Coronavirus: Erzieherinnen und Kinder der Kita Arche Noah in Rünthe unter Quarantäne

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Erzieherinnen und Kita-Kinder stehen unter häuslicher Quarantäne: Die evangelische Kita Arche Noah in Bergkamen-Rünthe ist geschlossen. Zunächst heißt es abwarten, ob sich mögliche Kontaktpersonen mit dem Coronavirus infiziert haben.

Bergkamen, Unna

, 09.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Coronavirus-Alarm im Kindergarten: Insgesamt 43 Mädchen und Jungen sind von der vorläufigen Schließung des evangelischen Kindergartens Arche Noah in Rünthe betroffen. Dazu kommen nach Angaben der Martin-Luther-Kirchengemeinde noch rund zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Nicht nur das Personal, sondern auch Kinder sollen vom Kreisgesundheitamt unter häusliche Quarantäne gestellt worden sein, nachdem das Virus bei einem Kitakind nachgewiesen worden war. „Alle weiteren Untersuchungen liegen jetzt in der Hand des Kreisgesundheitsamts“, sagte Dietrich Schneider vom Evangelischen Kirchenkreis Unna zu den Auswirkungen des Falls. „Wichtig ist es, jetzt keine Panik zu machen“, sagte Pfarrerin Sophie Ihne von der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde.

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Die Eltern der Kita-Kinder sind nach Angaben des Kirchensprechers über die Situation informiert worden. Für Fragen stehe das Kreisgesundheitsamt den Eltern zur Verfügung. Für alle Fälle soll am Montagmorgen jemand am Kindergarten postiert werden, falls trotz der Schließung Eltern und Kinder dort auftauchen. Die Kita soll bis 18. März geschlossen bleiben. Bei dem Kindergarten an der Rünther Straße handelt es sich um eine Einrichtung mit zwei offenen Gruppen. Das heißt, die Kinder können im Alltag hin- und herwechseln.

Kita-Leiterin Alexandra Bartosch bat am Sonntag um Verständnis dafür, das sie sich öffentlich nicht zur der Lage äußern will, und verwies in Absprache mit dem Kindergartenträger auf den Evangelischen Kirchenkreis Unna. Bartosch befindet sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne.

Ebenfalls zu Hause bleiben müssen Schüler der Freiherr-von-Ketteler-Schule, die nach Angaben der Schulleiterin im Rahmen des „Bücherkumpel“-Projekts mit dem infizierten Kita-Kind in Kontakt gekommen sind. Auch die Klassenlehrerin ist betroffen.

Frühestens am Montag soll es weitere Informationen geben, wie es nun weitergeht. Zunächst ist auszuschließen, dass sich jemand bei dem Kita-Kind angesteckt hat, bei dem das Coronavirus nachgewiesen wurde. Das Kind gehört zu einer Familie aus Bergkamen, in der außer dem Vater noch ein weiteres Kind erkrankt ist, das die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule besucht. Diese Förderschule bleibt mindestens Montag und Dienstag geschlossen. Zusammen mit dem Fall einer Unnaerin sind damit vier Covid-19-Fälle im Kreis Unna bestätigt. Der Fall der drei neu infizierten Bergkamener war am Samstag vom Kreisgesundheitsamt gemeldet worden, ohne den Namen der Kita und den familiären Zusammenhang der Fälle zu nennen.

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