Das „Holzkontor“ heißt jetzt „Umweltkontor“ und plant einen Ausbau seiner Aktivitäten

dzRegionale Wirtschaft

Das „Holzkontor“ auf dem Monopol-Gelände heißt jetzt „Umweltkontor“. Der Namenswechsel ist zunächst einmal nur eine Formsache, wird aber langfristig Auswirkungen haben.

Bergkamen

, 16.09.2019, 15:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Bergkamen gibt es jetzt einen „Umweltkontor“. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine Neueröffnung oder -neuansiedlung, sondern um einen alteingesessenen Betrieb: Das „Holzkontor“ an der Ernst-Schering-Straße auf dem Monopol-Gelände. Die 92 Mitarbeiter müssten dann auch wegen des Namenswechsel in keiner Weise um ihren Arbeitsplatz fürchten, versicherte die Standort-Leiterin Annette Hansberg auf Nachfrage: „Für sie ändert sich nichts.“

Eigentümerwechsel im Jahr 2017

Allerdings ist die „Übernahme der Aktivitäten der Holzkontor Bergkamen GmbH & Co. KG durch die Umweltkontor GmbH“, wie es offiziell heißt, dann doch etwas mehr als eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Wirtschaftsjuristen und Briefkopf-Druckereien. Zum einen spielt vermutlich das Marketing eine Rolle: „Umweltkontor“ klingt ja etwas sympathischer als Holzkontor. Zumal der Name bestens zu der Dachmarke „Die Umweltmeister“ passt, die die Inhaber des Bergkamener Unternehmens betreiben. Anfang 2017 haben die Geiger-Unternehmensgruppe aus Oberstdorf im Allgäu und die Firma „Durmin/Die Grünen Engel Entsorgung und Logistik aus Nürnberg“ das Holzkontor gekauft. Zuvor gehörte das Holzkontor der „AR Recyling“ aus Garching bei München, die es auch gegründet hatte.

Ausbau der Aktivitäten geplant

Der neue Name bringt aber wohl zumindest mittel- bis langfristig auch betrieblich Veränderungen mit sich: „Wir wollen unser Portefeuille erweitern“, sagte Hansberg. Vorerst werde das Kontor allerdings noch an seinem bewährten Geschäftsmodell festhalten: Es bereitet – wie der bisherige Name verrät – Altholz auf, versorgt das benachbarte Biomasse-Kraftwerk mit Brennstoff und beliefert Spanplattenwerke in der Region mit Rohmaterial. Die „Umweltkontor“-Betreiber wollen, wie sie in einer Mitteilung schreiben, „die Aktivitäten am Standort Bergkamen weiter ausbauen und den Standort auf ein modernes weiterführendes Recycling ausrichten“.

Noch kein Termin für mögliche Erweiterung

In der Mitteilung ist die Rede von einem „langfristigen Ausbau neuer Verwertungsmöglichkeiten und -konzepten“ die Rede. Einen konkreten Termin für die Erweiterungen der Kontor-Tätigkeit konnte die Standortleiterin allerdings noch nicht nennen. Wer einen Blick auf die Homepage der Schwester-Unternehmen www.dieumweltmeister.de wirft, sieht, dass diese in den Bereichen Sanierung, Recycling und Entsorgung aktiv sind. Auch das Logo des „Umweltkontors“ ist dem der „Umweltmeister“ angepasst.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Ortsumgehung für Bergkamen

Termin für zweite L821n-Bürgersprechstunde steht – „Die Maßnahme nimmt weiter Fahrt auf“

Meistgelesen