Corona-Ausbruch bei Tönnies: Diese Bergkamener Schulen und Kitas sind betroffen

dzCoronavirus

Der Corona-Ausbruch bei Tönnies wirkt sich in Bergkamen auf sieben Schulen und Kitas aus. Übers Wochenende sind zwei neue Infektionen hinzugekommen. Ein Gesamtschüler wurde offenbar positiv getestet.

Bergkamen

, 29.06.2020, 15:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

18 Bergkamener sind nach neuem Stand mit dem Coronavirus infiziert – alle im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies. Die Zahl der Infektionen stieg am Montag gegenüber Freitag um zwei Fälle an, wie aus Angaben der Stadt Bergkamen und des Kreisgesundheitsamts hervorgeht. Neben den 18 Infizierten befinden sich weitere 110 Menschen in Quarantäne, weil sie sich sich als Kontaktpersonen angesteckt haben könnten. In den allermeisten Fällen gibt es aber durch negative Corona-Tests bereits Entwarnung.

Sieben Einrichtungen betroffen

Durch infizierte Bergkamener Tönnies-Mitarbeiter und ebenfalls infizierte Familienangehörige sind bislang sieben Schulen und Kitas in Bergkamen durch Quarantäne-Maßnahmen berührt.

  • Neu ist, dass sich nach Informationen der Stadt Bergkamen der Corona-Verdacht bei einer Grundschulklasse der Preinschule nicht bestätigt hat. Das Kreisgesundheitsamt erklärte am Montagnachmittag lediglich, dass die Ergebnisse von Tests in einer Grundschule am 24. Juni alle negativ seien.
  • Ein Kind einer Klasse einer weiterführenden Schule in Bergkamen ist nach den neuen Angaben des Kreisgesundheitsamts positiv getestet worden. Die Klasse wurde am 25. Juni getestet. Dabei soll eine Klasse der Sekundarstufe I der Willy-Brandt Gesamtschule gemeint sein, was daraus abzuleiten ist, dass die Stadt Bergkamen noch auf Ergebnisse aus dieser Schule wartete. Kreissprecherin Constanze Rauert wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Sie verweigerte die Auskunft mit den Satz: „Wie nun schon mehrfach erklärt (...), nennt der Kreis keine Namen von Schulen, Kitas usw., sondern verweist an die Träger – was ich auch hiermit wieder gerne tue.“
  • Johanniter-Kita, Eichendorffstraße: Ein Kind ist laut Stadt Bergkamen infiziert und seit 19. Juni in Quarantäne. Weitere 17 Kinder sowie 2 Erzieher befinden sich als Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Das Kreisgesundheitsamt erklärte lediglich, Laborergebnisse für eine Kita nach Tests am 26. Juni stünden weiter aus.
  • Awo-Kita „Villa Kunterbunt“, August-Bebel-Straße. Die Kita ist wegen des Kontakts eines Kindes zu einer positiv getesteten Person „ebenfalls vorsorglich nicht in Betrieb“, so die Stadt Bergkamen.
  • Kita „Tausendfüßler“, Im Sundern: Ein Kind war positiv getestet worden, zwei Gruppen wurden deshalb geschlossen. „Da keine weiteren Fälle aufgetreten sind, ist die Kita wieder vollständig geöffnet“, so die Stadt Bergkamen. Die Kita befindet sich im Ferienmodus.
  • Awo-Kita Funkelstein, Stormstraße: In der Außengruppe „Panama“ war laut Stadtverwaltung ein Kontakt-Kind negativ getestet worden. Es hatte sich also nicht beim infizierten Vater angesteckt. Die Kita ist seit Donnerstag wieder in Betrieb.
  • Awo-Kita Sonnenblume, Rünther Straße: Eine Übergangsgruppe war nach städtischen Angaben betroffen. „Hier war der Vater positiv getestet worden, die restliche Familie negativ. Daher ist auch hier wieder normaler Betrieb“, heißt es.

Wer länger Kontakt zu einem Infizierten hatte, muss damit rechnen, dass er oder sie sich auf mündliche Anordnung des Gesundheitsamts und spätere schriftliche Anordnung der Stadtverwaltung in häusliche Quarantäne begeben muss. Das Prozedere wird von der Stadt Bergkamen so erklärt: Das Gesundheitsamt des Kreises Unna recherchiere und gebe Verdachtsfällen auf, zunächst nicht in die Einrichtungen zu gehen. Erst bei Bestätigung einer Infektion oder gesicherter Erkenntnis über den Kontakt werde das Ordnungsamt der Stadt Bergkamen informiert. Dieses erlasse dann eine entsprechende Ordnungsverfügung.

In der Zwischenzeit sind die Betroffenen und Verantwortungsträger in Einrichtungen zu vorsorglichem Handeln aufgefordert. „Die Empfehlung kann in solchen Fällen nur sein: Bitte erst den Urlaub antreten, die Familienfeier besuchen etc., wenn gesicherte Erkenntnisse vorliegen. Insbesondere bei Urlaubsfahrten besteht das Risiko der Rückholung oder Quarantäneanordnung am Urlaubsort“, so die Stadt Bergkamen.

Dieser Text wurde aktualisiert und um Informationen aus dem Kreisgesundheitsamt ergänzt.
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