Das hat der neue Eigentümer mit dem Gut Keinemann vor

dzNach Zwangsversteigerung

Das Gut Keinemann hat nach der Zwangsversteigerung einen neuen Eigentümer. Der kennt die Immobilie am Fürstenhof noch gar nicht genau: Bisher durfte er die Innenräume nicht betreten.

Rünthe

, 18.12.2019, 14:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bisher weiß Detlef Schaumann nicht, wie die Räume im Gut Keinemann aussehen und in welchem Zustand sie sich befinden. Man habe ihm bislang den Zugang verweigert, sagte der Bergkamener Immobilienunternehmer. Aber das wird sich vermutlich bald ändern: Denn Schaumann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der neue Gutsherr auf der Anlage am Fürstenhof. Das Amtsgericht hat ihm am Montag den endgültigen Zuschlag nach der Zwangsversteigerung erteilt.

Und zumindest einen Plan hat er für sein neues Eigentum schon gemacht: „Ich werde erst einmal restaurieren“, sagte er auf Anfrage. Dafür müsse er sich allerdings zunächst einmal einen Überblick über den Zustand der zum Teil denkmalgeschützten Hofanlage verschaffen.

Der neue Eigentümer will vermieten

Schaumann will sich im neuen Jahr Gedanken über sein neues Gut machen. Dann werde er schauen, ob und welche Teile der vermieten kann. Er hat auch noch keine Entscheidung über die Zukunft der Oldtimer-Remise getroffen, die seit einigen Jahren auf dem Gut Keinemann beheimatet ist.

Das hat der neue Eigentümer mit dem Gut Keinemann vor

Zuletzt hatte der Verein Oldtimer Remise Gut Keinemann den Weihnachtsmarkt auf der Anlage veranstaltet. © Marcel Drawe

Der bisherige Eigentümer Thomas Albrecht hatte stets darauf verwiesen, dass es einen gültigen Pachtvertrag mit dem Verein „Oldtimer Remise Gut Keinemann e.V.“ gebe. 1. Vorsitzender des Vereins ist Albrecht. Er steht auf dem Standpunkt, dass der Pachtvertrag durch die Zwangsversteigerung nicht tangiert sei. Schaumann sieht das anders.

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Eigentümer: Pachtvertrag kann gekündigt werden

Der Grundsatz, dass ein Verkauf keine Mietverträge breche, gelte nicht, wenn eine Immobilie zwangsversteigert werde, argumentierte Schaumann. Wie er mit dem Verein Oldtimer-Remise umgehen werde, wisse er allerdings ebenfalls noch nicht: „Ich habe auch den Pachtvertrag noch nicht gesehen.“ Solange er die Details nicht kenne, könne er keine weitere Angaben machen.

Die Zukunft des Gut Keinemanns wird sich also wohl erst im Lauf des neuen Jahres entscheiden. Offenbar ist Schaumann bereit, mehr als die 500.000 Euro zu investieren, mit denen er bei der Zwangsversteigerung das Höchstgebot erzielt hatte.

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Noch ist ein Einspruch möglich

Den Verkehrswert hat ein Gutachter vor der Zwangsversteigerung auf rund 675.000 Euro geschätzt. Endgültig kann sich Schaumann allerdings noch nicht als Gutsherr fühlen: Der bisherige Eigentümer kann noch zum bis zum vorletzten Tag des Jahres Einspruch gegen den den Beschluss des Amtsgerichtes erheben: Der hat aber nur Aufsicht auf Erfolg, wenn es einen Verfahrensfehler gab.

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