v.l.) Kontakt Christiane Ferrer und Kerstin Heucke (r.) vom Collège Edouard Vaillant geknüpft. © privat

Die Schüler sollen sich möglichst schon ein wenig kennen, wenn sie sich im nächsten Frühjahr zum ersten Mal persönlich treffen. Deshalb die Steckbriefe. Und dank des Internets ist die Kontaktaufnahme zwischen angehenden Austauschschülern deutlich leichter als in früheren Zeiten.

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Rudolph setzt darauf, dass die Jugendlichen schon einmal Freundschaft über WhatsApp, Skype und Co. schließen werden. Ein persönliches Treffen ersetzt das aber letztlich nicht. Deshalb ist Rudolph froh, dass es endlich geklappt hat mit der Partnerschaft mit Gennevilliers und die Schüler im nächsten Jahr ihre Koffer packen werden.

Umwelt und Nachhaltigkeit sind Thema der Schulpartnerschaft

Bis dahin werden aber auch etliche Online-Botschaften zwischen ihren Schulen und den beteiligten Lehrerinnen hin- und hergehen. Denn die Schüler sollen nicht nur das jeweilige Nachbarland kennenlernen, sondern im Rahmen der Schulpartnerschaft auch an einem konkreten Projekt arbeiten. Als Oberthema haben sich die Lehrerinnen aus Deutschland und Frankreich auf „Développement durable“ also auf Umwelt und Nachhaltigkeit geeinigt. „Das müssen wir jetzt mit konkreten Inhalten füllen“, sagt Rudolph.

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Dabei kann die Gesamtschule schon auf Erfahrungen aufbauen: Die Partnerschaft mit einer Schule im türkischen Silifke läuft so gut, dass sie sogar von dem Erasmus-Programm der EU gefördert wird. Soweit denkt Rudolph bei der gerade beginnenden Partnerschaft mit Gennevilliers aber noch nicht: „Das wäre für den Anfang mit zuviel Aufwand verbunden.“

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