Coronavirus: Keine Auswirkungen bei der VKU, mehr Aufwand bei der Bahn

dzBus und Bahn

Die Angst vor dem Coronavirus hindert die Menschen im Kreis Unna offenbar nicht daran, mit dem Bus zu fahren. Besondere Maßnahmen hat die VKU nicht vorgesehen. Bei der Bahn sieht das anders aus.

Kreis Unna

, 11.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Angst vor dem Corona-Virus hat sich offenbar noch nicht auf den Busverkehr im Kreis Unna ausgewirkt: Andreas Feld, der Leiter des Verkehrsmanagements bei der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU), hat jedenfalls noch keinen Einbruch bei den Fahrgastzahlen registriert.

Es möge den einen oder anderen geben, der aus Angst vor der Infektion lieber mit dem eigenen Auto statt mit dem Bus fährt. „Aber so viele, dass wir eine deutliche Veränderung bei den Fahrgastzahlen merken, sind es nicht“, sagt er.

Das Unternehmen sieht auch keine großen Möglichkeiten in den Bussen Vorkehrungen gegen eine mögliche Infektion zu treffen. Die Busfahrer haben Anweisung bekommen, sich an die üblichen Anweisungen zu halten: Kein Händeschütteln, Husten und Niesen in die Armbeuge, so oft wie möglich die Hände waschen.

Bus-Fahrgäste können nicht registriert werden

Auf ein ganz anderes Problem macht der VDV aufmerksam, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. Wenn sich jemand in einem Bus infiziert, ist der Infektionsweg kaum nachzuvollziehen. Anders als im Flugzeug werden Busfahrgäste nicht registriert. Das will der VDV aber auch in Corona-Zeiten nicht einführen. Eine zwingende Registrierung der Fahrgäste hält er nicht für umsetzbar.

Das sieht bei der Bahn anders aus: Falls ein Corona-Verdachtsfall auftritt, wird der betreffende Bereich im Zug gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert, teilt eine Bahnsprecherin mit.

Zugpersonal erfasst im Ernstfall Kontaktdaten

Das Zugpersonal bittet die Fahrgäste dann um ihre Kontaktdaten und hält dafür sogenannte Aussteigekarten bereit. Zusätzlich können Fahrgäste die Hotline unter Tel. (0800) 5141514 oder auf www.bahn.de/corona klicken nutzen, um ihre Kontaktdaten zu hinterlegen.

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Auch bei der Hygiene will die Bahn aufrüsten. Das Zugpersonal ist angehalten, besonders darauf zu achten, dass Seifen- und Desinfektionsspender auf den Zugtoiletten gefüllt sind. Züge im Fernverkehr werden engmaschig gereinigt, versichert die Bahn. Die mobilen Reinigungsteams sollen verstärkt werden. Die Bahn woll die Intervalle für die Reinigung unterwegs von vier auf zwei Stunden herabsetzen. „Dazu werden in den kommenden Wochen zusätzliche Mitarbeiter eingestellt“, teilt die Bahnsprecherin mit.

Sie geht davon aus, dass die Fahrgastzahlen sinken. Wegen des Virus würden viele Veranstaltungen abgesagt. Damit fallen auch Reiseanlässe weg.

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