Coronavirus im Kreis Unna: Fleischwerk von Tönnies darf teilweise wieder öffnen – Liveblog

Liveblog für den Kreis Unna

Im Fleischwerk von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück dürfen die ersten Teilbereiche wieder öffnen. Im Schlachthof in Unna ist die Krise dagegen kaum zu spüren. Alle Entwicklungen im Liveblog.

Kreis Unna

09.07.2020, 05:40 Uhr / Lesedauer: 10 min
Aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus in Unna, Kamen, Bergkamen, Fröndenberg, Holzwickede und weiteren Orten gibt es im Liveblog für den Kreis Unna.

Aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus in Unna, Kamen, Bergkamen, Fröndenberg, Holzwickede und weiteren Orten gibt es im Liveblog für den Kreis Unna. © picture alliance/dpa

Das Wichtigste in Kürze:

  • 779 Infektionen mit dem neuartigen Sars-CoV-2-Virus sind im Kreis Unna bislang gemeldet worden (Stand: 8. Juli, 15 Uhr).
  • 703 Menschen gelten als genesen, weil die angeordnete Quarantäne für sie endete (Stand: 8. Juli).
  • 39 Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 wurden erfasst (Stand: 8. Juli).
  • Betroffene können sich an Coronavirus-Hotlines wenden. Wichtige Rufnummern hat das Kreisgesundheitsamt aufgelistet.






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Donnerstag, 9. Juli, 12.03 Uhr

Ein Polizist mit Corona gestorben – insgesamt wenige infiziert

In der Corona-Krise ist bisher ein infizierter Polizist in Nordrhein-Westfalen gestorben. Insgesamt seien aber nur wenige Polizeibeamte erkrankt, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag. Die konkrete Zahl nannte Reul nicht: „Sie war wirklich sehr gering, weil wir so klug disponiert haben.“ So habe man unter anderem Dienstpläne angepasst.

Nach früheren Angaben des Innenministeriums war ein 54 Jahre alter Polizeibeamter aus Paderborn mit einer Corona-Infektion gestorben. Nach dpa-Informationen hatte sich der Beamte nicht im Dienst angesteckt.

Donnerstag, 9. Juli, 11.19 Uhr

Reul: Rund 50.000 Verstöße gegen die Corona-Regeln

Zwischen Ende März und Ende Juni hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen 50.587 Menschen gezählt, die gegen die Corona-Schutzmaßnahmen verstoßen haben. Diese Zahl nannte Innenminister Herbert Reul am Donnerstag in Düsseldorf. Er betonte, dass dies nur die Fälle seien, bei denen die Polizei involviert war. Grundsätzlich liegt die Zuständigkeit bei den örtlichen Behörden mit ihren Ordnungsämtern. Bei den Fällen seien 36.837 Erwachsene, 11.404 Jugendliche und 2346 Kinder gezählt worden. „Die meisten Menschen verhalten sich vorbildlich und diszipliniert. Trotz des Verbots gibt es aber einige, die sich nicht an die Regeln halten. Der Drang nach frischer Luft ist nachvollziehbar, aber Corona ist noch nicht vorbei“, erklärte Reul.

Donnerstag, 9. Juli, 10.28 Uhr

Unnas Schlachthof Jedowski spürt Krise kaum

Die Fleischindustrie steht nach den Corona-Ausbrüchen bei Westfleisch und Tönnies in den vergangenen Wochen massiv in der Kritik. Im Schlacht- und Zerlegebetrieb Jedowski in Unna merkt man von der Krise allerdings wenig. Warum das so ist und was in Unna anders läuft als bei Tönnies und anderen Großbetrieben, hat der Geschäftsführer unserer Reporterin Vivien Nogaj erklärt.

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Donnerstag, 9. Juli, 10.10 Uhr

Keine Veranstaltungen in Holzwickede im September

Streetfoodmarkt, Oktoberfest und Holzwickede Karibisch: All diese eigentlich für den Herbst in Holzwickede geplanten Veranstaltungen fallen aus. Für eine andere Veranstaltung besteht noch Hoffnung – und auch über den Weihnachtsmarkt wird bereits diskutiert, wie unser Reporter Christian Greis zusammenfasst.

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Donnerstag, 9. Juli, 9.09 Uhr
Großbritannien: Quarantäne-Vorschriften für Einreisende gelockert

Zum Sommerurlaub hat England seine wegen der Corona-Pandemie getroffenen Quarantäne-Vorschriften für Einreisende gelockert. Besucher aus Deutschland müssen sich von Freitag (10. Juli) an bei ihrer Ankunft nicht mehr für 14 Tage isolieren. Die neue Regelung gilt für insgesamt mehr als 70 Länder und Überseegebiete, die nach Auffassung der britischen Regierung die Corona-Krise im Griff haben.

Große Vorsicht ist beim Urlaub dennoch angebracht: Großbritannien hat die meisten Covid-19-Todesfälle in Europa und jeder Landesteil seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Donnerstag, 9. Juli, 8.03 Uhr

Im Fleischwerk von Tönnies dürfen die ersten Teilbereiche öffnen

Drei Wochen nach der coronabedingten Schließung des riesigen Fleischwerkes von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück darf ein erster Teilbereich außerhalb der Produktion wieder geöffnet werden. Eine Ausnahmegenehmigung durch den Bürgermeister ermögliche die schrittweise Wiederinbetriebnahme des Teilbereiches Verwaltung an dem Hauptstandort, teilte die Stadt mit.

Donnerstag, 9. Juli, 6.49 Uhr
Euskirchen: Corona-Tests in freikirchlicher Gemeinde gehen weiter

In Euskirchen wird am Donnerstag der Corona-Massentest einer freikirchlichen Gemeinde fortgesetzt, der am Vortag begonnen hatte. Die Kreisverwaltung rechnet für Freitag mit ersten Ergebnissen. Nachdem bei 13 Mitgliedern einer Familie der Mennoniten-Gemeinde das Coronavirus nachgewiesen wurde, hatte die Kreisverwaltung die ganze Gemeinde unter Quarantäne gestellt und Tests für die insgesamt rund 1000 Erwachsenen und Kinder angeordnet.

Bei knapp 100 positiven Test-Ergebnissen könnte auf die Region das gleiche zukommen wie zuletzt auf die Kreise Warendorf und Gütersloh: Erneute Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Donnerstag, 9. Juli, 5.45 Uhr

Winterwelt auf Eis gelegt? Großveranstaltungen über Verbotsfrist hinaus in Gefahr

Jetzt droht Kamen auch noch der Verlust der Winterwelt in diesem Jahr. Nachdem die Verbotsfrist für Großveranstaltungen am Mittwoch auf den 31. Oktober verlängert wurde, geht der Blick der städtischen Veranstaltungsplaner schon in den Winter und auch ins neue Jahr. Nur ein schlüssiges Konzept kann die Rettung bedeuten.


Mittwoch, 8. Juli, 22.00 Uhr
Spahn: Maskenpflicht „lieber drei Wochen zu spät“ aufheben
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut vor zu frühen Lockerungen beim Tragen von Alltagsmasken in der Corona-Krise gewarnt. Um das Risiko zu reduzieren, gebe es in bestimmten Situationen eine Maskenpflicht, sagte der CDU-Politiker. Dafür gelte aus seiner Sicht: „Lieber drei Wochen zu spät aufgehoben als drei Wochen zu früh.“

Mittwoch, 8. Juli, 19.00 Uhr
Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf Aufhebungs-Urteil zu Gütersloh
Die Bundesregierung hat zurückhaltend auf die gerichtliche Aufhebung der Corona-Beschränkungen für den Kreis Gütersloh reagiert. Bund und Länder hätten weiterhin das Ziel, erreichten Fortschritt bei der Bekämpfung der Pandemie nicht zu gefährden, betonte eine Regierungssprecherin. Da die Herausforderungen aber regional sehr unterschiedlich sein könnten, könnten sie oft vor Ort am besten gelöst werden.

Mittwoch, 8. Juli, 18.43 Uhr
NRW-Gebiete Spitzenreiter bei Infektions-Kennziffer
Mit dem Kreis Gütersloh sowie den Großstädten Düsseldorf und Duisburg liegen gleich drei Gebiete in NRW im bundesweiten Vergleich bei der wichtigen Infektions-Kennziffer für die Ausbreitung des Corona-Virus vorn. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug in Düsseldorf am Mittwoch 22. Für Duisburg wies das RKI einen Wert von 21,1 solcher Fälle aus.

Mittwoch, 8. Juli, 18.20 Uhr
Clubs und Diskotheken in NRW bleiben geschlossen
Das aktuelle Betriebsverbot für Clubs und Diskotheken in Nordrhein-Westfalen zum Schutz vor Corona ist laut dem Oberverwaltungsgericht des Landes rechtmäßig. Das entschied das OVG am Mittwoch nach der Klage einer Kölner Diskothek-Betreiberin, wie das Gericht mitteilte. Es sei nicht zu beanstanden, wenn das Land annehme, dass in Clubs und Diskotheken ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe.

Mittwoch, 8. Juli, 18.08 Uhr
Niedersachsen lässt Gütersloher doch ab Samstag wieder ins Land
Das Land Niedersachsen lässt Urlauber aus dem Kreis Gütersloh nun doch schon von diesem Samstag (11. Juli) an wieder ins Land einreisen. Das sagte eine Regierungssprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Mittwoch, 8. Juli, 17. 40 Uhr
DB feiert Bahnhofsjubiläum in Fröndenberg mit Verspätung
150 Jahre Gleisanschluss in Fröndenberg – eigentlich sollte zum Jubiläum ein großes Bahnhofsfest steigen. Die Bahn kommt jetzt mit Verspätung: Wegen der Corona-Pandemie heißt es 2021: „150 Jahre plus 1“.

Mittwoch, 8. Juli, 17.34 Uhr

Im Schmallenbach-Haus sind wieder Besuche von Bewohnern möglich

Das Pflegeheim Schmallenbach-Haus in Fröndenberg galt lange als der größte Corona-Hotspot im Kreis Unna, mehr als 20 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19. Inzwischen ist das Schmallenbach-Haus nicht nur coronafrei, sondern unter strengen Auflagen sind nun auch wieder Besuche bei den Bewohnern erlaubt, wie unsere Reporterin Dagmar Hornung berichtet.

Mittwoch, 8. Juli, 15.52 Uhr

Vier weitere Menschen gesund, ein neuer Corona-Fall in Lünen

Der Kreis Unna meldet an diesem Mittwoch, dass vier Menschen nach einer Corona-Infektion als genesen gelten. Die Zahl der aktuell infizierten Menschen im Kreis Unna sinkt damit von 40 auf 37. Ein neuer Corona-Fall wurde am Mittwoch in Lünen bekannt.






Mittwoch, 8. Juli, 14.42 Uhr

Vier verkaufsoffene Sonntage mehr erlaubt – aber lohnen die sich auch?

An bis zu vier Sonntagen sollen die Geschäfte in NRW in der zweiten Jahreshälfte zusätzlich öffnen dürfen, um die Corona-Verluste ausgleichen zu können. In Unna sieht man das mit gemischten Gefühlen. Schließlich sind Großveranstaltungen bis Ende Oktober verboten – und damit fehlt auch die Anziehungskraft, die sonst etwa die Autoschau in Kombination mit einem verkaufsoffenen Sonntag ausgeübt hat. Unsere Reporterin Anna Gemünd hat mit dem City-Werbering Unna über die schwierige Situation gesprochen.

Mittwoch, 8. Juli, 14.03 Uhr

Land stockt Bundeshilfen auf: 1000 Euro pro Monat für Freiberufler

Das Land Nordrhein-Westfalen will die Bundesmittel zur weiteren Hilfe für krisengeplagte Unternehmen für Freiberufler und Solo-Selbstständige erneut aufstocken. Diese sollen für die Sommermonate von Juni bis August jeweils 1000 Euro beantragen können, um den persönlichen Lebensunterhalt finanzieren zu können, kündigte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf an. Dafür stelle man 300 Millionen Euro bereit.

Unternehmer, die die Hilfen in Anspruch nehmen wollen, müssen diese von einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gemeinsam mit den sogenannten Überbrückungshilfen des Bundes beantragen lassen. Dafür müssen sie nachweisen, dass ihre Umsätze im April und Mai mindestens 60 Prozent unter denen des Vorjahres lagen.

Mittwoch, 8. Juli, 11.35 Uhr

Hunderte Corona-Tests in freikirchlicher Gemeinde haben begonnen

Nach der Corona-Infektion von 13 Mitgliedern einer Familie in Euskirchen haben die Tests für Hunderte Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde begonnen. Die gesamte Euskirchener Mennoniten-Gemeinde, die auch komplett unter Quarantäne steht, muss sich diese Woche auf das Virus testen lassen, wie der Sprecher des Kreises Euskirchen mitteilte. Das Kreis-Gesundheitsamt geht demnach von etwa 1000 zu testenden Menschen aus. Erste Ergebnisse könnten am Freitag vorliegen, sagte Behördensprecher Wolfgang Andres.

Dann werde sich zeigen, ob es Anzeichen für einen drohenden Lockdown gebe. „Wir haben knapp 200 000 Einwohner. Wenn wir knapp 100 Fälle hätten in Euskirchen, dann steht zumindest der Lockdown im Raum“, sagte Andres. Als Grenzwert für neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens gelten 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Mittwoch, 8. Juli, 10.50 Uhr

Neue Coronaschutzverordnung verhindert Lichtermarkt und Co. im Herbst

Im Kreis Unna waren zahlreiche Großveranstaltungen im Herbst schon vor der Veröffentlichung der neuen Coronaschutzverordnung abgesagt worden. Erst am Dienstag hatte die Stadt Bergkamen bekannt gegeben, dass der Lichtermarkt und die Herbstkirmes coronabedingt ausfallen. Schon vor einer Woche hatte das Stadtmarketing in Unna mitgeteilt, dass das Stadtfest, die Autoschau und die Katharinenkirmes nicht stattfinden können.

In Kamen müssen der Severinsmarkt sowie die Pflaumenkirmes und in Fröndenberg die Fliegenkirmes in diesem Jahr aus dem Veranstaltungskalender gestrichen werden.

Mittwoch, 8. Juli, 9:03 Uhr
NRW verbietet große Festveranstaltungen bis 31. Oktober
Das Land NRW hat das Verbot für bestimmte Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. Oktober verlängert. In der neuen Coronaschutzverordnung, die am Dienstagabend veröffentlicht wurde, werden als „große Festveranstaltungen“ konkret Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste und Weinfeste genannt. Andere Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen können bei bestimmten Hygiene- und Abstandsvorgaben erlaubt werden. Bund und Länder hatten sich bereits Mitte Juni auf die Verlängerung des Verbots geeinigt. Mit der neuen Verordnung ist es in NRW jetzt rechtskräftig.


Mittwoch, 8. Juli, 8:41 Uhr
Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh sinkt weiter
Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner im Kreis Gütersloh ist weiter gesunken und nähert sich den Werten anderer Regionen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 28,6. Als Grenzwert für neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens gilt der Wert 50. Am Vortag lag diese Infektions-Kennziffer noch bei 35,4. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs beim Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück lag der Wert bei 270,2.


Mittwoch, 8. Juli, 7:38 Uhr
Spucken, schlagen, randalieren: Wenn der Streit mit Maskengegnern eskaliert
Seit Ende April gilt in Deutschland die Maskenpflicht. Der Bund empfiehlt das Tragen der Masken dringend. Dennoch kommt es immer wieder zu gewalttätigen Vorfällen mit Maskengegnern.

Mittwoch, 8. Juli, 6:03 Uhr
Gesenkte Mehrwertsteuer: Stadtwerke wollen Bonus fürs gesamte Jahr vergeben
Die Mehrwertsteuer knüpft an den Zeitpunkt der erbrachten Leistung an: Dieser Umstand wird sich für Strom-, Gas- und Wasserverbraucher höchstwahrscheinlich in barer Münze auszahlen.


Mittwoch, 8. Juli, 5:47 Uhr
Fast 1900 Mängel in Unterkünften bei Fleischindustrie
„Die Beschwerden über schlechte Wohnverhältnisse sind bestätigt worden“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dem zuständigen Ausschuss. Mehr Informationen finden Sie hier.

Dienstag, 7. Juli, 21.01 Uhr
Bei Niedersachsen-Reise: Gütersloher brauchen noch bis Montag Corona-Test
Trotz gerichtlicher Aufhebung der strengeren Corona-Beschränkungen sowie der sinkenden Infektionszahlen im Kreis Gütersloh brauchen Niedersachsen-Reisende von dort laut eines Medienberichts noch bis einschließlich zum Wochenende einen negativen Corona-Test. Die bestehenden Reisebeschränkungen für Menschen aus dem Kreisgebiet will das Land Niedersachsen „bei bis dahin unverändert positiver Infektionslage“ dann am Montag, 13. Juli mit einer neuen Verordnung aufheben, sagte eine Sprecherin der Landesregierung der „Rheinischen Post“.

Dienstag, 7. Juli, 18.15 Uhr
Ökonom: Vor allem künftige Generationen müssen Corona-Lasten tragen
Die Stiftung Marktwirtschaft hat der Politik vorgeworfen, die finanziellen Lasten der Corona-Pandemie vor allem auf künftige Generationen abzuwälzen. Wolle man diese Belastung abmildern, müsse der Staat möglichst bald mit der Tilgung der nun auflaufenden Schulden beginnen, vor allem aber das Anwachsen der versteckten Staatsschulden dämpfen. Das sagte der Ökonom Bernd Raffelhüschen, Vorstandsmitglied der Stiftung.

Dienstag, 7. Juli, 17.26 Uhr

Lebensmittel-Ausgabe bittet dringend um Spenden

Die Tafelausgabe auf dem Mühlenberg wird definitiv nicht vor Ende der Sommerferien wiedereröffnen. Das Provisorium der Tüten-Ausgabe im Allee-Café ist nun dringend auf Spenden angewiesen.

Dienstag, 7. Juli, 17.19 Uhr

Lichtermarkt und Herbstkirmes in Bergkamen fallen aus

Die Bergkamener müssen auf zwei beliebte Veranstaltungen verzichten: Auch die Herbstkirmes und der Lichtermarkt fallen der Corona-Pandemie zum Opfer. Nur für eine Veranstaltung im November besteht Hoffnung. Das Pflanzfest im Bergkamener Jubiläumswald könnte stattfinden.

Dienstag, 7. Juli, 17.01 Uhr

Kino in Corona-Zeiten – und der bange Blick in die USA

Das Kinorama in Unna hat nicht nur das Problem, die Säle nicht füllen zu dürfen. Es fehlen auch die Blockbuster. Weil in den USA an Kinobesuche noch nicht zu denken ist, erscheinen die neuen Filme nicht. Das bringt auch das Kino in Unna in Bedrängnis.

Dienstag, 7. Juli, 16.07 Uhr

Landrat will Tönnies Kosten von Corona-Ausbruch in Rechnung stellen

Der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer will das Unternehmen Tönnies für die entstandenen Kosten durch den massiven Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Rheda-Wiedenbrück in die Pflicht nehmen. Immerhin habe das Unternehmen von Clemens Tönnies viele Kosten im Kreis Gütersloh verursacht. „Irgendwann wird ihm diese Rechnung auch präsentiert werden, zumindest das, was wir als Kreisverwaltung an Kosten hatten“, sagte der CDU-Politiker ohne eine Summe zu beziffern. „Herr Tönnies hat sich ja bereit erklärt, die Kosten für die Testungen zu übernehmen. Der Deckel wird mit Sicherheit größer werden“, sagte Adenauer. Auch eine gerichtliche Auseinandersetzung über die Kostenübernahme schloss der Landrat nicht aus.

Dienstag, 7. Juli, 15.41 Uhr

Zwei neue Corona-Fälle gemeldet

Heute sind dem Gesundheitsamt Unna zwei neue Fälle (beide in Lünen) gemeldet worden. Gleichzeitig gelten aber auch zwei weitere Personen mehr als gestern als wieder genesen. Damit bleibt die Zahl der aktuell Infizierten bei 40. Insgesamt haben sich seit Beginn 778 Personen angesteckt.






Dienstag, 7. Juli, 13.46 Uhr

Corona-Ausbruch in Euskirchen: 500 Kirchenmitglieder in Quarantäne

Nach der Corona-Infektion einer kompletten zwölfköpfigen Familie in Euskirchen hat das Kreis-Gesundheitsamt Quarantäne für rund 500 Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde angeordnet. Nach Angaben eines Behördensprechers von Dienstag sind alle Mitglieder der Euskirchener Mennoniten-Gemeinde betroffen, einer evangelischen Freikirche, der die betroffene Familie angehört. Nach der Familie sollen alle Gemeindemitglieder noch diese Woche auf das Virus getestet werden.

Dienstag, 7. Juli, 12.20 Uhr

Letzte Dorfkneipe in Fröndenberg stemmt sich gegen die Corona-Krise

Die Corona-Krise setzt der Gastronomie weiter zu – dabei hatten Dorfkneipen es auch vorher schon nicht leicht. Wir haben Wilma Meier besucht, die Wirtin der Gaststätte Schulte in Bausenhagen. Sie führt die letzte echte Dorfkneipe in ganz Fröndenberg – und stemmt sich mit Schnittchen und Sauerbraten auf Bestellung gegen die Krise.

Dienstag, 7. Juli, 11.31 Uhr

FDP: Maskenpflicht unter Umständen nicht mehr verhältnismäßig

Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster zu den coronabedingten strengen Auflagen im Kreis Gütersloh fordert die FDP im Bundestag ein Überprüfen aller Beschränkungen in Deutschland. Bundesregierung und Landesregierungen müssten alle Maßnahmen erneut auf ihre Verhältnismäßigkeit abklopfen, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Theurer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Das gelte auch für die Maskenpflicht.

„Das Urteil macht nochmals deutlich, dass alle Einschränkungen von Grundrechten verhältnismäßig und nachvollziehbar sein müssen“, sagte Theurer . „Wo es regional über einen längeren Zeitraum gar kein akutes Infektionsgeschehen gibt, ist sogar der sehr geringfügige Eingriff einer Maskenpflicht nicht mehr verhältnismäßig.“

Dagegen hatten die 16 Ländergesundheitsminister erst am Montag beschlossen, an der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in Geschäften sowie in Zügen und Bussen vorerst festzuhalten.

Dienstag, 7. Juli, 10.16 Uhr

Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh deutlich unter Grenzwert

Nach etlichen Coronavirus-Fällen beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner im Kreis Gütersloh deutlich unter den Grenzwert gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 35,4. Als Grenzwert gilt der Wert 50.

Bereits am Montag hatte das Oberverwaltungsgericht Münster die von der nordrhein-westfälischen Landesregierung verfügten Corona-Einschränkungen im Kreis Gütersloh gekippt.


Dienstag, 7. Juli, 7.42 Uhr
Testung der Tönnies-Mitarbeiter: Mobile Test-Teams starten zweite Runde
Der Krisenstab des Kreises Gütersloh teilte am Montagabend mit, dass die mobilen Test-Teams zu ihrer zweiten Runde gestartet seien. Sie besuchen erneut Haushalte, in denen Tönnies-Beschäftigte leben. „Dort werden diese Personen und ihre Haushaltsmitglieder erneut abgestrichen. Die Rede ist dabei von rund 7000 Personen und 1100 Adressen“, hieß es. Hintergrund waren mehr als 1000 positiv auf das Coronavirus getestete Tönnies-Mitarbeiter am Standort in Rheda-Wiedenbrück.

Dienstag, 7 Juli, 6.46 Uhr

Lockdown gekippt: Wieder mehr Freiheiten im Kreis Gütersloh

„Ich freue mich für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis, wir haben jetzt wieder ein Stück mehr Freiheit. Der Lockdown war eine Belastung, jetzt ist endlich die Stigmatisierung vorbei“, erklärte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU).


Dienstag, 7 Juli, 5.54 Uhr
NRW-Innenminister: "Corona ist noch nicht vorbei" - Partyzonen in Großstädten

Mit Blick auf Menschenansammlungen in Partyzonen von Großstädten hat NRW-Innenminister Herbert Reul an die Vernunft der Bürger appelliert. Das Ordnungsamt habe mit Unterstützung der Polizei eine Menge Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt und die örtliche Polizei in manchen Städten die Präsenz erhöht. „Ich würde mir jedoch wünschen, dass härtere Maßnahmen und Einschränkungen nicht nötig sind, sondern die Leute sich zusammenreißen - zum eigenen Schutz und zum Schutz aller“, sagte Reul.

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