Der Ordnungsdienst hat zusammen mit der Polizei die bekannten Treffpunkte in der Stadt kontrolliert. Ihr Fazit: Es war überall völlig menschenleer. © Stefan Milk
Corona-Pandemie

Corona beschäftigt das Ordnungsamt weiter – vor allem mit vielen Fragen

Die Corona-Pandemie beschäftigt das Bergkamener Ordnungsamt immer noch intensiv – auch wenn die Streifen zurückgefahren werden. Es gibt aber viele Fragen zu beantworten, vor allem von der Gastronomie.

Die Inzidenz sinkt zwar beharrlich, dennoch beschäftigen sich der Bergkamener Ordnungsdienst und das Ordnungsamt immer noch intensiv mit den Folgen der Pandemie. Die Ordnungskräfte haben immer noch viel zu tun, um die Einhaltung der Coronaschutzverordnung zu überwachen.

Die Zahl der gemeinsamen Einsätze mit der Polizei wird jedoch in den kommenden Tagen nach und nach zurückgefahren. Bisher gingen die städtischen Ordnungshüter mindestens an vier Abenden in der Woche gemeinsam mit Polizeibeamten auf Streife. Dabei geht es vor allem darum, illegale Ansammlungen aufzulösen und notfalls auch Bußgelder zu verhängen.

Polizei soll sich wieder mehr anderen Aufgaben widmen

Diese gemeinsamen Streifen soll es in Zukunft seltener geben, machte die für das Ordnungsamt zuständige Dezernentin Christine Busch deutlich. „Die Polizei hat schließlich auch andere wichtige Aufgaben und ist froh, wenn sie die wieder stärker wahrnehmen kann“, sagte die Dezernentin. Ganz verzichten könne sie auf die Kontrollen auch noch nicht, sagte sie. „Die Corona-Pandemie ist ja noch nicht vorbei“, betonte Busch.

Vor allem an den Wochenenden und bei schönem Wetter treffen die Ordungshüter an bestimmten Stellen in der Stadt Gruppen an, die sich nicht an die Regeln halten und zum Beispiel nicht ausreichend auf Abstand gehen. Szenen wie am Aasee in Münster, wo die Ordnungskräfte große Partys auflösen mussten, habe es in Bergkamen aber nicht gegeben, betonte Busch. „Zu solchen großen Treffen fahren auch die Bergkamener eher in die benachbarten großen Städte, zum Beispiel nach Dortmund“, sagte die Dezernentin.

Zum Gastronomie-Start will Djuric seinen Biergarten mit Schirmen zum Schutz vor Regen und Heizstrahlern gegen die Kälte ausstatten. Rechts, von den blauen Bändern flankiert, ist der Eingang zum Testzentrum. © Milk, Stefan © Milk, Stefan

Das Ordnungsamt hat auch viel Arbeit mit Anfragen, die zu den gerade gültigen Corona-Regeln gestellt werden. Das betreffe jedoch weniger die normalen Bürger, die sich kaum mit Anfragen ans Ordnungsamt richten. Vor allem Gewerbetreibende, insbesondere Gastwirte, seien oft unsicher, was gerade erlaubt und was noch verboten ist.

Unsicherheit über die Regeln bei größeren Feiern

Verunsicherung herrscht bei ihnen nicht so sehr, wenn es um das Alltagsgeschäft geht, sondern vor allem bei Veranstaltungen, für die Gaststätten gebucht werden – zum Beispiel bei einer Hochzeitsgesellschaft, die bei ihnen feiern will. Dann gibt es oft Anfragen wie viele Personen unter welchen Bedingungen an der Feier teilnehmen dürfen und an welche Regeln sich die Gastwirte halten müssen. Ärger mit illegalen Veranstaltungen in der Gastronomie habe es in Bergkamen aber bisher nicht gegeben, sagte die Dezernentin.

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
Geboren 1960 im Münsterland. Nach dem Raumplanungsstudium gleich in den Journalismus. Mag Laufen, Lesen, Fußball und den BVB ganz besonders. An den Bergkamenern liebt er ihre Offenheit. Die Stadt ist spannend, weil sie sich im Strukturwandel ganz neu erfinden muss und sich viel mehr ändert als in anderen Städten.
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Michael Dörlemann

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